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Diagnose ist da: Wahrscheinlich Niereninsuffizienz





Hallo!

Ich bin zurück vom Tierarzt und die Ergebnisse der Blutuntersuchung waren endlich da.

Diagnose: Niereninsuffizienz

Alle anderen Werte sind super in Ordnung, auch die Leber (wie anfänglich vermutet) hat keinen Schaden und alles okey. Der pathologische Befund der Niere ist schlecht, allerdings der restliche Teil der Niere voll funktionstüchtig. Problem ist nur der Harnstoff, der ist viel zu hoch.

Wahrscheinlich schon chronisch.

Schlecht ist auch laut Angaben des Tierarztes, dass Sam kastriert wurde. Da fehlen ihm jetzt die Hormone und das Harnträufeln begann auch nach Kastration. So, ich weiß jetzt was los ist. Der Tierarzt hat Sam (12,5 Jahre) etwas gespritzt, damit die Niere jetzt besser arbeitet. Er will jetzt alles versuchen, meinen Hund soweit zu stabilisieren und das Problem in den Griff zu bekommen, sodass er noch einen schönen Lebensabschnitt hat. Er hat nicht von einem Todesurteil gesprochen. Natürlich sofort Nierendiät-Futter und am Montag Kontrolle, ob sich an dem Harnstoff-Wert was tut.

Er bekommt jetzt von Hill`s Prescription Diet K/d Dosenfutter. Leider mag Sam das nicht wirklich, sodass ich Angst habe, dass er gar nichts frisst. Er hat nur ein paar Bissen genommen und ist schon weg von der Schüssel. Aus Erfahrung weiß ich, dass Sam das Futter von Royal canin sehr gern hat, das Trockenfutter "renal" hat er schonmal bekommen und hat ihm geschmeckt.
Der TA meinte aber, dieses von Hill`s sei besser und damit hätte man mehr Erfolge erzielt.

Sam war heute Nacht total aufgeweckt und hibbelig, was ich von ihm gar nicht kenne. Er ist die ganze Zeit herumgelaufen, wollte mal rein und wieder raus, richtig hyperaktiv. Es war wohl mein Fehler und ich war so verdammt blöd, ihm gestern zur Belohnung einen Ochsenziemer gegeben zu haben. Das hat wohl zu leichtem Durchfall geführt. Wenn ich gewusst hätte, dass die Niere was hat, hätte ich ihm sowas niemals gegeben.

Der TA unterhielt sich sehr lange mit mir und er machte mir den Ernst der Lage bewusst, schieb aber deutlich in den Vordergrund, dass man ihm jetzt helfen kann und alles erdenkliche getan wird, damit Sam damit gut leben kann.

Ich solle mit Sam viel Spazieren gehen, das wäre gut für ihn, und viel trinken lassen, rausgehn wann immer er es möchte um Harn abzusetzen! Warum ist er plötzlich so hibbelig und aufgekratzt, vorher war er immer ganz normal. Er hat auch bis jetzt immer gut gefressen. Was mach ich, wenn er das Futter von Hill`s nicht mag? Das von Royal Canin besorgen, auch wenn dieses nicht so gute Folge erzielt hat (laut Erfahrung)?

Ich muss soviel weinen.

Wie stehen wohl seine Chancen? Wird er sterben oder gibt es Hoffnung????

Kann uns Jemand weiterhelfen?

L.G. Angie:heul:





Ich kann leider nicht helfen, aber ich drück euch auf jeden Fall die Daumen das alles einigermasen gut wird!!!!




Hallo du Liebe,

eine Niereninsuffizienz hat mein Lucky auch! Er hat 3/4 der Nieren vernarbt und bekommt deshalb ein homöopatisches Mittel und zwar Ipakitine! So kommt er sehr gut mit der Nierengeschichte klar! Die Diagnose wurde bei ihm vor 1 Jahr gestellt!

Aus dem selben Grund füttere ich hier von Happy Dog das Sanocroc N; nieren-, leber- und herzentlastend!!! Er frisst es sehr gerne und vielleicht wäre es ja auch was für deinen Schatz!

Es ist sicherlich keine "gute" Diagnose, aber man kann, mit entsprechenden Maßnahmen, doch einigermaßen damit klar kommen!

Ich smilie_41.gif dich mal ganz feste! Der erste Schreck ist immer groß, aber es wird bestimmt schon wieder! anfang




Hallo Angie,

na endlich hast Du die Diagnose.

Sch.... Diagnose. Aber ich habe das Gefühl, dass Ihr in guten Händen seid, also
mach Dich nicht so sehr verrückt.

Mich würde mal interessieren wie hoch die Werte waren. Hast Du Dir die Blutwerde ausdrucken lassen?

Bei meinem Mausl wurde auch vor kurzem auch ein erhöhter Harnwert festgestellt.
Lt. der Tierärztin aber noch nicht dramatisch, da die restlichen Nierenwerte noch im Rahmen lagen. Wegen der erhöhten Harnwerte soll ich vor allem kein "Menschenessen" füttern (is eh klar) und die TÄ gab mir auch noch was Homöopathisches für die Nieren / Harnwert mit:
Lespedeza siebondii D6, die ich ihm 1x täglich geben soll.

Falls Dein Schnuffl das Futter nicht mag, dann suche doch mal unter "Nierendiät Hund" im Internet, das stehen viele brauchbare Fütterempfehlungen, diese dann evtl. noch mit dem Doc absprechen, und dann stellt Du ihm das Futter eben selber zusammen.

Wir drücken Euch weiter die Daumen!

Es wird sicher alles gut werden *ganzfestdrannglaubentu*

LG
Jaspi




Hallo Angie,

endlich weißt du Bescheid. Ich kann gut verstehen, dass du traurig bist und viel weinen musst. Wie es weitergeht mit deinem Süßen, kann ich leider auch nicht mal vermuten. Dafür hab ich zu wenig Ahnung. Aber der Arzt hat dir versichert, dass etwas getan werden kann auch getan wird. Und wirklich schlecht geht es dem Süßen ja im Moment nicht, oder?

Ich weiß, das klingt jetzt naseweis dahergeredet - aber versuch wirklich mal, die positiven Seiten zu sehen. Beruhige dich und tu für deinen Kleinen, was du kannst. So gibst du ihm glaub ich viel Kraft. Wenn du traurig bist merkt er das und macht sich noch zusätzlich Sorgen um dich.

Also Kopf hoch. Ich drück dich mal. anfang




Hallo Angie

Oje, das tut mir leid, das ist wirklich keine tolle Diagnose smilie_12.gif .

Ich beschäftige mich im Moment auch gerade mit CNI, da ich bei meinem Kater (ca. 13 Jahre), vor zwei Wochen die selbe Diagnose erhalten habe. So wie ich mich jetzt informiert habe, ist CNI aber kein Todesurteil und mit homöopathischen Mitteln und Nierendiät kann man noch einiges machen, so dass die Tiere z.T. noch Jahre damit leben können.

Mein Kater bekommt auch Hill's k/d und Royal Canine renal, frisst es leider aber auch nicht so gerne. Bei ihm ist der Harnwert auch stark erhöht und mir wurde dafür Lespedeza siboldii empfohlen. Für den erhöhten Kreatininwert kann man bei Katzen noch Renes oder SUC (Solidago, Ubichinon, Coenzyme), ein Komplexmittel von Heel, verwenden, ob das auch für Hunde gilt, kann ich dir allerdings nicht sagen, da müsstest du dich erst informieren.

Am besten lässt du dir eine Kopie der Blutanalyse geben, damit du siehts, welche Werte bei Sam zu hoch sind. Für Katzen gibt es eine Yahoo-Group, die sich mit CNI befasst und bei der viele kompetente Leute dabei sind, die einem die Ergebnisse des Blutbildes analysieren und Tipps für die Behandlung geben. Vielleicht gibt es so etwas ja auch für Hunde?





Die Nierendiät von

http://www.vetconcept.de

wird lieber genommen, als die anderen Diätfuttermittel, du mußt aber von deinem TA eine Bescheinigung haben, damit du das Futter dort bekommst.

Liebe Grüße
Rosalie




Immerhin weißt du jetzt, was los ist und kannst Sam entsprechend helfen!

Ich würde mir keine Gedanken drum machen, wielange und ob etc.
Genieß einfach die Zeit mit ihm!!
Ich wünsche Sam alles Gute!! kuss




Sam frisst das Hill`s k/d zum Glück!!! smilie_11.gif

Da bin ich schonmal froh drüber. Denn das war meine größte Sorge. Nieren-patienten magern in der Regel meist ab, deshalb bin ich sogar froh drüber dass mein Hund in letzter Zeit sogar zugenommen hat.

Der TA sagte mir ausdrücklich, dass ich NICHT mischen darf mit Royal Canin Renal. Ich schätze, es geht ihm jetzt mal drum zu sehen, ob sich der Harnstoff-wert bis Montag und desweiteteren verbessert. Er erklärte, dass Royal Canin auch Leber und Herz schützt! Das hört sich für mich besser an, aber er sagte was die Niere angeht, muss ich bei k/d konsequent bleiben (weil das wohl die besten Erfolge bei seinen Erfahrungen erzielt habe)! Zudem sind Sam`s alle anderen Werte, Herz und Leber laut Blutuntersuchung total gut. Also gehts jetzt drum, die Niere soweit funktionstüchtig zu erhalten.

Und wenn er es frisst, dann ist das für mich jetzt echt ein Glückstreffer!

Da bewundere ich meinen Hund sogar, denn das Zeugs schaut so eklig aus und riecht nach nichts, sowas hätte ich wohl nie angerührt. Er wird sich wahrscheinlich denken: "Was solls, besser als gar nichts."

Ich war jetzt 1 1/2 Stunden am Land spazieren und er zeigte mir, wer hier weniger fit ist und zwar ich als Frauerl. Er ging immer vor mir, ließ ihn auch von der Leine und er rannte mir hinterher!

Ich fühle mich jetzt besser, weil ich endlich weiß was los ist und die Ungewissheit ein Ende hat. Damit kann ich mich auseinandersetzen, jetzt kann man ihn gezielt behandeln, ich weiß worauf ich achten muss und es gibt eine CHance, dass Sam damit alt werden kann.
Ich sehe es jetzt mal als Hoffnungsschimmer, dass der Rest der Niere funktionstüchtig und gute Werte aufweist. Das Problem besteht tatsächlich "nur" mit dem Harnstoff, was natürlich fatale Auswirkungen haben kann.

Muss mich jetzt zusammenreißen und konsequent bleiben. Darf nicht glauben, dass mein Hund jetzt unglücklich ist, wenn er keine Leckerlie oder Kauknochen mehr bekommen darf! Wenn wir das nun in den Griff bekommen, dann überleg ich mir, wie ich ihn anders belohnen kann?

Mein Tierarzt ist sehr gut! smilie_24.gif

Er hat mich gefragt ob Tests gemacht wurden, von denen ich noch nie gehört hab und die er problemlos durchführen kann. z.B. Nierenfunktionstest, Hormon-Test usw.
Aber Sam ist immer furchtbar aufgeregt und zittert, sodass weiterer Stress total negativ wäre und für die Tests müsse er länger mal dortbleiben. Auch der Ursache könne nachgeforscht werden, was wir aber nach gemeinsamer Absprache nicht machen, weil wir Sam jetzt in Ruhe lassen wollen. Wir befassen uns also mit dem gegenwärtigen Problem und der Diagnose!

Als Ursache wird vermutet, dass die Cortison-behandlung im vergangenen Oktober (Vestibular-syndrom) dazu geführt hat. Es liegt nahe, da Sam vorher nie Probleme mit Niere hatte und die ersten Symptome wie z.B. Harnträufeln, ruhiger geworden- ca. 2-3 Wochen nach Absetzen des Cortisons aufgetreten sind. Zusätzlich verschlimmert durch die Kastration, da ihm jetzt auch die Hormone fehlen.

Der TA hat mich jedoch gebeten, den histologischen Befund der eingeschickten Hoden zu besorgen. Sam hatte einen Hodentumor, laut Befund gutartig! Er möchte aber genau wissen, womit Sam damals genau zu tun hatte. Warum, weiß ich nicht. Aber was einem selbst manchmal unerklärlich scheint, kann für den Facharzt natürlich von Bedeutung sein.

Er hat ihm jetzt was für die Niere gespritzt, damit ist Sam fürs Wochenende versorgt, meine er, und am Montag wieder eine Injektion. Es wird auch schon Montag der Wert des Harnstoffs kontrolliert. Kann das denn so schnell besser oder schlechter werden, der Wert? Dass man nach so kurzer Zeit schon was sehen kann?

Ich tue einfach das, was mir der TA sagt und nichts Anderes! kaffee.gif

Werd mich aber heute noch informieren bezüglich homöopathischer Unterstützung!!!
Kann oder darf man das unbedenklich zur herkömmlichen Therapie anwenden oder sollte ich lieber warten, bis wir jetzt mal sehen obs anschlägt?


L.G. Angie




Hallo Angie,

Manuela hat dir ja schon viel Info gegeben.
Auf einer website für nierenkranke Katzen wird man für Hunde hierher verwiesen.

Dort bekommst du Informationen.

Wichtig ist jetzt, daß Sam die Möglichkeit hat, viel zu trinken, wenn er es möchte.
Die Schädigung der Nieren läßt die Konzentrierung des Urines nicht mehr zu. Das heißt einerseits, er muß oft pullern, da mehr Flüssigkeit in der Blase landet, andererseits braucht er mehr Flüssigkeit, um sein Wasserhaushalt im Gleichgewicht zu halten.
Daher würde ich auch IMMER von Trofu abraten, auch wenn es für nierenkranke Tiere ist. Das entzieht zuviel Flüssigkeit.

Aber Sam frißt jetzt ja seine Feuchtdiät, wie ich erfreut gelesen habe. smilie_11.gif

Ob Sam austrocknet, erkennst du, indem du eine Hautfalte z.B. am Rücken bildest. Läßt du sie los, muss sie sofort wieder glatt werden. Läuft es verzögert ab, droht eine Austrocknung.
Bleibt die Falte stehen, ist höchste Eile geboten. Dann braucht er umgehend Infusion.

Manchmal hilft es, wenn solche Patienten über mehrere Tage Infusion bekommen, um die Nierenwerte runterzukriegen. Bei meiner Katze hat es hinsichtlich der Blutwerte leider nichts gebracht. Ihr geht es mom. aber den Umständen entsprechend gut.

Die homöopathischen Mittel solltest du mit dem TA besprechen. Er sollte dem schon zustimmen.
Ist es ein "guter" NierenTA, wird er die Gabe unterstützen.
Wenn dein TA Fragen hat, es gibt eine Praxisstudie, durchgeführt von Ulf Ulrich prakt. Tierarzt, Dresden. Allerdings wieder bezogen auf Katzen.
Frage ihn auf jeden Fall nach SUC!

Und frage ihn, WAS er gespritzt hat! Schreibe es auf! Dokumentiere alles. Es kann immer sein, daß dein TA nicht da ist. Dann ist es für den weiterbehandenden TA wichtig, daß er möglichst viel Infos bekommt und nicht wieder bei A anfangen muß.
So kannst du es auch begründen, sollte dein TA keine Infos rausgeben wollen. Er muß es.
Dass, was er bisher getan hat, hört sich auch ganz gut an.

Ich wünsche dir und Sam alles Gute und noch eine lange schöne gemeinsame Zeit!! smilie_41.gif
Kopf hoch und vorausschauen!
Wichtig ist, daß du was CNI angeht, fit bist!

Übrigens nimmt meine Katze eher selten ihr Nierendiätfutter. Sie bekommt stattdessen grau (Herz&Leber ist der Hit smilie_24.gif ). Ist zwar eiweißmäßig gesehen nicht gut, aber wenigstens hochwertig. Und sie frißt! Sie wird 16 Jahre. Ich sage Qualität statt Quantität. anfang



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