Pocking 
|
Mal wieder berichten.
Ich hatte ja nun zwei Termine mit einer Animal-learn Trainerin. Anfangs war ich sehr skeptisch. man hört da ja nur eidideldei und Wattebällchenwerfen darüber, und 2 Bücher, die ich gelesen hatte waren mir auch zu extrem. Nichtsdestotrotz hatten wir aber einen Heimtermin und am Sonntag war ich dort.
Es war Klasse!!!
Denen ist klare Führung auch absolut wichtig, aber nicht in der rRchtung, über harten Zwang und gewaltsame Einwirkungen, wenns schon ekaliert ist, sondern da sind viele subtile Kleinigkeiten, die man im Vorfeld schon berücksichtigen kann und sich somit auf eine Art und Weise die Führung erarbeiten kann, die auf Vertrauen, Klarheit und Verstehen basiert.
Das hat mich sehr in die Zeit mit Django zurückversetzt, bei dem ich mich auch mit Hilfe von Aufmerksamkeit und Feinheiten nach vorne gearbeitet hatte.
Liegt vieleicht nicht jedem, denn man braucht ne Menge Geduld und eine sehr Kameradschaftliche Einstellung zu den Hunden, was nicht zu verwechseln ist mit Vermenschlichung oder Demokratie, geschweige denn antiautoritärem Stil.
Ich kann nur sagen: wer unsere Eskalationen mitgekriegt hat, und heute beim Spaziergang dabei gewesen wäre, der würde es verstehen, was da abläuft.
Ich war mit beiden an Dreimeterleine unterwegs. Mitten durch die gefürchtete Siedlung...lol......
Ich lass es noch nicht drauf ankommen, dass ich direkt frontal auf andere Hunde zusteuere, ABER: wir wurden von einem Jackrussel, der durch den Zaun schlüpfte angesteuert, auf die Art: "bellkläffknurr.....schert euch zum Teufel...ich beiß euch kaputt...haareaufstell....kläffwuffwuff.....
Die kam an meine Beiden an die Leinen ran, die sich das natürlich nicht gefallen lassen wollten....einen Hupf in ihre Richtung machten,....JEDOCH: ein spontenes "SCHLUßJETZT" hat alle drei sofort zur Ruhe gebracht, meine kamen sofort zu mir und die Kleene wurde eingefangen und auf den Arm genommen, wo sie heftig weiterschimpfte.
Meine beiden machten nicht mal mehr den Versuch in deren Richtung, guckten mich an.....okay, Frauli, wenn du das sagst, wirds schon passen.
Ich denk, noch vor ein paar Wochen hätte die Kleine das kaum überlebt.
Danach kam noch auf der anderen Seite der Kampfbeagle an Flexi mit Stachel entgegen, den sie an lockerer Leine nur anschauten....dann mich, dann gabs Lob, und vorbei, an am bodenschleifenden Leinen.
Ich war ja schon früher mal soweit und dachte nicht, dass ich wieder in diese Richtung Erfolge haben werde. Dazu hatte ich zu viel Angst wegen des letzten Vorfalls, wo Laika rücklings angegriffen wurde.
Aber nun vertrau ich mir und den Hundis wieder viel mehr, und die Beiden mir.
Kein einzigesmal wurden die Leinen voll genutzt oder als "Hilfsmittel" eingesetzt. nur als Notbremse in der Hand, die ich aber nicht ziehen brauchte, es reichte die Stimme.
Dann durften sie noch am Baggersee baden und Futterbeutel jagen und frei toben.
Ich wünsch euch allen dieses schöne, lebendige Gefühl der Verbundenheit mit euren Hundis!!!!!, auch wenns mal nicht so klappt. Das kenn ich auch zur Genüge. Aber nieeeeee aufgeben!!!!!!!!
|