- Der Hund
- Hundeerziehung
- Das sichere "Hier" - Seite 9
Das sichere "Hier" - Seite 9 |
|---|
|
|
Hallo Sabine.
Wenn das Durchsetzen eine Einwirkung durch die Schleppleine z.B. ist, also ein Hinzukommen eines unangenehmen Reizes, ja. Wenn das Durchsetzen ein Wegnehmen von was Positivem ist (weggehen und Hund allein lassen), ja. Ist so definiert... |
|
|
1. Ich baue ein Komando gezielt langsam über positive Bestätigung auf.
2. Ich achte darauf, es nur in Situationen zu geben, in denen es befolgt werden kann. 3.Wird es ignoriert, hab ich die Situation falsch eingeschätzt oder im Aufbau etwas falsch gemacht. 4. Ich überlege, wo der Fehler liegt , bei MEINER Übermittlung an den Hund. 5.Ich beiße mich nicht an diesem einen Komando fest, sondern such auch im allgemeinen Umgang.......wo bin ich inkonsequent, wo ist es angebracht, den Hund für Unaufmerksamkeit zu rügen. 6. Ich unterscheide zwischen Unaufmerksamkeit rügen und Nichtbefolgen eines Komandos zu strafen. 7. Am wichtigsten ist mir, konsequent an der Aufmerksamkeit zu arbeiten, täglich, immer, beständig, konsequent, positiv, und versuche, Komandos an einen aufmerksamen Hund zu geben. 8. Ich bin nur ein Mensch, nobody ist perfekt, ich mach Fehler, bin leider eben NICHT immer konsequent und aufmerksam. Mit diesen Fehlern lebe ich, gestehe sie mir ein und arbeite an MIR. 9. Der Hund profitiert dann von meiner Klarheit und kann somit aufmerksamer und gern auf meine Anweisungen reagieren. |
|
|
|
|
|
DAS kann ich VOLLKOMMEN mit unterschreiben.
Ich bezog meine Aussage, und auch meinen leicht ironischen Ansatz (Antje bitte entschuldige...) auf die Aussage "Abstrafen". Ich stelle mal fest, daß ALLE sich vom Aufbau her und wesentlichen Umgang mit dem Erarbeiten des Kommandos einig sind. Uneinigkeit besteht lediglich in dem Punkt, was man macht, wenn eben trotz allem sorgfältigen Aufbau eine Situation entsteht, wo gezögert wird. Antje besteht darauf, daß man einen Hund für nichts tun nicht bestrafen kann. Ich bestehe darauf, daß auch nichts tun etwas tun ist. Das ist wie der Satz "man kann nicht nicht kommunizieren". Ich finde das Wort "Abstrafen" einfach an dieser Stelle nicht angebracht, da ich ein Umdrehen an der Schleppleine nicht mit solchen Worten in Verbindung bringe. Nur mit Konsequenz. Auch wenn Antje meint, daß es keinen Sinn mehr macht... JEDE Diskussion verdient es meiner Meinung nach, daß ein Konsens gesucht wird. WAS macht Antje in dem Moment, stehend an der Schleppleine, der Hund kommt nicht nach dem Rufen... WAS TUST DU? UND WAS TUT WIMETTE? UND WAS TUT HANS-GEORG? Ich fände es schade, wenn hier nicht weiter gesprochen würde, nur weil 2 Lager entstanden sind. Anja |
|
|
fänd ich auch schade, aber glaub ich auch nicht - geht bestümmt weiter, also was macht Ihr?
Nicht, dass wir Rezepte haben möchten, auch wenn natürlich immer die Gefahr besteht, aber es würde eine etwaige größere Vielfalt von Verhalten aufzeigen, was Jedem die Möglichkeit gibt zu prüfen, was wäre für meinen jeweiligen Hund und mich, das Optimale. Ich glaube, dass auch der Laie, der Nicht-Trainer, der sich aber intensiv mit seinem Hund oder seinen Hunden auseinandersetzt, sehr wohl ein Bauchgefühl hat, was für sein Team richtig oder falsch ist. Und manchmal weiß man, wie es läuft is es noch nicht optimal, aber man hat noch keine wirkliche Alternative entdeckt. |
|
|
Mal ein Beispiel von gestern. Hab ich kurz auch im Tagebuch geschrieben.
Also, Snoopy hat meinen Pfiff mißachtet, als er die Leute mit den Rehpinschern begrüßte. Ich hatte ihn freigegeben, weil er vorher schon mit ihnen gespielt hatte und die kläffend um uns rumgehüpft waren. Ich wollte ihm das nicht abverlangen, "bei Fuß" ungefähr zwanzig Meter mit um sich rumkläffenden, an ihm und mir rumhüpfenden Wuffels, zurücklegen zu müssen. Er begrüßte die Menschen , die er von vorher ja kennengelernt hatte, und die ihn auch überschwänglich begrüßten, etwas für meine Begriffe zu stürmisch. Vor allem war er patschnaß und das war mir dann peinlich, da hatte ich nicht drauf geachtet. Er reagierte auf den Pfiff folgendermaßen:, indem er von den Leuten wegging, aber in einem Bogen erst langsam losging, in meine Richtung. Erst, als ich mich auffordernd wegdrehte, mit einer freundlichen Einladung mit der Hand und Schulter, fing er an, auf mich zuzulaufen. Als er da war, hab ich gesagt, feiin, dass du da bist. Hab ihn aufgefordert "fuß" zu kommen, machte er sofort freudig aufmerksam und kam trotz der weiter rumspringenden Wuffels, superprima mit, an den Leuten vorbei, bis ich ihn wieder frei gab. Was hab ich gemacht: Ich hab gepfiffen, was normal sehr superfreudig klappt, auch, wenn Laika nem Hasen nachrennt. ER reagiert da normal immer drauf. Wie leg ich ihm das nun aus??? Als Mißachtung? Ignoranz? Sturheit?Ungehorsam? OK, Ungehorsam wars , egal, von welcher Seite aus man es betrachtet. Fakt. Ich frag mich weiter: Wie hätte ich die Situation anders auflösen können? Ich bin zu dem Ergebniss gekommen, dass er in einem sehr hohen Erregungszustand gewesen war. Nach dem Spiel mit diesen Hunden und Menschen, eine Viertelstunde zuvor, hatte er noch ne Begegnung mit einem anderen Hund, was ihn ziemlich gestresst hatte (steht auch im Tagebuch). Nach all den erlebten negativen Situationen mit den Beißunfällen, mit Laika (unter anderem auch der Hündin von vorhin) sind für Snoopy Hundebegegnungen immer noch ein ganz großer Stressfaktor und seine Reizschwelle nicht hoch genug, so dass nicht ICH den höchsten, wichtigsten Reiz für ihn darstelle. Da ist bei ihm fast dicht gemacht. Trotzdem hatte er aber reagiert, beschwichtigt mit dem Bogen, wahrscheinlich hat er an meiner Körperhaltung wahrgenommen, dass ich für die Wasserladung auf die Leute sauer war. Nächstesmal, werd ich in solch einer Situation erst seinen Namen rufen oder, ihm ein Unterbrechungskomando hinschicken ("naaaaa") oder Unterbrechung - Name und erst, wenn das eingehakt hat, und er aufmerksam ist, DANN kommt das wichtige Rankommkomando. Nebenbei leg ich ganz viel Wert auf Aufmerksamkeit, die ich mir in steigender Ablenkung hole, bei gezielten Übungseinheiten, ganz konsequent, indem ich ein "Abziehen seiner Aufmerksamkeit" mit einer Rüge ahnde. Das kann ein Knurren, ein "nein", auch mal ein Anrempeln oder kleiner "Hinternzwick"sein, je nach Situation, wobei die körperliche Einwirkung nur die Ausnahme sein soll, weil ICH den Bogen fast überspannt habe und trotzdem aber konsequent sein muß. |
|
|
Hallo Ömmes,
wir sollten nicht so empfindlich sein, wenn es auch um ernste Themen geht. Jeder von uns sollte seinen Standpunkt noch stärker herausarbeiten und das ist nicht leicht. Aber es könnte sich für alle Lohnen. Das sicheres Hier. Ich bleibe mal bei dem Beispiel SL: 1. Mit positiver Verstärkung sieht das ganze vielleicht so aus. Auf mein Kommando hier, kommt der Hund sofort, er wird doll belohnt mit Leckerchen und Worten. 2. Mit negativer Verstärkung sieht das ganze dann so aus. Auf mein Kommando hier, ignoriert der Hund mich, ich gehe mit dem Ende der SL in der Hand in entgegengesetzte Richtung, dabei fällt er um. Ich gehe unbeeindruckt weiter, und ziehe ihn hinter mir her, er dreht sich und springt schnell wieder auf die Beine, und kommt sofort zu mir. jetzt folgt die positive Verstärkung, mit einem ganz besonderen Leckerlie. Die negative Verstärkung ist keine Strafe. Lg Hans Georg |
|
|
Nein, Hans-Georg, bei der positiven Bestärkung kommt der Hund auch nicht sofort, die Voraussetzung muss ja dieselbe sein!
Die Aufgabenstellung ist die, daß der Hund eben NICHT sofort kommt. Und ich möchte von denjenigen, die auf keinen Fall negativ verstärken, strafen oder sonstwas machen wollen, genau wissen, WAS sie in dieser Situation machen. Noch mal rufen? Einfach weiter gehen? Motivation aus der Tasche holen? DAS würde mich sehr interessieren... Anja
|
|
|
Hallo zusammen,
vielleicht noch ein Beispiel für Strafen: Kommando der Hund ignoriert es, ich nehme meine Wurfkette und pfeffere sie mit wucht in seine Flanke. Das wäre eine Strafe, nicht aber dass ignorieren. Lg Hans Georg |
|
| Zufällige Themen | ||
| Thema | Antworten | Aufrufe |
|
|
1 | 417 |
|
|
6 | 315 |
|
|
49 | 2829 |
|
|
0 | 424 |
|
|
37 | 2060 |
| Startseite |



Anja
Anja