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Eure Überzeugungen in der Praxis





ich bin relativ neu hier im Forum und würde euch und eure Überzeugungen gerne etwas kennenlernen.
Dazu erschaffe ich jetzt einen imaginären Hund (den ich aber durchaus kenne, der aber nicht mein Problem ist smilie_6.gif )

Also, dieser Hund, nennen wir ihn Nero ist ein ziemlicher verzogenes Stück Hund. Rotti, könnte aber auch Schäfer oder Hovi sein, jedenfalls groß und stark, aber kein HSH, 4 Jahre, Rüde.
Dieser Hund zieht mit seinen annähernd 50 kg sein Frauchen durch die Gegend, attackiert Jogger und Radfahrer. Maulkorb lässt er sich nicht anlegen, da fletscht er. Zuhause beansprucht er Couch und Bett. Versuche ihn runterzubugsieren quittiert er mit Zähnefletschen. Er ist der Chef. Besuch war schon lange keiner mehr da. Kein Wunder. Der Chef lässt keinen rein.
Die Besitzer, die anfangs sehr mitleidig mit dem armen TH-Hund waren, wissen inzwischen, dass es so nicht weiter geht und wollen etwas ändern. Sie sind dazu durchaus in der Lage.

Also, diese Konstellation kommt zu euch. Der Hund hebt in eurem Büro erstmal das Bein und erklärt es zu Neros Reich.
Übrigens, Leckerchen und Bälle interessieren den Hund nicht die Bohne.
Über sein Vorleben ist nichts bekannt. Er war ein Fundhund.

Wie geht ihr an die Sache ran?
Besonders interessieren mich die Vorschläge von den Menschen, die gegen Hilfsmittel in der Erziehung sind.

Keine Sorge, ich will gar nicht darüber diskutieren oder irgendwas kritisieren. Ich bin nur neugierig, ok? anfang





Hallo Rosa!

Frage: was heißt "HSH"? *aufderleistungsteh*
Und sprichst Du jetzt die Allgemeinheit an oder nur die Trainer unter uns?




HSH ist Herdenschutzhund.

Nee, ich meine alle. Schließlich erzieht jeder einen Hund.
Was würdet ihr als Besitzer mit so einem Hund tun in dieser Situation?








Mir ganz schnell einen guten Hundetrainer suchen !!!!!!!!

Denn anscheinend habe ich sehr wenig Ahnung von Hundeerziehung....




Guggug.

Ich bin z.B. gegen aversive Mittel in der Hundeerziehung.
Aber ich steige auf diesen *Fall* nicht ein.

Zuerst würde ich ein langes, umfangreiches Gespräch mit der Besitzerin führen.
Dabei würde ne Menge rauskommen, was zu ändern und zu verbessern ist.

Der Hund ist da erst in dritter oder vierter Linie das Problem.

Sorry
Günni




Hallo,

bei mir würden die Besitzer zuerst mal einen Erziehungskurs (Theorie) absolvieren. Hier würden dann solche Dinge wie Rangordnung, Fütterungsrituale, Hund ignorieren, Körpersprache des Hundes, richtig Spielen mit dem Hund usw. durchgenommen werden. Ich denke nur, wenn sie sich darauf einlassen würden, dem Hund seine "Annehmlichkeiten" zu entziehen hätten sie eine wirkliche Chance Chef zu sein. Ach ja.....bei mir verschwindet bei einem solchen Hund immer der Futternapf! Es gibt überhaupt kein Fressen mehr aus dem Napf. Nur noch aus der Hand des Hundeführers. Das sieht so aus....in der Wohnung wird das erst mal geübt. HF hat Futter in der Tasche/Hand und läuft locker von einem Zimmer in's andere. ER SCHAUT DABEI DEN HUND ÜBERHAUPT NICHT AN!!!! (Ich gebe dem Hund jetzt mal nen Namen...und zwar GONZO). Der HF spricht NUR 2 Worte, nämlich (GONZO KOMM!) Kommt der Hund - bekommt er Futter aus der Hand (Nicht den Hund anschauen und kein weiteres Wort zum Hund-auch kein Lob!) Kommt er nicht gibt's eben nichts! HF läuft weiter seinen Weg und ruft (ohne den Hund anzuschauen) "Gonzo komm". Kommt er - gibt's Futter...kommt er nicht - gibt's nichts. Irgendwann wird Gonzo kommen - er muss merken wer hier die Resourcen verwaltet und zwar knallhart. Also das wäre für mich der Anfang - klappt in der Praxis richtig gut und schnell wenn sich der HF darauf 100%ig einlassen kann.

Das wäre so im groben der Ansatz den ich hier empfehlen würde...mal schauen wie die Anderen das Problem angehen würden.

LG,
Karen mit Bonny + Isa




Antje:

Guggug.

Ich bin z.B. gegen aversive Mittel in der Hundeerziehung.
Aber ich steige auf diesen *Fall* nicht ein.
Sorry
Günni


warum nicht? Trau dich.

Danke, Karen anfang




Das hat mit *trauen* nix zu tun.

Jeder Hund ist anders, jeder Mensch dazu ist anders.
Pauschale Lösungen gibt es nicht.

Gruß
Antje




Rosa, was mich interessieren würde:

Wie kommst du gerade auf DIESE fiktive Geschichte? smilie_7.gif

Mir erscheint das wie ein Quiz, wer löst das *Problem* am besten! smilie_20.gif

Selbst wenn es nicht fiktiv ist, sollte man aus der Ferne keine Beurteilung der Lage vornehmen, sondern sich alles mit eigenen Augen ansehen, um ein Urteil abgeben zu können!




Ups...hab gerade gelesen. das Gonzo ja schon NERO heißt! Sorry!

Übrigends finde ich schon, dass man in diesem Fall einige Ratschläge geben kann auch ohne den Hund und HF gesehen zu haben. Grundsätzliche Dinge eben - scheinbar haben die Besitzer ja von Hunden garkeine Ahnung.
Außerdem heißt es ja "diese Kostellation kommt zu Dir" -also sieht man ja den Hund auch und kann das dann schon einschätzen.

LG, Karen mit Bonny + Isa



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