Ich habe meinen Hund (ca. 43 cm Schulterhöhe) ans Rad gewöhnt, als er etwa 9 Monate alt war. Er trug dazu bereits das Safety-Geschirr, aber ziehen durfte er noch nicht. Wir haben anfangs praktisch dasselbe Programm absolviert, wie beim normalen Gassigang: Er durfte immer in seinem Tempo laufen, schnüffelte hier und da, dann wurde ein Stück gerannt, dann wieder getrabt, geschnüffelt und gelaufen.
Er lief da ausschließlich neben dem Rad, bei dem ich den Sattel runtergestellt hatte um bei langsamem Tempo einfach mitlaufen zu können. Auf diese Weise gewöhnte er sich völlig problemlos an das Fahrrad.
Im Laufe der Wochen habe ich dann einige feste "Radfahr"-Kommandos eingeführt: "Stop!", "Langsam", "Los!", "Weiter!", ... und ihn immer länger traben und auch rennen lassen, dann auch schon vor dem Rad, aber noch nicht ziehend (Jöringleine war aber schon am Rad).
Und dann ging es ans Ziehen; das kam alles so peu-a-peu.
Jetzt ist er knapp 2 Jahre und läuft sehr ausdauernd. Das Ziehen macht ihm richtig Spaß, da legt er sich enorm ins Zeug. Ich muss ihn schon auch immer wieder bremsen, damit er trabt, sonst würde er es echt übertreiben und 15 km durchrennen (schon geschehen).
Wir fahren etwa 4-5 mal pro Woche morgens Rad (dann so zwischen 4-10 km) und an etwa 3-4 Abenden kleinere Runden (3-4 km). Alles andere, auch die Mittagsrunden, sind Spaziergänge.
Bisher lief immer alles gut, mein MTB hat gute Bremsen (unabdingbar!) und ich bin nur zwei Mal gestürzt (beide Male zum Glück nicht schlimm; einmal auf Schneematsch und einmal wegen Rollsplitt).
Es gibt nur ein einziges "Problem", das auch heute noch manchmal auftritt:
Tobi darf, wenn er beim Spaziergang neben mir hergeht, nicht vor mir den Weg queren, sondern muss hinter mir durchlaufen. Wenn wir nun irgendwo beim Radfahren stehen bleiben und er schnüffelt, kommt es vor, dass er hinter mir auf die andere Wegseite wechseln will. Da versteht er dann nicht, dass das Vorlaufen in diesem Fall erlaubt wäre.
Ich wünsch Dir viel Spaß beim Fahren!