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Radfahren mit Junghund?


Rottenburg am Neckar/Wendelsheim


Halli Hallo,

ich bin gerade mit meinem 10 Mon. alten Aussie Rüden Jack das erste Mal Rad gefahren.

Wir haben eine Strecke genommen,welche wir zu Fuß gemütlich in 60 min gehen.
Mit dem Rad ging das natürlich fix. 2/3 ist Jack an der Leine nebenhergelaufen,wobei er das Tempo bestimmt hat und den Rest ist er frei rumgerast wie er wollte.

Ich hab es auch für ihn als sehr anstrengend empfunden nebenherzulaufen (Kondition war nicht das Problem).Er hat´s zwar brav gemacht,aber es kostet viel Konzentration.

Jetzt hab ich überlegt,wie oft und ob ich das überhaupt schon mit ihm machen sollte.Er ist ja auch noch im Wachstum und ich möchte ihm nicht schaden.

Wie seht ihr das,wenn ich ganz langsam fahre und er frei laufen kann.Ist es dann OK? Und wenn ja wie oft würdet ihr das pro Woche machen?



Bad Camberg


Hey,

also ich würde sagen, dass du es lieber lassen solltest, solange
ernoch im Wachstum ist. Es sei denn du fährst wirklich gaaanz langsam,
sodass er ganz gemütlich traben kann und auch dann nur wenige Minuten...
Mir wäre das Risiko für Gelenkschäden allerdings so oder so zu groß und ich
würde mich einfach noch gedulden und dann mit kleinen Einheiten von
10 Minuten beginnen.


Heide


Ich würde noch warten bis er 1 Jahr alt ist....


Lampertheim


Ich frage mich wirklich, wieso das Radfahren per se als so problematisch erachtet wird.

Wenn ich meinen Hund ließe, wie er wollte, würde er in Höchstgeschwindigkeit und kilometerweit Hasen hetzten und das tagtäglich!

Kriegen Junghunde mit viel Freilauf eigentlich auch Gelenkschäden? Wer bremst die in ihrem natürlichen Bewegungsdrang?

Man kann doch auch so radfahren, dass sich Gehstrecken mit Trab- und Rennstrecken und Schnüffelpausen abwechseln.
Wo ist da denn dann das Problem?



Bodenseekreis


Hallo Jane,

lass das Radfahren mit Deinem Hund noch bleiben - Australian Shepherds sind Spätentwickler.

Ausserdem solltest Du wenn überhaupt (zu einem späteren Zeitpunkt) das mitlaufen am Rad langsam aufbauen, also kürzere Strecken, anfangs erst Mal normal laufen, damit der Hund noch Zeit hat, sich zu versäubern (pieseln, koten) und er sollte ein Brustgeschirr tragen.

Übrigens war für mich mit dem Radfahren mit Hund immer ganz entscheidend, dass mein Hund zuverlässig die Grundkommandos einhält, damit ich ihn "steuern" konnte, wenn andere Leute entgegenkamen.

Ein weiterer Aspekt wäre es, die HD/ED-Röntgenuntersuchung machen zu lassen, damit Du weisst, ob bei Deinem Hund in der Hinsicht alles in Ordnung ist.

Liebe Grüsse

Cony


München


Hallo,
unbedingt warten, bis er erst einmal ein Jahr ist. Und dann mit 5 bis 10 Minuten beginnen. Selbst unser Dobermann darf später einmal max. 40 - 50 Minuten am Rad nebenher traben. Wichtig ist auch immer mal wieder ein Tempowechsel und bloß nicht immer 'Vollgas' für den Hund.
Aber die Jahresfrist ist unbedingt einzuhalten, sonst schadest Du dem Hund weit mehr, als Du denkst.
Viele Grüße
bombo


Bodenseekreis


Hallo Saro,

das Problem liegt darin, dass manche Besitzer gar nicht merken, dass sie ihre Hunde überfordern, sondern auch noch recht stolz sind, wenn der Hund hinterher so platt ist, dass er fast nicht mehr kann.

Ausserdem ist es für den Hund ein Unterschied, ob er auf Asphalt oder auf weicherem Boden läuft wegen der Gelenkbelastung.

Ebenfalls macht es einen Unterschied, ob der Hund das Tempo bestimmen darf.

Wie oft sehe ich Radfahrer, die fast einen Kilometer im voraus fahren und der Hund gar nicht mehr hinterher kommt. Okay, das Gegenteil sieht man auch schon mal und bei beiden Varianten fehlt mir die entsprechende Aufsichtspflicht auf den Hund

Die Frage ist halt auch noch:

Will ich mir durch das Radfahren einen Hochleistungssportler herziehen, der süchtig danach wird und nach immer längeren Strecken verlangt?

Passt diese Bewegungsform zu meiner Hunderasse (sah schon Yorkies und Zwergdackel hinterm Rad hertraben)?

Vergesse ich dabei nicht auch, dass ein Hund ausser Bewegung auch geistige Beschäftigung braucht?

Habe ich meinen Hund am Rad so unter Kontrolle, dass er keine anderen Leute/Hunde gefährdet bzw. bin ich selbst noch sicher auf dem Rad, wenn der Hund angeleint durchgeht?

Sicher gibt es noch weitere Aspekte dazu ...


wenn Euch noch was einfällt, ergänzt es bitte

Cony



Bad Camberg


Saro:

Ich frage mich wirklich, wieso das Radfahren per se als so problematisch erachtet wird.

Wenn ich meinen Hund ließe, wie er wollte, würde er in Höchstgeschwindigkeit und kilometerweit Hasen hetzten und das tagtäglich!

Kriegen Junghunde mit viel Freilauf eigentlich auch Gelenkschäden? Wer bremst die in ihrem natürlichen Bewegungsdrang?

Man kann doch auch so radfahren, dass sich Gehstrecken mit Trab- und Rennstrecken und Schnüffelpausen abwechseln.
Wo ist da denn dann das Problem?



Originalbeitrag



Hunde, genau wie Kinder, wissen nicht immer, wo die Grenzen sind und müssen
diese eben aufgezeigt bekommen. Hier geht es außerdem um eine minutenlange
permanente Belastung und nicht um Spielphasen mit zwischenzeitlichem Ausruhen.
Und wenn man das übertreibt, solange der Hund noch im Wachstum ist, zerstört man
die Gelenke schon, bevor sie überhaupt vollständig entwickelt sind.

Und ob jeder Radfahren zwischendurch mit Gehgeschwindigkeit fahren, dann anhalten und
dann wieder losbrettern will, finde ich sehr fraglich. Wenn ich radfahre, will ich auch in einer
konstanten Geschwindigeit fahren und nicht durch die Gegend gurken, als wüsste ich nicht,
was ich überhaupt will. Dann kann ich mit dem Hund genau so gut spazieren gehen oder eben
einfach warten, bis die Gelenke dieser Belastung gewachsen sind.


Rottenburg am Neckar/Wendelsheim


@Cony

das was du schreibt ist alles richtig.

Mir geht es aber nicht darum meinen Hund schnell und effektiv müde zu machen.Ich will ihn damit nicht auspowern,sondern eine Alternative zum Spaziergang schaffen.

Jack wird mit Konzentrationsübungen,Spielen,UO ect. beschäftigt.

Er war auch nach der Tour heute nicht im Ansatz fertig und geschafft.Ganz im Gegensatz dazu,wenn er seine Spielsachen auseinanderhalten und bringen muß z.B.,also sich richtig konzentrieren muß.

Ich bin mir nicht schlüssig wie ich weiter verfahren werde,da die Meinungen doch sehr auseinandergehen.
SARO hat im Prinzip schon einmal die gleiche Frage gestellt und völlig andere Antworten bekommen.



Bad Camberg


Ich denke das musst du im Endeffekt selbst entscheiden.

Wie gesagt, MIR wäre das Risiko zu groß. Aber das muss ja jeder
für sich selbst wissen. Wann Aussies jetzt genau ausgewachsen sind,
weiß ich auch nicht. Vielleicht kannst du mal deinen Tierarzt zu Rate
ziehen, der wird dir sicher eine gute Empfehlung diesbezüglich machen
können

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