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Und jeden Morgen grüßt der Feind





Hallo,

mein Hund hat seit ein paar Tagen einen Feind. Besagter rot-brauner Cocker läßt meinen von 0 auf 100 gehen. Ich weiß nicht wieso und warum und kann mich an nichts erinnern aber er haßt ihn.
Nun bringen Cockerhalter und ich die Kinder jeden früh zur Schule und laufen uns so jeden Tag über den Weg. nach den ersten "Ausflippern" bin ich an die andere Frau herangetreten und hab ihr erklärt das ich das Verhalten meines Hundes nicht mag und mit ihm trainiere (nicht das sie denkt ich will sie und ihren Hund ärgern). Leider gibt es trotz Erzieherischer Maßnahmen (clicker und fixier Vermeidung ) irgendwie keine richtige Besserung. D. h. mal besser mal schlechter und immer wieder mal anbellen von einer der beiden Seiten. (Cocker mag uns wohl auch nicht)

Haben eure Hunde auch einen speziellen "Feind" und wie regelt ihr das?

Lg
Katja

-die am liebsten gar keine Feinde hätte-





Huhu Katja.

Wenn es nur dieser eine Feind ist.... dann würde ich versuchen, in Kontakt mit den Besitzern zu treten und eine langsame Annäherung über großen Abstand versuchen, bis die Hunde sich zumindest auf Straßenseitenbreite ignorieren.

So lange, bis das klappt, würde ich vermutlich meinen Hund zu Hause lassen auf dem Schulweg.

??
Antje




@ ANTJE

ich war schon froh das sie mich so verstanden hat das ich mit meinem Hund übe. Ihr jetzt auch noch weiter Übungseinheiten anzu bieten wird bestimmt ein bißchen viel verlangt sein. Aber ich kann ja mal die Straßenseite wechseln wenn es möglich ist - meistens treffen wir uns auf dem Zufahrtsweg( ca. 3 m breit) und sie halten an während ich vorbei eile.

Ich möchte auch ehrlich gesagt die Situation nicht meiden sondern lösen. smilie_8.gif




Um sie gut lösen zu können, kann es aber sein, dass es sinnvoll ist, sie ne Weile zu meiden smilie_14.gif .


Und manchmal ist vermeiden besser als lösen...


Aber wenn Üben nicht geht...

ICH würde MEINEM Hund das nicht jeden Morgen antun.


Gruß
Antje




Ich wollte eigentlich ein paar Erfahrungswerte wie lange so was dauert. Wir "üben" ja jetzt seit 2 Wochen. Aber vielelicht sollten wir mal ne Woche aussetzen. smilie_24.gif




Guggug.

Wie lange das dauert kann man nie sagen.

Wenn dein Hund jeden Morgen die Möglichkeit hat, sein falsches Verhalten zu *üben*, dauert es ungleich länger.

Grüßli
Antje




Ich habe die Erfahrung gemacht, je weniger *Rüdenbegegnungen* ich herbei provoziere, um so besser läuft es bei der nächsten Zufallsbegegnung! smilie_24.gif




Hallo!

Üb mal daheim, Deinen Hund darauf zu trainieren (geht gut mit Clicker-Training) dass er Dich auf ein bestimmtes Kommando z. B. "Schau" anblickt
damit Du seine Aufmerksamkeit hast.

Wenn das gut klappt, wende das Kommando "Schau" und die Belohnung an,
wenn Du den anderen Hund siehst und führ Deinen Hund dann mit dem Kommando weiter.

Allerdings stell ich mir das schon schwierig vor, wenn man auch noch Kinder
dabei hat.

Probier das Kommando vorher in anderen Situationen aus, sonst weiß Dein
Hund bald, dass immer wenn Du "Schau" sagst, sein Feind in der Nähe ist.

Ich denke, dass Hunde sehr viel ehrlicher als Menschen sind, wenn sie einen
anderen nicht leiden können. Es wird dann wirklich schwierig, sie in ihren
Emotionen umzustimmen.

Vielleicht hatte Dein Hund irgendwann mal ein schlechtes Erlebnis mit einem
Cocker oder ähnlich aussehenden Hund, was ihn nun so reagieren läßt.

Cony vom Bodensee




Hallo Katja,

eine Alternative zum Kommando "Schau" falls Dein Hund Spielzeug liebt,
trainier in darauf, in brenzligen Situationen ein Spielzeug auf Kommando ins
Maul zu nehmen (wer den Mund mit einem Spielzeug voll hat, kann nicht
gleichzeitig bellen!).

Das muss aber über einen längeren Zeitraum eingeübt werden in ruhiger
Atmosphäre bevor das dann auch klappt, wenn Du mit dem Hund in brenzlige
Situationen kommst.

Der Sinn dieser Übung ist es, die negativen Gefühle Deines Hundes umzuwandeln in positive Gefühle d. h. immer wenn er in solche brenzligen
Situationen kommt, wird er mit einem Spielzeug abgelenkt, wenn es klappt,
gibt es dann hinterher eventuell noch eine Belohnung.

Bitte denk daran, dass das nicht von heute auf morgen klappen wird, sondern
ein intensives Training erfordert.

Bis das klappt, würde ich den Hund nicht jeden Tag mit seinem "Feind"
konfrontieren, da das die beiden Hunde nur hochstachelt und sicher auch
für Deine Kinder und Dich Stress bedeutet!

Cony




Hallo Cony,

Danke für deine Ausführlichen Ratschläge. "Schau" kennt mein Hund aber in der Situation muß ich es schon 2 mal sagen.

Ich habe nochmal angefangen mit Leckerli und Clicker . Siehe da wir kamen heute ohne gemotze an dem "Cocki" vorbei. Auf dem Heimweg lief er sogar mit größerem Abstand vor uns und bei "Schau" flog der Kopf (der hochtragend den Cocker im Blick hatte) sofort zu mir rum. Also ein bißchen mehr Abstand und C&B und so werden wir weiter kommen. Das ganze auf 2-3 Begegnungen pro Woche beschränkt.

Das muß doch in den Griff zu kriegen sein. Wenn ich mal auf Hundeveranstaltungen gehe kann er doch auch nicht machen was er will smilie_21.gif



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