Also bei uns läuft es auch so, dass erstmal telefonisch oder per E-Mail mit der Staffel Kontakt aufgenommen wird. Der "Zukünftige" kommt dann erstmal ohne Hund - mindestens zweimal.
Dann schaut man sich an, wie Hund und Hundeführer schon harmonieren. Absolutes K.O.-Kriterium ist es, wenn der Hund dauerhafte gesundheitliche Probleme hat bzw. der Hundeführer massive Problem, seinem Hund gegenüber einen respektvollen Umgang zu pflegen.
Nach den ersten "Probetrainings" wird dann eine Probezeit von mindestens 3, manchmal auch 6 Monaten drangehängt.
Ich kann Manuela und Tanja eigentlich auch nur zustimmen, vielleicht weil ich auch davon profitiert habe.
Ich habe damals mit meiner sechsmonatigen Lina mit der Rettungshundearbeit angefangen. Zu dieser Zeit hat sie mir ziemlich gefremdelt und war sehr unsicher an unbekannten Opfern. Der damalige Staffelleiter hat - für mich aus heutiger Sicht gerechtfertigt - entschieden, dass ich mit diesem Hund in dieser Rettungshundestaffel nicht weitermachen brauche. Schluck - ich mein, jeder der auch nur mal mit der RH-Arbeit pausiert merkt schon, dass ihm ziemlich was fehlt. Ich war mit ihr dann total am Boden zerstört (dir fehlt von jetzt auf gleich jeder strukturierte Ablauf, denn man vorher mit dem Hund hatte) und ich bin über Ecken und Umwege zu einer Hundeschule gekommen, die dann das "Hobby-Trailen" anbietet. Und so bin ich irgendwie nach einem Jahr "Pause" wieder zurück zur Rettungshundearbeit (zuerst als Trailer, dann als Freiverweiser auf der Fläche und jetzt als Verbeller) und habe nun einen 3-jährigen Hund, der perfekt am Opfer arbeitet.
Mittlerweile bin ich auch soweit, dass ich sage, dass ich lieber einen super Hundeführer hat, der vielleicht im Augenblick nicht den idealen Hund hat, dafür aber total motiviert ist. Und, dass man manchmal auch über ein paar Umwege wieder zum Ziel kommen kann