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Hat jemand einen Schafpudel & kann darüber berichten? - Seite 3





Hi,

wir leben hier mit einem absolut rassetypischen Strobel.
Ich würde einen Altdeutschen nicht mit einem Shepherd vergleichen...
Die Altdeutschen, die ich kenne sind nochmal ein anderes Kaliber.
Der Altdeutsche bringt meiner Erfahrung nach viel mehr Trieb, vor allen Dingen auch Beute-Schutztrieb und Griff...
Da wird im Gegensatz zum Shepherd nicht auf Aussehen oder Show gezüchtet.

Bei beiden Rassen jedoch macht die Sozialisation beim Züchter und in den ersten Monaten meiner Meinung nach den Unterschied zwischen Traum und Alptraum-Hund aus.

Die Anlage haben sie zu beidem... smilie_24.gif

Ich würde verschieden Hütehundrassen auch in der Haltung nicht "vermischen"...
entweder oder...ganz ehrlich..

LG petra

P.s....unser Hüterling steht immer noch zur Vermittlung aus und gehört in die Kategorie "Traumhund"...







Harzpudel:

Am ehesten könnte man den Schafpudel mit dem Aussie vergleichen. Und wenn man sich die ganzen Aussie-Diskussionen hier im Forum durchliest, bekommt man eine ungefähre Vorstellung, was einen da eventuell erwartet.
Diese Hunde sind nicht zu unterschätzen - trotz ihres niedlichen Aussehens. Es kommt wirklich sehr darauf an, ob der Halter "Führungsqualitäten" hat.
Natürlich mag ich die Schafpudel sehr. Aber man sollte nicht verschweigen, dass sie schwierig in der Fellpflege sind (sie neigen zum Verfilzen), dass sie häufig sehr laut sind (was mit allerdings auch abstellen kann), dass sie unglaublich reaktionsschnell sind (häufig zu schnell für ihren Menschen), dass nicht wenige Schafpudel nicht wenig Jagdtrieb haben, sie häufig misstrauisch gegenüber Fremden sind und manchmal Charakterzüge wie ein Mini-HSH haben.
Durch ihre seltsame Mischung aus Sensibilität und Härte wird es schwierig, einen Hundetrainer zu finden, der mit diesen Hunden adäquat arbeiten kann.
Alles das trifft auf viele Schafpudel zu - aber nicht alles auf alle (oder manchmal doch). Diese Tiere sind reine Arbeitstypen. Inzwischen gibt es Hobbyzüchter, die nach Farben züchten, aber man kann davon ausgehen, dass wenigstens die Grosseltern noch reine Arbeitshunde waren. Und nur darauf wurden sie gezüchtet.
Normalerweise bin ich nicht der Mensch, der sagt, dass zur Hundehaltung auch ein Haus mit Garten gehört. Beim Schafpudel bin ich aber der entschiedenen Meinung, dass er nicht in eine Mietwohnung mitten in der Stadt gehört.
Aber es sind wirklich tolle Hunde - wenn man "so was" mag und damit umgehen und leben kann.
LG
Sabine




Schafpudel sind laut???? ich hab in 10 Jahren meinen Hund kaum mal bellen gehört... es ist ja auch rassenspezifisch, dass diese Hunde absolut keine Kläffer sind.. aber natürlich gibts immer mal Ausnahmen... Mietwohunung mitten in der Stadt ist sicher für die meisten Hunde nicht das tollste.. aber wenn Herrchen/Frauchen für genügend Auslauf und Beschäftigung sorgen, geht das auch.. selbst bei Schafpudeln :-)





marysioux:



wir leben hier mit einem absolut rassetypischen Strobel.
Ich würde einen Altdeutschen nicht mit einem Shepherd vergleichen...
Die Altdeutschen, die ich kenne sind nochmal ein anderes Kaliber.


Natürlich sind die AH ein anderes Kaliber als Aussies. Nur - wenn man die Hunde gar nicht kennt, vermittelt die Charakterbeschreibung der Aussies eine Ahnung, weisst Du? Die IAH sieht das ähnlich und daran habe ich mich orientiert.


Der Altdeutsche bringt meiner Erfahrung nach viel mehr Trieb, vor allen Dingen auch Beute-Schutztrieb und Griff...
Da wird im Gegensatz zum Shepherd nicht auf Aussehen oder Show gezüchtet.


Völlig korrekt.


Bei beiden Rassen jedoch macht die Sozialisation beim Züchter und in den ersten Monaten meiner Meinung nach den Unterschied zwischen Traum und Alptraum-Hund aus.


Da stimme ich Dir bedingt zu. Natürlich spielt die Sozialisation in der Prägephase eine gewaltige Rolle. Aber ich kenne auch etliche AH, die entweder als Welpe aus dem Schafstall heraus verschenkt wurden oder schon eine Weile unter nicht so optimalen Bedingungen gelebt haben und dennoch prächtige Hunde geworden sind. Unser Harzer Fuchs ist da ein gutes Beispiel smilie_24.gif


Die Anlage haben sie zu beidem... smilie_24.gif


Oh jaaaa!!!!


Ich würde verschieden Hütehundrassen auch in der Haltung nicht "vermischen"...
[quote]
Das ist natürlich auch richtig - nur es passiert in der Realität. Es gibt so viele AH-Mixe, die entweder untereinander "vermischt" wurden (z.B. Fuchs x Schafpudel) oder AHs, die mit anderen Hundetypen gemixt wurden.
[quote]
P.s....unser Hüterling steht immer noch zur Vermittlung aus und gehört in die Kategorie "Traumhund"...


Wieso Vermittlung??? Verstehe ich jetzt gerade nicht smilie_7.gif
@Sue
wo hast Du denn das her, dass diese Hunde "rassespezifisch" absolut keine Kläffer seien. über eine seriöse Quelle (nicht irgendwelche Züchterangaben würde ich mich freuen - Danke). Nicht nur mein Schafpudel ist extrem laut (wenn ich ihn lasse - ich schrieb ja, dass man das abstellen kann) - auch andere mir bekannte Schafpudel melden lautstark. Ausserdem solltest Du eigentlich wissen, wenn Du lange Jahre einen Schafpudel hattest, dass es keine "Rasse" mit "rassespezifischen" Eigenschaften ist sondern einer der Schläge der Altdeutschen Hütehunde.
Dass ich es nicht so optimal finde, AH in der Stadt zu halten, hat weniger damit zu tun, ob sie Beschäftigung und Auslauf bekommen sondern generell mit der Umgebung "Stadt", wo Altdeutsche im Allgemeinen und Schafpudel im Besonderen einfach schnell mal überfordert sein können. Ja, ich kenne einige Schafpudel, die in der Stadt leben - ich finde es trotzdem nicht gut.
Just my two cents
LG
Sabine




Harzpudel:

[quote="marysioux"]

wir leben hier mit einem absolut rassetypischen Strobel.
Ich würde einen Altdeutschen nicht mit einem Shepherd vergleichen...
Die Altdeutschen, die ich kenne sind nochmal ein anderes Kaliber.


Natürlich sind die AH ein anderes Kaliber als Aussies. Nur - wenn man die Hunde gar nicht kennt, vermittelt die Charakterbeschreibung der Aussies eine Ahnung, weisst Du? Die IAH sieht das ähnlich und daran habe ich mich orientiert.


Der Altdeutsche bringt meiner Erfahrung nach viel mehr Trieb, vor allen Dingen auch Beute-Schutztrieb und Griff...
Da wird im Gegensatz zum Shepherd nicht auf Aussehen oder Show gezüchtet.


Völlig korrekt.


Bei beiden Rassen jedoch macht die Sozialisation beim Züchter und in den ersten Monaten meiner Meinung nach den Unterschied zwischen Traum und Alptraum-Hund aus.


Da stimme ich Dir bedingt zu. Natürlich spielt die Sozialisation in der Prägephase eine gewaltige Rolle. Aber ich kenne auch etliche AH, die entweder als Welpe aus dem Schafstall heraus verschenkt wurden oder schon eine Weile unter nicht so optimalen Bedingungen gelebt haben und dennoch prächtige Hunde geworden sind. Unser Harzer Fuchs ist da ein gutes Beispiel smilie_24.gif


Die Anlage haben sie zu beidem... smilie_24.gif


Oh jaaaa!!!!


Ich würde verschieden Hütehundrassen auch in der Haltung nicht "vermischen"...


Das ist natürlich auch richtig - nur es passiert in der Realität. Es gibt so viele AH-Mixe, die entweder untereinander "vermischt" wurden (z.B. Fuchs x Schafpudel) oder AHs, die mit anderen Hundetypen gemixt wurden.
[quote]
P.s....unser Hüterling steht immer noch zur Vermittlung aus und gehört in die Kategorie "Traumhund"...


Wieso Vermittlung??? Verstehe ich jetzt gerade nicht smilie_7.gif
@Sue
wo hast Du denn das her, dass diese Hunde "rassespezifisch" absolut keine Kläffer seien. über eine seriöse Quelle (nicht irgendwelche Züchterangaben würde ich mich freuen - Danke). Nicht nur mein Schafpudel ist extrem laut (wenn ich ihn lasse - ich schrieb ja, dass man das abstellen kann) - auch andere mir bekannte Schafpudel melden lautstark. Ausserdem solltest Du eigentlich wissen, wenn Du lange Jahre einen Schafpudel hattest, dass es keine "Rasse" mit "rassespezifischen" Eigenschaften ist sondern einer der Schläge der Altdeutschen Hütehunde.
Dass ich es nicht so optimal finde, AH in der Stadt zu halten, hat weniger damit zu tun, ob sie Beschäftigung und Auslauf bekommen sondern generell mit der Umgebung "Stadt", wo Altdeutsche im Allgemeinen und Schafpudel im Besonderen einfach schnell mal überfordert sein können. Ja, ich kenne einige Schafpudel, die in der Stadt leben - ich finde es trotzdem nicht gut.
Just my two cents
LG
Sabine



Das Schafpudel zu den Altdeutschen Hütehunden gehören wusste ich.. wusstest du auch, dass sie auf dem Index der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen stehen??
Ich hatte meine Hündin von einem Schäfer, der diese Hunde züchtet.. und ich habe eine Freundin die ebenfalls einen Schafpudel hatte.. woher ich weiss, dass das keine Kläffer sind?? Aus eigener Erfahrung.. und berichten von Leuten die ebenfalls Schafpudel hatten/haben.. die Hunde die ich persönlich kennengelernt habe, waren durchweg ruhige Hunde (was nicht heisst, dass sie nicht wachsam waren) sie hatten alle absolut keinen Jagdtrieb, was sie als Reitbegleithund sehr eignete.. vieles kann man mit Erziehung erreichen.. wenn der Hund entsprechende charakterliche Anlagen hat, erleichtert es manches.. ich kann wie schon erwähnt nur von mir und meinen Erfahrungen berichten.. und bin teilweise Baff erstaunt, was ich hier so lese.. anscheinend hatte ich wohl einen absoluten Engel erwischt.. und meine Freundin auch..

achja, was ich noch dazu schreiben wollte... als ich meine Hündin damal gekauft hab, lebten wir noch auf einem Bauernhof.. nach der Trennung zog ich dann mit ihr in eine Mietwohnung am Stadtrand.. sie hat sich recht schnell umgewöhnt.. war in der gesamten Nachbarschaft beliebt, da sie zu allen Menschen sehr freundlich war und als extrem braver Hund bekannt war.. ich habe in den letzten 8 jahren niemals eine Leine benutzt, egal wo ich war.. mein Hund hat IMMER auf das leiseste Wort gefolgt.. meine Begeisterung ist mir wohl anzumerken.. ICH kann über diese Rasse nach über 10jährigem Zusammenleben wirklich absolut nichts Negatives sagen :-)




Huhu Sue,
ja, ich wusste, dass diese Hunde auf dem Index der GEH stehen - nur das "vom Aussterben bedroht" stimmt nicht. Das liegt daran, dass die GEH nur die Würfe der Hündinnen, die die Zuchttauglichkeitsprüfung der AAH bestanden haben und dort auch registriert sind, gezählt hat. Es gibt aber etliche Züchter, die nicht der AAH angeschlossen sind. Vor einigen Monaten hat die GEH eine Umfrage unter AH-Haltern gestartet, um die Hunde - so weit es die Rückmeldungen gestatten - korrekt zu zählen. Inzwischen sind die Schafpudel in die Kategorie III gerutscht - "gefährdet".

Wenn Deine Hündin so war, wie von Dir beschrieben, ist es doch ok. Hatte ich schon geschrieben, dass Altdeutsche sehr unterschiedlich ausfallen? Mein Harzer Fuchs benimmt sich auch nicht wie andere Harzer Füchse. Der Jagdtrieb kommt vor, glaube mir, das kann bei JEDEM Hütehund passieren.
Und ich schrieb auch, dass meiner Meinung nach Altdeutsche nicht gut in ein städtisches Umfeld passen. Das ist eine Meinung - nichts in Stein Gemeisseltes.
Und NEIN - ich kann auch nichts Negatives über diese Hunde sagen - es sind tolle Hunde. Aber man sollte sich nicht vom Teddyblick der wuscheligen Schapus täuschen lassen - es sind Arbeitshunde reinsten Wassers. Und ja, man kann auch ein Exemplar erwischen, dass etwas gebremster in allem ist. Muss aber nicht so sein. In den Tierheimen sitzen viele Altdeutsche, weil die Halter völlig überfordert waren. Deswegen denke ich, sollte man sich da wirklich besser als gut informieren, bevor man sich einen Altdeutschen holt.
LG
Sabine




Hallo Sabine (Harzpudel), da kann ich dir nur recht geben.. und zwar unabhängig welche Rasse man sich ins Haus holen will.. man sollte sich die Anschaffung eines Hundes auf jeden Fall sehr gut überlegen und sich darüber im klaren sein, dass es hin und wieder nicht einfach sein wird.. vor allem sollte man sich auch darüber klar sein, dass trotz aller Infos die man über die verscheidenen Rassen kriegt, sehr viele unterschiede innerhalb der Rassen möglich sind..
meine Hündin war sehr bewegungsfreudig und ausdauernd, aber durch ihre tägliche " Arbeit" als Reitbegleithund sehr sehr ausgeglichen, da sie jeden Tag mit mir ins Gelände ist und wir oft mehrere Stunden unterwegs waren.. wenn das nicht möglich war, dann durfte sie mit dem Schafpudelrüden meiner Freundin rumtoben, solang wir miteinander spazieren waren.. sie hatte auf jeden Fall die Möglichkeit sich jeden Tag auszupowern, was ihr bis zum schluss immer sehr viel spass gemacht hat.. ich denke, dass das ein sehr wichtiger Punkt für alle Rassen ist.. man sollte auf die Bedürfnisse der Hunde eingehen können.. und dies dann auch konsequent tun.. damit würden schon mal viele Probleme erst garnicht entstehen..



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