Viele Fragen um den Ersthund |
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Hallo zusammen!
Wie die Überschrift schon verrät, bin ich auf der Suche nach einem und vor allem dem richtigen Hund für uns. Es gibt hier zwar schon genug Threads darüber und "Es gibt keinen perfekten Anfängerhund" habe ich auch schon oft gelesen. Aber 1. steckt jeder "Bald-Hundehalter" in einem anderen Leben mit anderen Voraussetzungen etc. und 2. gibt es doch Verhaltensweisen, die für eine Rasse typisch sind (Ausnahmen gibt es überall, ich weiß). Deshalb schilder ich mal Umfeld, Wünsche und Anliegen (das 99 % hier wahrscheinlich eh schon kennen). Ich lebe mit meiner Mutter, meiner Großmutter und meiner Tante (körperlich behindert, geistig aber voll da, d. h. sie würde dem Hund nicht am Schwanz ziehen o. ähnliches) in einem Haus. Tante und Oma haben eine extra Wohnung, kleine Kinder gibt es bei uns und auch in der Nachbarschaft keine. Wir leben auf dem Land, haben einen großen Garten welcher am Hang liegt, aber dennoch gut begehbar ist. Außerdem gibts bei uns einige Treppen zu bewältigen. Meine Mutter arbeitet (Arbeitstelle im Haus), was heißt, dass ich mich (fast 17) größtenteils um den Hund kümmern werde. Unsere Wünsche an einen Hund sind (würde ich mal behaupten) eher klein. Er sollte sich gut mit anderne Tieren verstehen und so wenig wir nur möglich Jagdtrieb haben (wir besitzen noch 2 Kaninchen, alleine mit dem Hund und egal welche Rasse werde ich sie aber sowieso nicht lassen). Anhänglich und verschmust, aber auch lebhaft und fröhlich. Ein Anfängerhund (ich weiß, dass es DEN Anfängerhund nicht gibt, aber ein Boxer ist dennoch sicherlich keiner. Ihr wisst, was ich meine?), der sich relativ leicht erziehen lässt. "Leicht erziehbar" im Sinne von intelligent, nicht von Haus aus extrem dickköpfig oder leicht reizbar etc. p.p. Eine Zeit lang alleine sein (ich rede nicht vom ganzen Tag) sollte schon drin sein. Zeit zum eingewöhnen und langsam "alleine-sein" lernen hat er natürlich. Er wird auf keinen Fall am 3. Tag für 6 Std. alleine gelassen... Für Sport darf er sich ruhig auch begeistern lassen. Um für ausreichend Beschäftigung zu sorgen hatte ich nämlich Agility oder eine andere Hundesportart mit ihm bzw. ihr geplant (Spaß von beiden seiten natürlich vorausgesetzt). Im Moment arbeite ich noch daran, dass er einen (ganz) kleinen Raum für sich bekommt und nicht nur ein Körbchen im WohnZimmer (WZ und der Raum trennt nur eine Tür). Das sind ca. 3 m² für Körbchen, wenn er will eine Decke (werds ja merken, wenn nicht gewünscht), Wassernapf, Spielzeug... Der Raum hat ein kleines Fenster, im Winter ist's nicht kalt, im Sommer wird es aber recht heiß. Deshalb wollte ich auch ein Körbchen ins Wohnzimmer stellen, wo an sehr heißen Tagen immer der Ventilator läuft und die Hitze erträglicher ist. Türe ist natürlich Tag und Nacht offen, er könnte also jederzeit ausweichen. Gleich eine Frage: Kriegt man das mit Erziehung auf die Reihe, dass ich auch noch in diesen Raum darf? Müsste, oder? Gibt's da ein paar Tipps? Also an der Türschwelle angeknurrt werden is nicht, sonst bleibt die Abstellkammer gleich Abstellkammer... Da ich noch keine Erfahrung mit Hunden, sondern nur mit Kaninchen und Wellensittichen (der Eine konnte aber Pfote/Füßchen geben, zählt das was? ) habe, wird die Hundeschule von Anfang an besucht.Welpenstunden gibt es ja an (fast?) allen. 4 Stück im Umkreis sind schon in der engeren Wahl und werden demnächst persönlich unter die Lupe genommen. Wie lange ist Auto fahren für einen Welpen denn zumutbar? Immerhin muss ich ja auch irgendwie dahin kommen. Es wäre auch drin, dass ich nach der Hälfte der Strecke mal anhalte(n lasse) und er 15 min. Pause hat. Übrigens suche ich auch noch Literatur oder irgendwelche Stellen, zwecks Information bzw. etwas Erfahrung sammeln. Gibt's da Empfehlungen? Kennt denn jemand den Verband für das deutsches Hundewesen (VDH) und seine Kurse? Ich würde mich gern vorbereiten und fand die Homepage (als Anfänger) sehr ansprechend/ordentlich. Was sagt ihr denn dazu? Vielleicht kann ja auch mal ein Erfahrener drübergucken? Außerdem hatte ich auch den VDH-Hundeführerschein inklusive seiner Vorbereitungsangebote zum Ziel gesetzt. So, wie ich aber inzwischen über die Begleithundeprüfung gelesen habe, dürfte es so ziemlich das selbe sein, oder? Und dann wäre die "Akademie" bzw. die Aus-, Weiter- und Vorbereitungskurse der VDH für diesen Führerschein auch nicht schlecht, wenn's auf die Begleithundeprüfung zu geht, oder sehe ich das falsch? Weil ich hier schon ein wenig über "Prüfungen" gelesen habe: Mir geht es dabei nicht darum, dass er bei "Platz" sofort auf den Bauch knallt. Er soll kommen, wenn ich ihn rufe, nicht hinterm Jogger her rennen und neben mir laufen, wenn er den Befehl dazu erhällt. Mit meiner Mutter habe ich mich auf einen kleinen Hund geeignet, mit Großen haben wir's beide nicht. Sie einmal gebissen, ich ohne beißen einmal angefallen reicht uns persönlich als Erfahrung mit Schäferhund und Hunden gleicher Größe. Liegt natürlich auch an der Erziehung, aber Misstrauen wäre immer da und auf dieser Basis eine Beziehung aufbauen will ich dem Hund und mir nicht antun... Also: ein Kleiner. In der letzten Auswahl stehen jetzt eigentlich 3 Rassen: - Spitz, entweder deutscher Mittel- oder Japanspitz (mein Favorit. Hab hier schon einiges gelesen. Als Ersthund zu empfehlen? Bellen kann man weitgehend abgewöhnen? Bitte um Tipps. Zwicken in die Waden ist auch nicht grad berauschend. Aber das liegt eher an der Tierart Hund und nicht an der Rasse Spitz, oder?) - Havaneser and last but not least - Coton de Tuléar Welchem von diesen Dreien könnte man einem Anfänger wie mir denn am ehsten zumuten? Wenn ihr doch noch andere Vorschläge in Sachen Rasse habt, hör ich die auch gerne und schau sie mir mal genauer an Ein Langhaar (sind ja alle drei genannten Rassen) sind auch in Ordung, bürsten ist jeden oder jeden 2ten Tag drin. Hab ich noch etwas Wichtiges vergessen? Bitte sagen, wenn ja! Achja, einen Clicker wollte ich von Anfang an zur Hilfe nehmen.Gibt's da irgendwelche Einwände? So, ich denke das war jetzt doch recht ausführlich. Wenn trotzdem noch Fragen auftauchen immer her damit, ich will ja immerhin bestmöglich (bzw. zumindest theoretisch) auf den kleinen Racker vorbereitet sein Liebe Grüße mit Bitte um möglichst viele und hilfreiche Antworten, Kathrin |
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Hallo Kathrin, die drei genannten Punkte sind reine Erziehungssache. Wenn du in deiner Nähe eine gute Hundeschule hast, solltest du das hinbekommen. Zu den genannten Rassen kann ich dir leider nichts sagen. Ach so, und Hunde zwicken nicht in die Waden, weil sie Raubtiere sind. Sie tun es, weil der Mensch ihnen keine Grenzen setzt. |
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Spitze kenne ich als sehr lebhaft, arbeitsfreudig und wachsam.
Den Havaneser kannte ich noch nicht, Wikipedia schreibt aber dazu: "Der Havaneser ist ein guter Wohnungshund, zumal er meist nicht kläfft. Er passt gut zu alleinstehenden Senioren, doch lieber ist ihm eine ganze Familie, bei der er im Mittelpunkt stehen kann. Er passt sich seiner Familie an. Er zieht sich zurück, wenn man gerade keine Zeit für ihn hat; und wenn man nicht täglich mehrmals mit ihm spazieren gehen kann, genügt ihm zwischendurch auch ein Garten zum Toben." Ich bezweifle, dass das der richtige Hund ist für Agility. Aber vielleicht hast du auch Spaß an einem solchen Hund. Ich würde gerne eine weitere Rasse ins Rennen werfen. Den Lhasa Apso. Er sieht, wenn man ihn nicht zum Modepüppchen verkommen lässt aus, wie der Havaneser bzw. wie ein geschrumpfter Tibet Terrier. Er ist jedoch extrem lebhaft und in Haus und Wohnung anhänglich bis zurückhaltend und ruhig, draußen aber temperamentvoll und arbeitsfreudig. Er muss nicht arbeiten, aber er wird es gerne tun wenn du das möchtest. Der Lhasa ist unheimlich anpassungsfähig und kann einen erstaunlichen Gehorsam annehmen bei einer gehörigen Portion Sturheit. Der Hund kann alles, aber er wird mit Dir ausdiskuttieren ob er das auch wirklich machen muss. Was Autofahren angeht so kommt es auf das Wesen des Hundes an. Meine Erfahrungen mit einem Podenco waren gut, die Hündin schlief einfach im Auto ein. Ein Border Collie erbrach und bellte oft. Meine Hündin wurde in die Box gepackt und ich merkte nicht mehr, dass ein Hund im Auto war. Vor wenigen Tagen ergab sich eine Autofahrt mit einem 9 Wochen alten Lhasa Welpen. Der Hund zeterte für wenige Minuten und als ihm das außer einem Schnauzgriff nichts brachte legte er sich hin und schlief über eine Stunde (dann musste er welpentypisch mal). Es war seine erste Autofahrt. Was ich sagen möchte, es gibt Hunde die mögen und es gibt Hunde die hassen Autofahren. Es gibt Hunde die akzeptieren es und andere nicht. Manchen kannst du es beibringen andere werden damit Schwierigkeiten haben. |
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Spät aber vielleicht noch hilfreich.
Der Lhasa wird von vielen Besitzern als zickig und leicht aggressiv betitelt, als Ersthund wurde da immer der Havaneser als vorzuziehen geraten. Zur Anmerkung Agility, ich kenne viele Havis, die diese Sportart machen und regelm. Preise abräumen da sie sehr wendig, schnell in der Auffassung sind und ihrem Frauchen/Herrchen gerne jeden Wunsch von den Augen ablesen. Ich habe ja selber drei davon und züchte auch im kleinen Maß, mich bezaubert er immer wieder und ich kann ihn eigentlich nur jedem empfehlen. Fellpflege ist intensiv, da kann es in der Zeit der Fellumstellung schon mal notwendig sein ihn täglich zu bürsten, hinterher reicht es dann wieder etwas weniger. kannst dich auch gerne mal auf meiner HP umschauen dort finden sich viele Infos zu der Rasse. Die Auswahl der Rasse wird immer nicht so einfach sein. Ich habe jetzt einige Spitze erlebt und muss sagen die sind mir zu "hupfig und kläffig" gewesen. Ständig in Bewegung und nicht so zum ab und an mal knuddeln wie der Havi. Der Coton wird mir auch immer sehr positiv in Erinnerung sein, das wäre für mich eine Alternative, aber mir gefällt die Farbvielfalt beim Havi einfach besser. |
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Ich kann dir zu den drei Rassen gar nix sagen, aber von den Voraussetzungen her bin ich bei dir/euch optimistisch. Passt schon - und was nicht passt, wird über HuSchu o.ä. geregelt.
Ich werfe als Rasse aber auch noch den Pudel ein, denn der ist vielseitig einsetzbar und geben tut es den in verschiedenen Größen und Farben. Wir haben auch so ein agiles Monsterchen - absolut lieb und verträglich und und und... |
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Hallo Kathrin,
zur Literaturfrage: ich finde die Bücher von Sabine Winkler klasse, - So lernt mein Hund - Trainingsbuch Hundeerziehung: Das Training planen und umsetzen, Eigene Fähigkeiten verbessern oder auch - Fein gemacht!: Hunde richtig motivieren und belohnen gegen Clicker gibt's keine Einwände - vielleicht hast du die Chance, schon jetzt mal (noch ohne Hund) im einen oder anderen Verein oder Hundeschule vorbeizuschauen und zu lernen? zur Rassefrage: ich kenne keine der drei im wahren Leben, würde die Liste aber auch um die Pudel erweitern, da kenne ich ein paar als Familienhunde, sind echt toll und machen unheimlich viel mit ohne zu übertreiben. Und die gibts in allen Größen |
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Danke Gertrud!!!
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) habe, wird die Hundeschule von Anfang an besucht.
