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Wie halte ich zwei Junghunde davon ab, permanent miteinander zu spielen?


Hildesheim/Braunschweig


Huhu,

ich hab mal wieder ein Problem. Langsam verzweifle ich nämlich an der Situation.
Also, ich habe Lena ja seit über einem Jahr. Sie ist jetzt 1 1/2 Jahre alt und ich bin unglaublich zufrieden mit uns beiden. Wir haben hart gearbeitet, aber eigentlich alle Probleme in den Griff bekommen.

So, nun meinte mein Freund, sich auch einen Hund anschaffen zu müssen. Ich war damit nicht ganz einverstanden, aber er lebt in seiner eigenen Wohnung und da kann ichs ihm ja schlecht verbieten. Wir sind seit 4 Jahren zusammen und daher kennt er Lena auch schon seit ihrem Welpenalter. Und ich glaube langsam, er hat es sich zu leicht vorgestellt und meine Einwände gar nicht richtig verstanden.

Der Hund, in den er sich verliebt hat, ist 1 Jahr alt (war schon mal mein erster Einwand.. Warum unbedingt gleichaltrige Hunde?), furchtbar schlecht erzogen und ziemlich pubertär. Dazu noch ein unkastrierter Rüde (ja, wundervoll, nun muss einer von uns seinen Hund kastrieren lassen.. Nein, wir wollen KEINE Welpen!)

Nun hab ich erstens das Problem, dass ich wieder sehr viel mehr mit Lena arbeiten muss, weil sie sich jeglichen Blödsinn von ihm abguckt, mein Freund gibt sich sehr viel Mühe, aber Erziehung geht nunmal nicht von heute auf morgen..

Ein großes Problem für mich ist, dass die beiden Hunde wirklich immer miteinander spielen wollen. Die Zeit, wo sie freiwillig voneinander lassen beträgt vielleicht 5% des gesamten Tages. Natürlich können wir die Hunde ablegen. Aber meiner Meinung nach ist das nicht der Sinn der Sache, dass der Hund nichtmal was trinken gehen kann, ohne dass gleich wieder Spielereien anfangen. Meiner Meinung nach hat in der Wohnung weitestgehend Ruhe zu herrschen.

Man kann das quasi als Zweithund sehen, ich wollte ja eh SPÄTER mal einen, wenn Lena soweit fertig ist. Aber auf keinen Fall jetzt und auch nicht einen so jungen Hund.

Hm, tschuldigung, ist wohl etwas länger geworden, aber irgendwie musste ich mich einfach mal "auskotzen". Und so richtig weiß ich auch grad nicht, was ich da tun kann, außer die Hunde dauernd abzulegen.



Zirndorf


Mhm, so richtig kann ich dir da auch nicht helfen... Vielleicht ein Abbruchswort einführen, wie zB. "Schluss". Ob das funktioniert, mhm? Da wird dir sicher noch jemand "erfahrenes" einen guten Tipp geben können.
Ich habe mir darüber auch anfangs Gedanken gemacht als mein Urlaubshund auf einen Probebesuch kam. Aber die beiden spielen nur im Garten draußen, wo anders (weder in der Wohnung noch auf dem Spaziergang) möchte der Urlaubshund nicht. Wenn Chila aber könnte würde sich den ganzen lieben langen Tag spielen.


Bedburg


Ich verstehe dich total

Wir haben am Anfang die Beiden einfach toben lassen, weil wir dachten: Naja die werden eh schön müde. Nö, wurden sie nicht.

Dann haben wir beide zwangsweise auf ihre Plätze geschickt, mit dem Ergebnis, dass uns immer 4 Knopfaugen angeschaut haben.

Richtig gut wurde es erst, als wir angefangen haben beide richtig zu führen. Die Beiden sind jetzt richtig relaxed und pennen fast den ganzen Tag,...einmal am Tag bekommen sie nen Rappel und kämpfen ein bisschen miteinander.


Ebersbach


Ich würde 2 Boxen aufstellen, für jeden eine und ihnen abwechselnd und gemeinsame Auszeiten verordnen. Wenn sie abwechselnd draußen sind, können sie nicht miteinander spielen, aber sich frei bewegen.


Lünen


Ja, das A und O ist Führung. Ich würde prinzipiell in der Wohnung das Toben verbieten! Abbruchsignal und Bewegungseinschränkung. Ich habe morgens bis mittags meistens 4 - 5 Hunde hier (4 Jahre, 2 Jahre, 1 Jahr, 8 Monate und 3 Monate) und das wäre ja total das Chaos, wenn die hier die Bude rocken würden!


Hildesheim/Braunschweig


Abbruchsignal.. Hört sich gut an. Aber wie genau setze ich das durch? Wie gesagt. Bisher hab ich keine andere Möglichkeit, als beide abzulegen. Und ich find nicht, dass das der Sinn der Sache ist, dass beide Hunde dauernd auf ihren Plätzen liegen müssen.

Führung klingt prinzipiell gut. Aber WIE genau sieht das aus?


Bedburg


Ich habe die Grundbausteine von der Rudelharmonie DVD umgesetzt: Bewegungseinschränkung, gemeinsame Bewegung, Zuneigung (unabhängig vom "Rang" des Tieres, Zuneigung bekommt der ruhigste Hund also der bekommt zuerst Futter, Streicheleinheiten, wird zuerst angeleint etc.)

Der Rest hat sich von alleine gegeben.


Feldkirchen


Hallo!

Ich würde wie Simone das spielen in der Wohnung komplett unterbinden. Gespielt werden kann draußen
Wir handhaben das seit langem so, wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin (da sind insgesamt dann 7 Hunde im Haus) und sind bisher gut damit gefahren.
Dazu würd ich die beiden Rabauken, so bald sie anfangen zu spielen, auf ihre Plätze bringen und dafür sorgen, dass sie auch da bleiben. Kann am Anfang etwas nervig und anstrengend sein, aber wenn man sich da durchsetzt, hat man hinterher auch Ruhe. Mitleidheischende Blicke von den Hunden, wenn sie auf ihren Plätzen bleiben müssen, würde ich komplett ignorieren, dann sollte das auch bald aufhören.

LG Anja


Bedburg


Und wir haben angefangen sie früher zu stoppen, wenn sie in irgendwelchen Situationen hibbeliger wurden, dadurch wurden sie viel ruhiger und haben auch öfters geruht.


Hildesheim/Braunschweig


Naja, wie gesagt, ablegen kann ich sie ja ohne Probleme. Die bleiben auch da. Das Problem ist, dass ich den Hunden nicht zumuten möchte, die ganze Zeit an einer Stelle rumzuliegen.

Ich werd auf jeden Fall mal die Tipps von Gwenni beherzigen.

Problem ist halt auch, dass die Hunde ja nicht permanent zusammen sind. Ich wohne ja woanders. Und je nach Zeit und allem drumherum bin ich entweder mal wochenlang durchgehend da oder nur 1-2 Tage.. Mal jede Woche, mal nur alle 2-3 Wochen. Da kommt halt keine Regelmäßigkeit rein.

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