Goldimplantation





Hallo,
gestern wurde bei meiner Mona (2 Jahre, Golden-Retriever-Mischling) beim TA HD festgestellt.
Angefangen hat alles vor etwa 1 Jahr, da ist mir zum ersten Mal aufgefallen, daß sie hinten schlechter hoch kommt. Da hat der Ta noch gemeint, das wäre nur eine Zerrung. Sie hat dann Rimadyl bekommen und dann wars auch besser. Es ist aber immer wieder gekommen, zuletzt ist sie auch komisch gelaufen. Der TA hat dann gemeint, ihre Wirbelsäule wäre krumm, daran läge das.
Nachdem es aber immer schlimmer geworden ist, wurde sie jetzt gestern in Narkose gelegt und geröntgt. Beide Hüften sind total kaputt:heul:.
Jetzt will er mich nach München in die Uniklinik überweisen, da soll sie dann operiert werden. Er hat gesagt, es gibt keine Alternative, da wir schon sämtliche Schmerzmittel durch haben, barfen tun wir auch, aber es wird eher schlimmer. Physiotherapie hat auch nichts gebracht, es schien ihr eher unangenehm zu sein.
Der TA hat gesagt, man kann die Nerven durchtrennen, das wäre nicht ganz so teuer. Künstliche Hüften sollen wohl gleich ein paar tausend Euro kosten, das kann ich mir nicht leisten. Ich hab schon einen Kredit laufen.
Letzte Nacht hab ich gegoogelt, bin aber auch nicht schlauer geworden, weil jeder etwas anderes empfiehlt.
Was haltet ihr von einer Goldimplantation, meine Physiotherapeutin hat so etwas erwähnt?
Hat jemand Erfahrungen mit einer Goldimplantation, wie läuft soetwas ab?
Bitte, ich bin für jeden Hinweis, egal ob dafür oder dagegen, dankbar.
Liebe Grüße
Claudia





Nerven durchtrennen wär doch eine Idee.

Ansonsten würde ich es erstmal mit einer normalen Akupunktur versuchen, bevor ich gleich eine Goldakupunktur machen lasse und mal schauen, wie es anschlägt. Nicht, dass es davon schlimmer wird, das gibt es nämlich auch. Und mit Goldimplantaten siehst du bzw. Mona dann alt aus.

Jemand hier im Forum schrieb was von einer Neuraltherapie, das klang auch ganz interessant.




Hallo,
wenn du gute Infos über Goldimplantation suchst, empfehle ich dir Dr. Horch. Schau mal unter http://www.dr-horch.de oder unter http://www.goldtreat.de
Auf der Seite von Dr. Horch ist auch ein Film zu sehen, wo du schaun kannst wie so eine Goldimplantation abläuft.
Vorsicht mit Goldakupunktur, das ist etwas anderes.
Liebe Grüße
Susanne




dackele:

Hallo,
wenn du gute Infos über Goldimplantation suchst, empfehle ich dir Dr. Horch. Schau mal unter http://www.dr-horch.de



Jepp - und ist auch wesentlich näher von Heroldsberg nach Schweinfurt, als nach Berlin.
Habe da auch bisher nur Gutes gehört.

Mit Rusty war ich wo ganz anders in Franken und habe da auch sehr gute Erfahrungen mit Goldakupunktur gemacht.




Huhu,

Teddy, der Hund von meiner Mitbewohnerin, ist von Herrn Rosin vergoldet (und verplatinumt) worden.

Gemacht worden ist es in der Tierklinik am Röthensteig in Nürnberg.

Teddy hat beidseits schwere HD mit Arthrosen und durch den achten Lendenwirbel einen leichten Bandscheibenvorfall und ist jetzt drei Jahre geworden.

Vorher bekam er täglich Metacam in der höchsten Dosis. Nun, seit einiger Zeit nix mehr.

Er ist total agil geworden, kann gut zwei Stunden am Vormittag spazieren gehen und ist dann abends wieder fitt.

Ich hab ihn danach auch mal gefilmt.

So sah er aus:

http://www.youtube.com/watch?v=VsU8hjQrD68

http://www.youtube.com/watch?v=yrMsn25Y9AI

LG Theresa




dackele:

...wenn du gute Infos über Goldimplantation suchst, ...
Vorsicht mit Goldakupunktur, das ist etwas anderes.



Umgekehrt wäre es wohl richtiger. Goldakupunktur wird seit mehreren Jahrzehnten von inzwischen vielen Anwendern sehr erfolgreich praktiziert, während die "Quirle" erst seit wenigen Jahren im Einsatz sind.
Die Behauptung eines mit der neuen Methode aggressiv werbenden TAes, die höhere Wirksamkeit der neuen Methode in Bezug auf Schmerzlinderung und Entzündungshemmung sei wissenschaftlich bewiesen, ist schlicht falsch.
Ich habe die von ihm "als Beweis" angeführten Studien im Original gelesen. Die eine "beweist" eine Wirksamkeit von Gold an sich, wurde aber mit der herkömmlichen "Akupunkturmethode" gemacht, also genau mit der Methode, gegen die dieser TA so vehement vorgeht. Die andere beweist lediglich, dass die größere Oberfläche, die sich durch die Verwendung von gedrehtem Draht statt kleinen Körnchen ergibt, offenbar zu einer schnelleren und weitreichenderen Verteilung von Goldionen im Gewebe führt.
Daraus eine bessere Wirkung zu folgern, ohne dann auch in Betracht zu ziehen, dass es möglicherweise auch eine Erhöhung von Nebenwirkungen geben könnte, halte ich medizinisch für fahrlässig.

Bezogen auf die Durchführung der Studie möchte ich folgendes anmerken:

1. Die Studie wurde gar nicht gemacht, um Akupunktur und Implantate bzw. Körnchen mit Quirlen zu vergleichen, sondern, um ganz allgemein erstmal zu gucken, auf welchem Prinzip die Wirkung von Gold, wenn es denn wirkt, vielleicht beruht. Der Titel der Studie: "In vivo liberation of gold ions from gold implants. Autometallographic tracing of gold cells adjacent to metallic gold." Passt gut zu anderen Arbeiten des Profs, die sich viel mit Geräten befassen, die Metallspuren in Geweben nachweisen können.
2. Der veröffentlichte Studienbericht enthält zu keinem der für die Behauptung relevanten Punkte, Zahlen, sondern nur Wischi-Waschi, wie "deutlich mehr Ionen" und "viel weiter entfernt".
3. Die Studie trifft Aussagen darüber, wohin das Gold wandert und wie es sich verteilt. Ob dieser Effekt für Schmerz- und Entzündungsreduktion verantwortlich ist? Darüber stellt der Studienleiter Vermutungen an, die, das muss man zugeben, von den von ihm dabei zitierten Studien gestützt werden. Aber ein Beweis, wie von anwendenden TÄen behauptet, ist das aus wissenschaftlicher Sicht noch lange nicht.
4. Es gibt nur diese eine Studie, für die 37 Ratten gestorben sind, von denen 27 mit Körnern und 10 mit Quirlen implantiert wurden (auf Akupunkturpunkte wurde nicht geachtet, das Gold wurde überall hin gepackt). Die Versuchsdauer betrug 3 Monate. Mehr Studie gibt es dazu nicht, klarer: Es gibt überhaupt keine Studie, deren Ziel die Klärung der Frage ist, ob Gulasch an Akupunkturpunkten besser oder schlechter wirkt als Hackfleisch irgendwo in der Nähe vom "Aua". Inzwischen wird die neue Methode seit einigen Jahren angewandt, aber noch überwiegen die Langzeiterfahrungen mit der herkömmlichen Methode.
5. Nehmen wir mal an, der schmerzlindernde Effekt beruht tatsächlich auf der größeren Oberfläche, dem Mehr an Ionen und dem größeren Einzugsbereich. Dann schließt sich daran doch auch die Frage an, ob so nicht auch die Gefahr von Nebenwirkungen, Allergien, einem überstimulierten Immunsystem und Unverträglichkeiten größer ist.

Nicht, dass man mich falsch versteht: Ich habe nichts gegen die neue Methode an sich, im Gegenteil: Man hört überwiegend von positiven Ergebnissen.

Nur sind mir neben der mangelhaften wissenschaftlichen Arbeit noch ein paar andere Dinge unangenehm aufgefallen. So habe ich vor etwa einem Jahr in einem anderen Forum unter anderem moniert, dass die dänische Herstellerfirma jedenfalls auf der deutschen Internetpräsenz bemüht war, zu verschleiern, dass der Professor, der die obige Studie gemacht hat, auch Geschäftsführer der Firma ist. Es dauerte nicht lange, da wurde die Angabe auf der Homepage ergänzt. Allerdings verschwand der Diskussionsthread auf wundersame Weise im Nirwana. Das ist dann noch in zwei weiteren Foren so ähnlich passiert, nachdem Dr. Aggro auf den Plan trat.
Mir egal. Ich lass' mich nicht gerne für dumm verkaufen und werde eben misstrauisch, wenn Menschen es nötig haben, eine neue Methode zu be- und damit eigene Kunden anzuwerben, indem sie Halbwahrheiten und Vermutungen verbreiten, andere TÄe und Methoden diskreditieren und *freiwillig selbst zensiert, weil ich es nicht mehr beweisen kann, sind jetzt vier Foren*. Und dann aber den Begriff Akupunktur selbst verwenden, damit man bei guugemal schneller gefunden wird...

Nochmals zur Klarstellung: Ich möchte weder die fachliche Kompetenz des TAes noch die neue Methode in irgendeiner Form kritisieren.
Aber ich finde es ungeheuerlich, wenn zu reinen Werbezwecken fälschlich vor einer Methode gewarnt wird, die seit mehreren Jahrzehnten Tausenden von Hunden geholfen hat.
Keine Therapie hat eine Erfolgsquote von 100%.










niwikla:


Keine Therapie hat eine Erfolgsquote von 100%.





Hmmm ... dem muss ich eigentlich widersprechen.

Mein Rüde hat einen Bandscheibenvorfall im 5. Halswirbel (wurde im CT diagnsotiziert). Es stand zu Auswahl: OP oder RGB. Wir hatten ca. 6 Wochen Zeit um eine Entscheidung zu treffen, da das gelegte Kortiosndepot bis dahin abgebaut war.

Wir suchten dringend zu obigen beiden Mögllichkeiten, eine dritte - und fanden sie.

Wir wurden in einer kleine Tierarztpraxis Nähe Ansbach vorstellig, die sich auf TCM und Goldakupunktur mit speziallisiert hat.
Mitte Augus 2007 wurde die GA durchgeführt - seit dem ist mein Rüde komplett schmerzfrei.

Ich würde jetzt laienhaft sagen, dass das eine Erfolgsquote von 100% ist.

Zur "Methode" selber kann ich nichts sagen. Mir ist letzendlich egal ob Körnchen, Quirlen oder sonstiges akupunktiert wurden/werden. Für mich ist das Ergebnis wichtig - alles andere dazwischen überlasse ich dem Therapeuthen, zum dem ich volsltes Vertrauen haben muss, sonst gehts eh schief.
Und ich persönlich habe lieber einen Tierarzt vor Ort, zu dem ich innerhalb kürzester Zeit gehen kann, als durch halb Deutschland zu fahren.

Was mich zu dem Thema allerdings noch interessiert und vielleicht mir jemand Auskunft geben könnte.
Wann wird mit Gold gearbeitet, wann mit Platin?




Hallo,

ich kann nur zu einer Goldakupunktur raten. Ich würde es jederzeit wieder machen lassen.

Mein Leines (Schäferhund-Mix) hat hinten beidseitig hochgradige, arthrotische HD. Bei ihm war es so schlimm, daß er im Grunde kaum noch laufen konnte, es aufgrund seines superhohen Triebes mit der Neigung zur Hyperaktivität aber trotzdem tat. Beim Laufen jaulte er nur nur noch, Schmerzmittel halfen überhaupt nicht mehr. Durch die Fehlbelastung humpelte er auch vorne und sein Rücken war völlig verspannt. Gefressen hat er vor Schmerzen auch nicht mehr vernünftig (das wurde mir aber erst hinterher klar, daß es daran liegt). Physiotherapie hat bei ihm auch nichts gebracht, da es ihm einfach nur noch weh tat, und hat sich dieser entzogen. Eine Hüft-OP wäre auch nicht möglich gewesen, da die andere Hüfte das ganze nicht ausgehalten hätte.

Bin dann auch auf die GA gestoßen. Ich war bei Dr. Rosin in Berlin (Hansini hat den Link ja schon eingestellt) und würde nie wieder irgendwo anders hingehen. So viel Kompetenz und Einfühlungsvermögen habe ich selten erlebt. Und er wußte genau, was er tat. Da saß jeder Handgriff. Das Ergebnis heute ist, daß Leines nicht eine Schmerztablette mehr braucht, wirklich 100% schmerzfrei ist. Er rennt und tobt und springt, ohne irgendwelche Probleme zu haben. Wenn man ihn heute so laufen sieht, denkt man nicht, daß er etwas hat. Nur an seinem Gangbild sieht man es noch ganz leicht. Was früher undenkbar gewesen wäre, ist heute kein Problem mehr. Ich longiere ihn sogar und mache auch Agility mit ihm. Es macht einfach nur noch Spaß, ihm zuzugucken und zu erleben, wieviel Lebensqualität er gewonnen hat. smilie_11.gif smilie_11.gif smilie_11.gif

Dafür noch mal ein ganz großes DANKE an Dr. Rosin. Ich habe mich da wirklich mehr als gut aufgehoben gefühlt.

Ich möchte dich aber davor warnen, zu irgendeinem TA zu gehen, der die GA anbietet. Ich habe mit wahnsinnig vielen Ärzten telefoniert und war zutiefst erschrocken, was die teilweise von sich gaben. Bitte achte da genau drauf und hör dich gut um, wo die anderen zufrieden waren. Ich für meinen Teil bin lieber weiter gefahren, konnte dann aber sicher sein, daß es auch vernünftig gemacht wurde. Denn noch mehr Probleme wollte ich meinem Kleinen echt nicht antun.

Ich wünsche euch ganz viel Glück, daß alles gut wird. Halt uns doch bitte auf dem Laufenden, wie es weitergeht und wofür du dich entschieden hast. anfang




niwikla:

dackele:

...wenn du gute Infos über Goldimplantation suchst, ...
Vorsicht mit Goldakupunktur, das ist etwas anderes.




5. Nehmen wir mal an, der schmerzlindernde Effekt beruht tatsächlich auf der größeren Oberfläche, dem Mehr an Ionen und dem größeren Einzugsbereich. Dann schließt sich daran doch auch die Frage an, ob so nicht auch die Gefahr von Nebenwirkungen, Allergien, einem überstimulierten Immunsystem und Unverträglichkeiten größer ist.

Nicht, dass man mich falsch versteht: Ich habe nichts gegen die neue Methode an sich, im Gegenteil: Man hört überwiegend von positiven Ergebnissen.







Ich bin Nutznießer - kein Wissender, aber neugierig.

Danke für Deine ausführliche und für mich gut nachvollziehbare Aufklärung.

Da ich selber seit Jahrzehnten die Akupunktur als primäre Behandlungsform an mir bei Bedarf von Wissenden und nicht Laien anwenden lasse, kann ich Deine Schlussfolgerung in Bezug auf Implantatsetzung nur bestätigen.

Denke es ist hier wie mit allen alten Weisheiten. Es ist nicht die Ausschließlichkeit und nicht die Dosis, die seit Jahrtausenden den Erfolg dieser Behandlungsart ausmacht.

Aber typisch westliche Schlussfolgerung. Was in kleiner kurzer Dosis hilft, muss dauerhaft gesetzt noch besser helfen. Damit wird die Methode auf den Kopf gestellt.

Bei der Akupunktur ist ja gerade die relativ kurze Anwendungszeit und damit Stimulation der Selbstheilungskräfte das Ziel.

Dauerhaft gesetzte Implantate die tatsächlich den Akupunkturpunkt getroffen haben, können zu Krämpfen, Übelkeit und Schmerzattaken führen.

Habe dies selber an mir ausprobiert. Hab mir vor 30 Jahren eine Dauernadel setzen lassen, gegen das Rauchen, die den Akupunkturpunkt wirklich getroffen hat. Die läßt man sich aber nach ein paar Tagen schnellstens wieder rausnehmen.

Habe aus Eigeninteresse vor 2 Jahren als Versuchsperson an einer Studie der Uni München teilgenommen. Auch daraus habe ich die Erkenntnis gewonnen.

Nach wie vor als Schwierigkeit, ist die Treffsicherheit smilie_6.gif smilie_6.gif

Wenn er natürlich nicht getroffen ist, nutzt und schadet er dem Körper nicht.




Zufällige Themen
Thema Antworten Aufrufe
Hier!
12 2344
Tessa ist meinem Mann ausgebüxt und nach Hause gelaufen!
27 5308
An der Leine Fuß gehen?
4 4982
Schlechte Welpenstundenerfahrung
6 3397
Schnuppern an den Händen
5 2304
Impressum
Powered by: phpMyForum 4.1.16 © Christoph Roeder