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Hund jault permanent wegen läufiger Hündinnen...


Stuttgart


Unser Mischlingsrüde ist jetzt 18 Monate alt und wird wohl langsam erwachsen... Wir wohnen direkt am Stadtpark, die Gassistrecke der Stadt. D. h., ständig sind auch läufige Hündinnen unterwegs. Seit einiger Zeit dreht unser Hund deswegen fast durch. Er jault ständig, bellt, rennt durch's Haus, kratzt an den Türen...

Er hechelt dann auch wie wild und atmet heftig. Leider haben wir noch keinen Weg gefunden, ihn zu beruhigen. Ein scharfes "nein" nützt gar nichts. Wenn man beruhigend auf ihn einredet, ist ein paar Momente Ruhe, bis er dann wieder losjault.

Das geht manchmal die halbe Nacht so... Nicht nur, dass wir mal wieder genügend Schlaf bekommen sollten, auch unser Hund ist fix und fertig.

Was für Möglichkeiten gibt es hier?

Danke!



Bonn


Grüße,

wenn es wirklich so schlimm ist, dass euer Rüde wirklich leidet, dann würde ich mit dem Tierarzt sprechen und testen, ob es durch eine Chemische Kastration besser wird.

Falls ja, wäre dann wohl eine Kastration anzuraten.

gruß
sabine


München


Du könntest es erstmal mit Mönchspfeffer (agnus-castus) probieren.


Duisburg


Junimond:

Grüße,

wenn es wirklich so schlimm ist, dass euer Rüde wirklich leidet, dann würde ich mit dem Tierarzt sprechen und testen, ob es durch eine Chemische Kastration besser wird.

Falls ja, wäre dann wohl eine Kastration anzuraten.

gruß
sabine

Originalbeitrag




DENKANSTOß:

Wieso soll ein Hund leiden nur weil er sich gerade artgerecht verhält?



LG




Flensburg


hunde-versteher:

DENKANSTOß:

Wieso soll ein Hund leiden nur weil er sich gerade artgerecht verhält?



Weil er sein artgerechtes Verhalten nicht ausleben kann vielleicht? Wenn man ihn das ausleben ließe, würde das bedeuten das er Welpen in die Welt setzt, und das muss ja wohl nicht sein?


Kreis Birkenfeld, RLP


Nicht jeder Rüde in einem Rudel kommt zum Zuge.
Aber - es ist leiden. Der Hund hat Stress. Stress ist schlecht.
Ich würde kastrieren. Allein meiner Nerven wegen ...


Velbert


Nun er wird langsam erwachsen und auch Rüden müssen erst lernen damit umzugehen. In dem Alter um 18 mon. spielt eh alles im Hundekopf verrückt, wenn der Duft der Damen noch dazu kommt kann es schon mal nervig werden.

Auch in der Natur kommt nicht jeder Rüde zum Zuge und muß damit Leben. Seht das nicht immer so fürchterlich Menschlich. Abgesehen davon haben auch Hunde die Möglichkeit der Selbstbefriedigung

Von daher hört auf ihn zu betüddeln und nehmt ihm in den Gehorsam. Übungen machen zum Ablenken und nicht trösten. Hund wirklich müde machen

Kann sein, das er trotzdem nicht aufhört zu Janken, nicht frißt, etc. Dann müßt ihr schauen ob eine Kastra nicht für alle einfacher ist. Würde aber erst einmal die chemische Kastra probieren Denn die ist wieder Rückgängig zu machen.

Eine Kastration hat auch immer Nebenwirkungen, wenn die bei eurem Rüden auffällig unangenehm sind hört das bei der chemischen nach 6 mon wieder auf

Gruß Iris


Stuttgart


Danke für eure Einschätzungen/Tipps! Wir waren eigentlich gegen eine Kastration, aber das war, bevor der Hund Tag und Nacht rumjault...

Als erstes werden wir es mal mit dem Mönchspfeffer versuchen, der nächste Schritt wäre auf jeden Fall erst mal eine chemische Kastration. Möchte nicht unnötig an ihm rumschnippeln lassen und erst schauen, was/ob es wirklich bringt.

Aber wahrscheinlich ist es in unserer Wohnlage schon ein bisschen schwierig für so einen Rüden...

Danke!


Osdorf


In der schönen "freien Natur" ist ein Hund auch selten 365 Tage im Jahr von läufien Hündinnen umgeben...

Wenn es den Hund so sehr streßt, würde ich eine chemische Kasrtration empfehlen, selbst wenn man diesen Hund dazu erziehen kann, äußerlich ruhig zu sein, wird er innerlich trotzdem unter Streß stehen. Das verbessert die Lebensqualität nicht unbedingt.


Berlin


In der "schönen freien Natur" ist ein junger Rüde auch meist nicht ohne Anwesenheit von anderen älteren Rüden mit läufigen Hündinnen konfrontiert.

Und da reguliert sich das "Wollen" dann auch auf recht hündische Weise.

Ich erlebe das selbst bei meinen drei Jungs. Es ist vollkommen klar, wer dürfte und wer nicht. Und der, der eben nicht Vorrang hat, der regt sich darüber auch nicht auf.

Wobei noch nicht mal mein Ältester (der in der Gruppen-Hierarchie dürfte) sich aufregt, solange die Dame nicht direkt vor ihm steht. Und das war auch so, als er noch alleine war.

Erstmal: Auf keinen Fall beruhigend auf ihn einreden! Das ist bei dem Verhalten wie bei anderen Verhaltensweisen auch: Es verstärkt nur!
Bitte nach Möglichkeit garnicht drauf eingehen und sich selber die Haltung zulegen "es gibt keinen Grund sich aufzuregen". Diese mentale Einstellung von Dir kann schon einen Unterschied machen.

Bitte darüber jetzt nicht lachen, aber ich habe viel Kontakt zu Rüdenbesitzern. Da ich in einem Rassehundzuchtverein bin auch zu welchen, deren Rüden decken. Und es gibt schon eine Tendenz, wie sich Rüden verhalten, je nachdem, wie die Menschen denken, wie sie wohl reagieren würden.

Im Klartext: Es haben eher diejenigen z. B. Verhaltensänderungen des Rüden nach dem ersten Deckakt, die schon vorher darüber sprechen, daß das so wäre. (Und solche Leute sind dann super erstaunt, wenn ich berichte, daß bei meinen Hunden das garnicht so war.)

Ein wenig hilft vielleicht, wenn man sich klarmacht, daß in der freien Natur auch nicht jeder zum Deckakt kommt, und daß die, die eben nicht dazu kommen, auch ohne Psychiater überleben.
Zu meinem Ex-Mann hab ich mal gesagt: "Du bist hier der ranghöchste Kerl und damit ist klar, wer ran darf und wer nicht."

Allerdings gibt es durchaus auch hypersexuelle Rüden und denen hilft wirklich nur die Kastration. Denn deren Sexualtrieb ist so übersteigert, daß er anders nicht regulierbar ist. Ein Bekannter von mir hatte so einen Golden Retriever - er bedauert bis heute, daß er erst recht spät kastriert hat, denn den Hund hat die Kastration wirklich entlastet.

Grüsse,

Claudia

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