Wer hätte DAS gedacht!





Hallo Leute, ich muß mir was von der Seele schreiben.

Ich habe ja seit Jahren eine generalisierte Angststörung, die ich aber durch Therapie sehr gut
meistere.
ABER: seit Jahren habe ich dauernd Bauchschmerzen, fühle mich sehr oft schlapp und kaputt, aber die Befunde ergaben immer nichts, also
wurde gesagt, das liegt ALLES an der Angststörung. Ich wäre halt so.

Vor 2 Wochen waren die Schmerzen wieder mal so arg, dass ich wieder beim Arzt war und ICH habe darauf bestanden, das mein Blut auf Bakterien und Viren getestet wird, und auf Laktose-Intoleranz. Eine Freundin hat mir das geraten.

Vor 2 Tagen, wir waren gerade auf der Autobahn unterwegs in den Urlaub, rief mich meine Ärztin an und teilte mir mit, dass ich
1. eine ausgeprägte Laktose-Intoleranz und
2. eine chronische Epstein-Barr-Virusinfektion habe (also seit mehr als 15 Jahren)

Die Laktose-Intoleranz ist ja heute dank A****Soja und Mi***L -Produkten kein Beinbruch mehr.
Damit kann ich gut umgehen.

Die Infektion ist da schon schwieriger, da sie ja nie wieder wirklich weggehen wird. Da kann man nur mit alternativen Heilmitteln unterstützen, was ich ja
nach dem Urlaub auch angehen werde.

Meine eigentlich untypischen Beschwerden für Pfeiffrisches Drüsenfieber sind im Nachhinein eigentlich gar nicht so untypisch, wie mein Heilpraktiker mir gestern telefonisch mitteilte.
Mein Krankenblatt ergäbe jetzt einen Sinn. Und selbst die psychischen Beschwerden könnten
unter Umständen auf die Infektion zurückzuführen sein.

Ich frage mich, warum keiner eher mal auf die Idee gekommen ist, das zu testen. Wieviele
Schmerzen wären mir wohl erspart geblieben und wieviel Tränen nicht geweint worden, weil mir immer eingeredet wurde, die Bauchschmerzen wären psychisch.
Oh man!

Jetz versuche ich erstmal, meinen Urlaub zu genießen. Den hab ich mir jetzt auch verdient smilie_24.gif









Unglaublich nach 15 Jahren smilie_20.gif smilie_20.gif smilie_20.gif

Hoffentlich kann Dir jetzt geholfen werden, geniesse Deinen Urlaub und danach....
ran an den Feind kuss




Ja, es ist unglaublich, aber es passt!

Wie oft probiert ein Mediziner das eine oder andere, weil er einfach nicht darauf kommt, dass die Beschwerden nicht nur psychosomatisch sind sondern eben aufgrund einer (seltenen) Autoimunerkrankung.

Und manche quälen sich da noch viel länger!

Cheri, schön, dass du jetzt eine Diagnose hast, damit kannst du nun wenigstens etwas tun!


winken

Rosi




Da fehlen einem fast die Worte. Erst nach 15 Jahren eine Diagnose - hammerhart. wall




Ja, manchmal kommen Ärzte nicht auf die eigentliche Krankheit. Grad bei Lactoseintoleranz hab ich das schon öfter gehört. Schön für dich, dass es jetzt gefunden wurde und du richtig behandelt werden kannst.
Erhol dich erstmal richtig im Urlaub!




Ja, mir ging es letztes Jahr so. Ich hatte ständig körperliche Beschwerden, fühlte mich schlapp, depressiv, ausgelaugt - einfach krank und bin von Klinik zu Klinik, wurde mit Schmermitteln und Antibiose vollgepumpt, bis die Uniklinik Münster eine Lactoseintolleranz herausfand, ausgelöst durch eine starke Magendarmgrippe und verschlimmert, durch die Mittel, die sie mir reingepumpt haben. Nun esse ich fast lactosefrei und es geht mir bestens.




Na dann rücken wir dir mal die daumen das du wenigstens weniger schmerzen hast !




Hallo @ all, danke für eure Antworten kuss




Ach ich bin froh, dass Du eine Diagnose hast, denn jetzt kann man etwas dagegen tun und wenn auch nur symptomatisch.

Meine kleine Schwester ist ebenfalls so lange wie Du mit schlimmen Beschwerden von Arzt zu Arzt gelaufen und oft haben die Ärzte gemeint, sie wäre ein Hypochonder oder haben Untersuchungen und Behandlungen gemacht, die total sinnlos aber oft schmerzhaft waren. Nach vielen Jahren und dem richtigen Arzt, stellte man dann Multiple Sklerose fest. Die Diagnose ist zwar hammerart und schlimm aber sie sagt, die Jahre davor waren schlimmer.

Allerdings hat sie jetzt das andere Extrem, nämlich das ALLES was sie hat, auf die MS geschoben wird (zum Beispiel eine "simple" Sehnenscheidentzündung")




Hallo Pablitea, das tut mir echt leid für deine Schwester, doch ich kann sie gut verstehen, dass
sie erleichtrt ist, dass sie endlich weiß, was ihr fehlt. Es ist soo schlimm, wenn man gesagt bekommt "das bilden Sie sich ein".
Und man zweifelt ja auch irgendwann an sich selbst.
Wie alt ist denn deine Schwester?



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