Gestern hatten wir ein Treffen mit Mörtls Eltern....





Hallo,

nach etwas längerer "Hundeforum-Abstinenz" melden wir (d. h. Mörtl und ich) uns mal wieder....und haben gleich eine Frage an Euch smilie_6.gif

Gestern hatten wir ein Treffen mit Mörtls Hundeeltern und einem seiner Brüder. Wir hatten uns schon sehr lange darauf gefreut, endlich mal seine "Familie" wiederzusehen, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erkennen und die "Besitzer" von Mörtls Eltern wieder zu treffen.

Leider war es dann doch nicht so schön, wie wir erwartet hatten. Mörtl ist ein sehr verträglicher, fast 16 Monate alter Rüde (Dobi-Rotti-Mix), der mit eigentlich mit allen Hunden wunderbar klar kommt. Er ist kein Raufer, hat keinerlei Leinenaggressionen - er ist nach kurzen Begrüßungen immer eher reserviert und orientiert sich an seinen Menschen. Außer wir treffen einen Hund, der ihm supersympathisch ist, dann wird auch mal ausgiebig getobt. So, dies als kleine Vorgeschichte.

Nun meine Frage/mein Problem - gestern trafen wir nun auf seinen Vater Balou (Rotti-Dobi-Mix), seine Mutter Luna (Dobi) und seinen Bruder Loki. Und es hat überhaupt nicht funktioniert, Mörtl war fast panisch, vollkommen überfordert durch die drei und hat kontinuierlich Schutz bei mir oder meinem Mann gesucht. Aber die drei ließen ihn nicht in Ruhe, Mörtl wurde immer aggressiver, unser "Schutz" reichte nicht aus, bis ich ein Machtwort sprach und seine Mutter und sein Bruder weggesperrt wurden und Mörtl nur noch mit seinem Vater zusammen war. Die beiden haben anfänglich auch gespielt (ohne Drohgebärden, da habe ich ganz scharf aufgepasst) bis Balou meinte, er müsse Mörtl von hinten anspringen, da drehte sich die ganze Situation innerhalb von Sekunden und die beiden hatten eine richtige Beißerei. Wir mussten die beiden trennen, was sich schwer gestaltete, da Balou sich bei Mörtl festgebissen hatte und nicht wieder losließ smilie_12.gif motz . GsD gab es keine Verletzungen, nur ein bisschen Fell musste dran glauben.

Aber seitdem ist Mörtl nervös, extrem schutzbedürftig, hat die ganze Nacht in unserem Schlafzimmer an meinem Bett geschlafen (macht er sonst nicht, sein Platz ist im Wohnzimmer). Ich habe fast das Gefühl, als ob er einen Schock hätte. Wir haben natürlich nach der Beißerei erstmal Ruhe reingebracht, Mörlt in unser Auto einsteigen lassen und noch eine Weile dort mit ihm allein verbracht, bis er ruhiger war (Untersuchung inklusive).

Nun - ENDLICH smilie_24.gif - meine Frage: Es war nicht das erste Mal, dass wir auf ein Rudel trafen (am Hundestrand gibt es das sehr oft oder bei uns in der Nähe sind auch mehrere Mehrhundehalter) und bisher war das nie ein Problem für unsere Fellnase. Er ist immer souverän, distanziert und ohne Aggressionen aus diesen Begegnungen heraus gegangen - nur diesmal war sein Verhalten vollkommen untypisch.

Woran kann das gelegen haben und was können wir tun, damit sich so etwas nicht wiederholt?

Liebe Grüße aus Kiel

Mini





Wie schade.....hat keiner einen Tipp für uns? smilie_12.gif

Lieben Gruß

Mini





Ich leider nicht, aber manche User arbeiten ja auch. Ein bisschen Geduld solltest du noch haben. Dein Posting ist ja erst 2 Std. her.




Ich habe leider auch keinen Tipp für Dich. Habe selber zwei und treffe mich manchmal mit einer Freundin, die hat auch zwei. Die vier sind dann ein richtig starkes Rudel. Wenn uns dann ein einzelner Hund begegnet, müssen wir leider auch anleinen, weil jeder eifersüchtig über den anderen wacht oder zwei der vier - grundlos - meinen, sie müssen das Rudel verteidigen. Wir arbeiten dran. Aber aus dieser Erfahrung weiß ich, dass Du froh sein kannst, dass Mutter und Bruder vorher aus der Gruppe genommen wurden. Ich bin mir nämlich - aus leidiger Erfahrung - ziemlich sicher, dass die sich sonst dem Vater auch noch angeschlossen hätten. Aus dieser Sicht bin ich auch gespannt auf Tipps - kommen sicher noch welche...




Wenn ihr sonst Hunde trefft, sind das sicher nicht unbedingt 3er Rudel die
zusammen gehören, sondern mehrere Einzelhunde.

Mörtl hat sich da einem grossen Rudel gegenübergesehen, das vielleicht nicht gerade
freundliche Signale ausgesendet hat.

War das Treffen auf dem Grundstück? Das könnte noch dazu beigetragen haben, das
die Situation etwas eskaliert ist.




Hallo,

sicherlich treffen wir auch Einzelhunde, die scheinbar im Rudel unterwegs sind, aber bei uns gibt es auch tlw. Züchter, die mit ihrer ganzen Meute unterwegs sind :D. Mit denen gab es bisher keine Probleme.

Ja, es war auf dem Grundstück des "Rudels", was ich selbst als nicht so glücklich empfand, mich aber gegen meinen Mann und die Menschen von Mörtlseltern nicht durchsetzen konnte. Mir wäre ein Spaziergang auf neutralem Boden viel lieber gewesen, aber das Wetter war einfach zu schlecht in den Augen der anderen.....

Kann Mörtl denn wirklich einen Schock davon bekommen haben, ich bin ganz besorgt, weil ich ihn so wie heute morgen und wie gestern abend noch nicht erlebt habe. Wir sind zwar nach dem missglückten Treffen noch mit ihm an einen See gefahren und haben uns einen schönen Abend mit Stöckchen aus dem Wasser holen, Mama suchen, die sich fieserweise versteckt hat, und einer sehr freundlichen Hundebegegnung gemacht, aber er war dennoch extrem unter "Strom", dass sich auch daheim nicht legte.

Lieben Gruß

Mini




Hallo,

leben Mörtls Verwandtschaft im Rudel auf dem Grundstück? Also ich würde mit Sam bestimmt nicht zu seinen Eltern und seinem Bruder gehen, die zusammen noch beim Züchter wohnen. Wenn die ein festes Rudel gebildet haben, dann sind "Probleme" vorprogrammiert, obwohl es sich ja scheinbar bei den beiden "nur" um einen Komment-Kampf gehandelt hat...

Ich würde jetzt ganz normal mit Mörtl umgehen, nicht anders als sonst auch. Er würde das merken und seine Unsicherheit könnte sich dadurch verstärken...




Nein, nicht alle Hunde leben dort im Rudel zusammen, es war das Grundstück seines Bruders, seine Eltern leben gemeinsam woanders, sind aber dort ab und zu mal zu Besuch.

Das "normale" Umgehen mit Mörtl fällt mir aber leider momentan etwas schwer (auch wenn ich es natürlich mache, ich weiß ja, dass es gegenteilig wäre, wenn ich ihn jetzt verhätlscheln würde), da er wirklich einen leicht "aufgelösten" Eindruck macht. Naja, vielleicht legt sich das im Laufe des Tages noch - momentan ist er allein daheim und ich im Büro - damit er seinen normalen, geregelten Tagesablauf hat. Eigentlich hätte ich ihn heute mal wieder mitnehmen wollen, da ich allein hier bin, aber nach der Aktion gestern wollte ich nicht noch mehr Aufregung für ihn.

LG

Mini




Das "normale" Umgehen mit Mörtl fällt mir aber leider momentan etwas schwer



Das glaube ich Dir! Ich kenne das selber, aber es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass deinem Hund und dir sowas passiert, leider!
Versuch irgendwie die Normalität aufrecht zu erhalten, ich wünsche dir alle Gute!



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