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Hund dominiert Tochter - Seite 3





Anja hat eigentlich schon alles gesagt.

Ich finde es wirklich toll das du alles gelesen hast und dich dazu äusserst. Viele hätten an deiner Stelle beleidigt reagiert.
Das du dir wirklich Gedanken darum machst, zeigt schon das ihr sicher vieles ändern möchtet damit ihr eine tolle Gemeinschaft werdet.

Ich glaube jeder Hundebesitzer (oder fast jeder) kennt den Hundeblick und das Mitleid das man oftmals mit ihnen hat.
Kinder sind immer ein guter Vergleich. Meine Tochter wollte sich als sie so 3 Jahre alt war eine Zeit lang nicht die Zähne putzen. Mitten in der Trotzphase hat sie beim Putzen immer Rotz und Wasser geheult. Aber ich musste es durchsetzen auch wenn sie mir Leid tat, weil ich wusste das es wichtig ist, man das lernen muss und es zum Leben dazu gehört.
So ist es mit den Welpen auch. Sie brauchen Regeln und Grenzen, wie Kinder.







Hallo,

Deine Einstellung ist das Problem.

Ein Hund braucht klare Regeln und eine Ordnung. Die hat er offensichtlich nicht. Dein Kind kann den Hund nicht zu recht weisen. Das musst du tun.

Warum hast du einen Hund gewollt?

Hunde wollen klare Regeln, klare Strukturen um innerhalb der Familie bestehen zu können. Ich bitte Dich ganz herzlich: mach Dir doch einmal eine Liste, was Du von Deinem Hund erwartest und wie Du es umsetzt.

Du fragst uns, "Warum schafft man sich einen Hund an?" Du musst Dich fragen, weshalb habe ich mir einen Hund angeschafft und wie werde ich ihm gerecht.

Gerecht werden heißt nicht, dass er alle Freiheiten hat und tun und lassen kann was er will.

Gruß Christa




Saro:



Ganz im Gegenteil: Er wird dich dann erst richtig anerkennen! Jemand, der ihm klar sagt, wo es langgeht, ist ein attraktiver Chef; jemand, den er an der Nase herumführen kann und der alles willfährig mit sich machen lässt, den muss man ganz sicher nicht (be-)achten!



Ganz genau so ist es. Wenn Du es richtig anfängst, wirst die Achtung die Dein Hund Dir entgegen bringt ganz gewaltig ansteigen!
Also anpacken, es lohnt sich, es gibt nix schöneres als einen Hund, der sich freut, wenn man ihm Aufmerksamkeit entgegen bringt smilie_24.gif




Hallo,

finde ich extrem gut, das der Threatsteller (daanie) so reif und vernünftig auf die Beiträge hier eingeht.

Ist schwer, wigenen Fehler zu sehen - aber ohne das gibt es auch keine Veränderung zum Guten.

Mein Eindruck ist, das die Reaktionen des Hundes sehr vermenschlicht werden und das dies sicherlich aus einer Unkenntnis heruas entsteht.

Das ist mir anfangs auch so gegangen. Ich dachte, ja zuckersüßer ich zu meiner Nase war, je mehr er durfte, desto mehr achtet er mich und hört auf mich.

Pustekuchen.

Ich hatte Trainerstunden. Die Trainerin hat mal mein NAse für mich übersetzt, also simultangedolmetscht Hündisch - Deutsch eben. Da war ich baff.

Ich wünsche gutes Gelingen
Gruß Chris





Schau mal Daaani, deine Tochter muß doch auch Regeln befolgen. Sie muß sich waschen, Zähne putzen, sich anziehen.
In der Schule brav still sitzen und nicht einfach in der Klasse rumtoben.

Sie darf dir wahrscheinlich auch nicht gegen das Schienenbein treten und dir eine Ohrfeige geben, oder?

Jetzt denkst du doch bestimmt, was soll der Quatsch, natürlich darf sie das nicht. Siehst du, eben.

Das ist ganz normal, Kinder müssen Regeln lernen und eben auch lernen, dass man nicht zu jeder Zeit nur spielen darf, sondern auch lernen muß und respekt vor einander haben muß.

Genauso ist es auch mit eurem neuen Hund.

Klar, der ist süß, niedlich und man möchte ihn abknutschen und kuscheln mit ihm. Alles eigentlich auch kein Problem, ABER: euer Zwerg muckt auf. Der testet jetzt seine Grenzen und eure Regeln, die es bisher anscheinend nicht gibt. Also denkt sich der Zwerg: prima, hier hat keiner das Sagen, dann sage ich wo es lang geht.

So läuft das bei Hunden. Setzt ihr nicht die Regeln und seid der Rudelchef, dann tanzt der euch auf der Nase rum.

Stell dir jetzt mal deinen Zwerg als großen Schäferhund vor (nur als Beispiel), würdest du solch einem großen Hund auch diese Dinge durchgehen lassen? Bestimmt nicht, weil du genau weißt, dass solch ein großer Hund Erziehung und Regeln braucht, weil du sonst später ein großes Problem hättest, wenn er macht was er will.

Also sieh bitte den Zwerg als das was er ist: ein Lebewesen - ein richtiger Hund und behandel ihn so. Man kann vieles tolerieren, wenn man einen Hund hat, der keine Probleme macht. Aber wenn er jetzt gegen deine Tochter aufmuckt, dann mußt du eben eine Grenze ziehen.

Ein Hundewelpe braucht Grenzen, Erziehung und Beschäftigung. Dann ist er auf Dauer richtig glücklich. Ihn zu vermenschlichen oder als Kuscheltier zu sehen, ist nicht das Richtige. Klar könnt ihr auch mit ihm Kuscheln. Aber erst müssen die anderen Sachen sein. Die stehen an erster Stelle.

Denk daran, was ihr jetzt versäumt an Grenzen und Erziehung, habt ihr dann die nächsten 15 Jahre als Problemfall.

gruß
sabine




Junimond:



Klar, der ist süß, niedlich und man möchte ihn abknutschen und kuscheln mit ihm. Alles eigentlich auch kein Problem, ABER: euer Zwerg muckt auf. Der testet jetzt seine Grenzen und eure Regeln, die es bisher anscheinend nicht gibt. Also denkt sich der Zwerg: prima, hier hat keiner das Sagen, dann sage ich wo es lang geht.



Genau so ist es.

Um ein funktionierendes Zusammenleben zu ermöglichen, ist es nötig, dem Hund all seine grundlegenden Bedürfnisse zu befriedigen; diese sind jedoch nicht einfach mit denen des Menschen gleichzusetzen.


Junimond:


Ein Hundewelpe braucht Grenzen, Erziehung und Beschäftigung. Dann ist er auf Dauer richtig glücklich. Ihn zu vermenschlichen oder als Kuscheltier zu sehen, ist nicht das Richtige. Klar könnt ihr auch mit ihm Kuscheln. Aber erst müssen die anderen Sachen sein. Die stehen an erster Stelle.




Die Zuneigung, die wir unseren Hunden oft so freimütig zukommen lassen, steht nicht an erster Stelle dessen, was ein Hund braucht!

Für uns Menschen trifft das allerdings zu, Zuneigung ist für das (seelisch) gesunde Aufwachsen eines Kindes das A und O. Vielleicht sind wir deshalb geneigt, dieselben Maßstäbe auch für Hunde anzusetzen, erst recht, wenn sie so klein, süß und hilflos erscheinen, schon schlimmes erlebt haben oder krank sind.

Für den Hund ist das wichtigste Element im Miteinander von Mensch und Hund aber entweder die Disziplin in seinem Menschen-"Rudel" (also die Gültigkeit von Hausstandsregeln), gefolgt von gemeinsamer Bewegung/Aktivität mit dem Menschen, oder umgekehrt. Das hängt individuell vom Charakter, der Rassezugehörigkeit, usw. des einzelnen Hundes ab.
In jedem Fall aber kommt in der Reihenfolge der Wertigkeiten die Zuneigung, das Kuscheln, usw. erst an dritter Stelle!

D.h., im Grunde gibt es Zuneigung erst, wenn die anderen beiden Bedingungen erfüllt sind. Dann ist es in Ordnung, den Hund auch mal zu beschmusen und zu verwöhnen.

Überschütten wir aber einen Hund, der weder ausgelastet ist, noch Hausstandsregeln kennt oder einhalten muss, mit Zuwendung und Zuneigung, erziehen wir uns einen Hund, der sich unangemessen verhält und uns das Leben schwer macht - weil wir uns ihm gegenüber nicht angemessen verhalten!


Sicher gelingt es Dir, das Hundekind nun mit anderen Augen zu betrachten und ihm freundlich, aber bestimmt den Weg zu weisen, den ihr mit ihm einschlagen wollt, damit es mit ihm so richtig stressfrei und schön werden kann.




Hallo Dani!

Ich hoffe ich hab Dich mit meinen deutlichen Worten nicht verschreckt... smilie_7.gif
Wenn das so ist tut mir das sehr leid, lag definitiv nicht in meiner Absicht.

Würd mich freuen wenn Du weiter berichtest anfang

LG Anja



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