- Der Hund
- Spiele für Hunde und Hundesport allgemein
- Die Kluft zwischen Alltag und Hundesport
Die Kluft zwischen Alltag und Hundesport |
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Hallo zusammen,
ich würde gerne mal eure Meinung zu ein paar Gedanken von mir hören. Die Erkenntnis des letzten Samstages, als wir Prüfung gelaufen sind beschert mir nun einige Gedankengänge. In der kompletten Prüfung spiegelte sich bei Arwen wieder dass sie mehr Selbstständigkeit und Sicherheit braucht. Nun stelle ich mir die Frage wie ich das machen soll? Arwen ist von klein auf "klein gemacht" worden von mir. Sie hat sehr früh gelernt, immer "nachzufragen" bevor sie eine Aktion macht. dadurch habe ich heute einen total verträglichen Hund in allen Situationen, einen super leichtführigen Hund und einen Hund dem ich jeden in die Hand drücken kann. Trotz dessen ist sie eigentlich ein Hund mit einer starken Persönlichkeit. Nun kommt mir aber genau diese Erziehung im Hundesport etwas in die Quere, da Arwen Bestätigung braucht für das was sie tut. Taucht ein Problem auf, löst sie es alleine- aber braucht dann die Bestätigung dass das genau das war was sie machen sollte. Erfolgt dies nicht, wird sie unsicher. Und nun? Lasse ich die Erziehung etwas schleifen, mache aus ihr einen starken Hund der viel weniger rückfragt und erreiche damit dass sie selbstständig denkt und arbeitet? Ich weiß gerade nicht, wo ich meinen Mittelpunkt suchen soll *seufz* |
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du hast die Basis doch gelegt. Dein Hund ist sozial verträglich und kommt mit allen klar.
Wieso fürchtest du, das könnte leiden, wenn du mehr Selbständigkeit gewährst? Dein Hund wird dadurch doch nicht weniger verträglich. Was er gelernt hat, hat er gelernt und beherrscht er. Das gilt doch auch für Alltagssituationen. Er hat gelernt sie richtig einzuordnen und entsprechend zu handeln. Was befürchtest du, wenn du ihn etwas freier lässt? |
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Tja diesen Zwiespalt kenne ich auch. Nur dass ich eher einen unsicheren Hund habe, der sich sehr an mir orientiert und schwer löst. Und ich hab den Fehler gemacht, dass ich ihr zuviel gezeigt und abgenommen hab. Und genau das selbständige Denken brauche ich jetzt beim Agility oder auch in der Arbeit auf Distanz. Wir haben viel durch das Clickern (shapen) erreicht oder auch durch Suchspiele und richtiges Spielen. Wir haben Lindart in Kombination des Ampelsystems für uns entdeckt und die Maus wird immer sicherer und auch kreativer. Auch ihre Schussangst haben wir so relativ gut in den Griff bekommen.
Man muss halt wirklich nur aufpassen, dass es nicht aus dem Ruder läuft. |
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hmm.... das sie gewisse Sachen selbstständiger entscheidet
z.b. sich gleich in irgendwelche Hundeaktivitäten einzumischen statt mich machen zu lassen oder gleich ihren "pflichten" als Wachhund nachzukommen, die sie eigentlich nicht hat. Oder auch das Thema Gehorsam. Sie selber entscheidet sich über etwas hinwegzusetzen. Beim Gehorsam bin ich schon recht penibel |
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Das Ziel waere den Hund sich in deinem Auftrag selber kontrollieren zu lassen, nur dann kann sie Selbststaendigkeit entwickeln. In dem du sie kontrollierst und sie immer Fragen muss, haelst du sie klein. Um selbststaendig und dann stark zu werden, braeuchte sie Freiheiten und Aufgaben, die sie in Eigenregie ausfuehren kann. Etwas was im HTS-Konzept so nicht vorkommt oder erwuenscht ist. Aus dem Hundeinteraktionthread ZB
Das ist die Einstellung, die Arwen keinen Raum zur Selbststaendigkeit laesst. Lucy entscheidet nicht ob jemand rein kommt, aber wie er reinkommt. Das kontrolliert sie und setzt in meinem Auftrag Ordnung durch. Wenn das beim Gast nicht ankommt, dann unterstuetze ich Lucy. |
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gib ihr Entscheidungskompetenzen. Guck was dir wichtig ist und dann überlege wo du sie machen lassen kannst.
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Aber was wären solche Aufgaben Kathy?
Arwen darf das auch mit Gast- oder Pflegehunden. Da vertraue ich sogar auf beide meine Hunde, den sie kommunizieren viel klarer und setzen Grenzen wie ich das kann. Aber sie wissen beide, dass Besuch geduldet werden muss. Wie sie dem Besuch die Regeln beibringen ist ihre Sache- ich beobachte da nur. Hier darf sie also selbstständig agieren, wiederrum bei fremden Hunden z.b. bei der Gassirunde muss ich Kontrolle walten lassen, weil da mehr die Besitzer das Problem wären- wenn Arwen etwas klären würde. Verstehst du mein Dilemma? Ich finde es gerade schwierig wie ich ihr begreiflich machen soll Hier darfst du tun und lassen was du für richtig hälst in einer ähnlichen, aber doch anderen Situation eben nicht |
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Damit hast du Recht. Aber ich arbeite ja nicht nach rein HTS- ich arbeite nach mir.. Caro d.h. am Anfang arbeite ich damit um dem Hund begreiflich zu machen dass das meine Regeln sind. Wenn ich merke er hat verstanden bekommt er Freiheit pöh á pöh. Dann kann ich sehen wie er damit klar kommt- gerade bei verhaltensauffälligen Pflegis. |
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ich drehe das gerne um.
Du handhabst es offenbar so, dass sie nur das darf, was du ausdrücklich erlaubst. Für mich persönlich hat es sich bewährt, das umzudrehen. Es ist alles erlaubt (ein sozialkompetenter Hund hält den Rahmen ein), aber wenn ich etwas sage, gilt das. Keine Diskussion. Egal ob es sonst erlaubt ist oder nicht, egal was sie möchte oder nicht. Sie darf frei agieren, bis genau zu dem Moment, wo ich etwas sage. |
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Damit hast du Recht Lydia *grübel*
Eine kleine Änderung der Einstellung ist dazu nötig.... .. mal schauen ob frauchen das umsetzen kann
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