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Ältere Hunde haben keinen geringeren Proteinbedarf, sondern wegen schlechterer Verdauung oft sogar gegenüber jung-ausgewachsenen Hunden einen leicht erhöhten Bedarf (Geriatrie bei Hund und Katze, Kraft). Deshalb ist es kontraproduktiv, einem gesunden älteren Hund deutlich proteinreduziertes Seniorenfutter zu geben - damit wird nur der Abbau körpereigenen Eiweißes beschleunigt und somit Muskelabbau.
Das Problem bei Fertigfuttern ist, daß viele Hersteller minderwertige, schlecht verdauliche Proteinquellen verwenden, die sehr richtig Leber und Niere belasten. Deshalb macht es aus Sicht dieser Futterproduzenten Sinn. bei alten Hunden weniger schlechtes Protein ins Futter zu mischen. Aber wie gesagt, das ist ein Irrweg, der der Gewinnmaximierung dient, und nicht dem Tierbedürfnis entspricht.
Nur bei fortgeschrittenen Stadien der Nierenerkrankung ist eine generelle Proteinreduktion in Absprache mit dem TA notwendig.
Wichtig ist es, einem Senior sehr hoch verdauliches, biologisch hochwertiges Protein zu füttern (aus Fleisch, Fisch, Milch, Ei) , weil das Leber und Niere weit weniger belastet, als selbst kleinere Mengen pflanzliches Protein (Soja, Bohne etc.) oder tierische Abfallprodukte (Hydrolysate, Grieben etc.).
Wenn ein siebenjähriger Hund schon einen "alten" Eindruck macht, würde ich ihn tierärztlich durchschecken lassen, inclusive großes Blutbild und Röntgen von Hüfte, Wirbelsäule und Ellenbogen. Möglicherweise hat er ganz einfach chronische Schmerzen. Dann kann man entscheiden, welche medikamentelle Unterstützung oder Nahrungszusätze er braucht. Auf jeden Fall ist ein hochwertigeres Futter besser, auch wenn es kein "Seniorenfutter" sein muß.
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