Pflegestelle als weitere negative Bindungserfahrung für vermittelte Tiere???

Hallo Leute,
heute ist wieder einer dieser Tage- ein über Monate ins Rudel integriertes Pflegehundekind, mit dem man hart gearbeitet hat und das man letztendlich doch davon überzeugen konnte, dass die Welt mit Menschen gar nicht soo schlecht ist hat ein neues Rudel gefunden.
Eigentlich toll- darauf hat man schließlich hin gearbeitet. Es wäre ein Traum das geliebte Tier mit einem guten Gefühl in die Hände der neuen, verantwortungsvollen Besitzer zu geben.
Aber wi egeht ihr damit um, wnen eine Vermittlung trotz sorgfältiger Auswahl scheitert- wenn ein Tier nach vier Monaten wieder zurück kommt und weiter gesucht werden muss. Wenn es dann wieder dauert, das Tier sich gerade wieder eingewöhnt hat und dann wieder weggegeben wird.
Ich frage mich in solchen Momenten: Ich mache das doch im Auftrag des Tierschutzes- aber ist das noch vertretbar? Ist es wirklich besser, wenn ein Tier in der Pflegefamilie richtig andockt und dann weiter vermittelt wird- oder wäre da eine Zwischenstation in einem blöden Zwinger mit Hunderudel nicht die bessere Lösung, weil dann die anderen Tiere Hauptbindungspartner sind und nicht sständig intensive Beziehungen zu Menschen gekappt werden? Oder ist das ein total abwegiger Gedanke ? Was ist schlimmer für Tiere mit Verlusterfahrungen- allein sein im Hunderudel oder ständig wechselnde Bezugspersonen? Hunde leben doch sehr in der Gegenwart und ich bin immer wieder verblüfft wie schnell sich die Tiere auf neue Situationen einstellen. Aber ich als Pflegestellenmensch der das Ganze iniziiert bin mir inzwischen nicht mehr so sicher, ob das noch mit dem Tierschutzgedanke der für mich bedeutet- für jedes Tier den langfristig bestmöglichsten Platz finden zu wollen, noch vereinbar ist.
Vielleicht habt ihr ganz andere Gedanken dazu?
Ich bin gespannt! smilie_7.gif



Ich bin auch als Pflegestelle tätig...


Vielleicht bin ich ja zu sehr Realist ,aber
Das Leben ist nunmal kein Ponyhof....
Dinge verändern sich, Menschen verändern sich , man lernt jmd kennen , man trennt sich, jemand stirbt , Kinder ziehen aus , man zieht um usw usw
und das passiert auch in einem Hundeleben, auch wenn Hund fernab von Menschen in einem Rudel lebt.
und da macht sich sicher niemand Gedanken - da wird keiner in Watte gepackt....




stimmt- hab mal eine Doku über ein Wolfsrudel gesehen, in der das beobachtete Tier bis Lebensende fünf unterschiedliche Rudelkonstellationen hatte...
ich frage mich nur ob das in Bezug auf die Mensch-Hund Bindung übertragbar ist, oder ob die Tiere lernen- am Besten ich schließe mich niemand mehr richtig an, weil verlässlich sind die ja eh nicht... mein derzeitiger Pflegehund z.B. bekommt bei Besitzerwechsel oder Aufenthalt bei Tagespflege so Stress, dass er Durchfall bekommt und nur noch rumhibbelt...ob das wenn er länger wo bleiben kann wieder weggeht- würds dem Knopf wünschen



Fuchira:

Originalbeitrag

Hunde leben doch sehr in der Gegenwart und ich bin immer wieder verblüfft wie schnell sich die Tiere auf neue Situationen einstellen.
Ich bin gespannt! smilie_7.gif



Du gibst die Antwort die ich geben würde doch schon. Hunde (deshalb sind sie so lange Jahrhunderte unsere Begleiter) sind erstaunlich anpassungsfähig.

Ich habe gerade einen Pflegi da, der durch unglückliche Umstände erst Frauchen verloren hat, in einer PS weg musste, nächste PS musste in Krankenhaus - und als ich ihn abholte guckte er mich an - und ich hatte das Gefühl der Blick sagt mir: "Aha, Du bist also meine neue Olle (Alte)" - Alternative für ihn war Tierpension..ich bin heute überzeugt, dass es für diesen Hund definitiv besser war nochmal in eine PS mit Familienanschluß (und Regeln) zu kommen - vielleicht gibt es vereinzelt Hunde die damit echt ein Problem haben. Ich muss gestehen - meine Pflegehunde haben auch nicht so ganz den Status meiner eigenen Hunde - kommen sie irgendwann in ein Zuhuase wo sie einen eigenen Menschen haben ist das nochmal eine Steigerung zu bei mir...und Du glaubst nicht wie schnell die sich einleben...die meisten sind sehr anpassungsfähig



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