Appenzeller Sennenhund

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Appenzeller Sennenhund
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FCI - Standard Nr. 46
Patronat, Herkunft Schweiz
Klassifikation FCI

Gruppe 2:
Sektion 3:

Rassenamen Appenzeller Sennenhund
Größe 48 - 58 cm
Gewicht 28 - 35 kg
Fell:
  • Beschaffenheit
  • Farbe
  • Stockhaar, fest und anliegend. Deckhaar dicht und glänzend. Unterwolle dicht, schwarz, braun oder grau

  • Grundfarbe schwarz oder havannabraun, mit möglichst symmetrischen braun-roten und weissen Abzeichen
Schädel:
  • Kopfform
  • Ohren
  • In harmonischer Grössenverhältnis zum Körper, leicht keilförmig

  • Ziemlich hoch und breit angesetzt, hängend, in Ruhestellung flach und an den Backen anliegend getragen; dreieckig, an der Spitze leicht abgerundet
Körper:
  • Aussehen
  • Rute
  • Dreifarbiger, mittelgroser, fast quadratisch gebauter Hund

  • Hoch angesetzt, kräftig, von mittlerer Länge, dicht behaart
Verwendung Treibhund, Haus- und Begleithund
Rassen von A bis Z

Inhaltsverzeichnis

Rassenbeschreibung durch die FCI

Der Appenzeller

Der Appenzeller, war früher und heute der Treibhund schlechthin. Sein ungestümes Temperament kann nur durch viel Arbeiten und Aufgaben erteilen gebändigt werden. Er fordert auch ständig zum Spielen bzw. Arbeiten auf. Wer einen Appenzeller kauft, hat sich für einen lebhaften, temperamentvollen, manchmal etwas ungestümen, aber umso treueren, verschmusten und anhänglichen Hund entschieden. Es ist wichtig, dass sein Besitzer seinem Appenzeller klar macht, was er darf und was nicht, sonst entwickelt er schnell seine angeborene Selbständigkeit, die es dann dem menschlichen Rudelführer schwer macht ihn zu führen.

Aussehen

Ein knapp mittelgroßer Hund mit einen muskulösen Körper. Die Schulterhöhe liegt zwischen 48 - 58 cm, das Gewicht bei 28 - 35 kg. Der Appenzeller hat relativ kurzes Deckhaar mit dichter Unterwolle. Die Grundfarbe darf Schwarz oder Havannabraun sein. Über den Augen, an den Beinen, auf der Brust und an den Backen ist das Haarkleid kräftig braunrot, an Kopf, Kehle, Brust, an den vier Pfoten und an der Schwanzspitze befinden sich weiße Abzeichen. Ein weißer Nackenfleck oder dünner Halsring wird im Standard toleriert. Der Gesichtsausdruck ist freundlich, fast lustig.

Wesen

Stärker als seine Schweizer-Sennenhund-Verwandten zeigt er jeden Fremden gegenüber Zurückhaltung und Misstrauen. Für seine Familie allerdings geht er durchs Feuer. Fremde meldet er mit seiner relativ hellen Stimme unerbittlich und ausdauernd an. Der Appenzeller ist unglaublich flink und vor Arbeitseifer kaum zu bremsen. Er ist wirklich unbestechlich, hat einen ererbten Drang zum eigenständigen Handeln und eine wahnsinnig verblüffende Auffassungsgabe.

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Haltung

Der Appenzeller sollte gut beschäftigt werden, sonst ist sein Temperament kaum zu bändigen. Er darf auf keinen Fall im Zwinger oder an der Kette gehalten werden, denn seine Familie zu hüten ist oberstes Gebot. Auch als Wohnungshund ist es schwieriger mit ihm zurecht zu kommen. Am besten er lebt in einem Haus mit großem Garten und Auslauf. Es ist wichtig, dass die Erziehung auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen aufgebaut werden, nicht auf Bestrafung und Zwang. Der Hund muss mich und ich den Hund verstehen.

Der Appenzeller eignet sich wunderbar zum Hundesport und Agility. Aber auch als Rettungshund und Suchhund wird er immer mehr eingesetzt.

Anmerkung

Für uns, ist unsere Meike, der erste Schweizer Sennenhund, aber der zweite Hund in der Familie. Es war eigentlich eine Blitzentscheidung. Ich habe bis jetzt diese Entscheidung nicht bereut. Die Appenzellerin hat sich super schnell angepasst und es stimmt, dass sie manchmal etwas eigenwillig ist. Man meint wirklich, sie überlegt, ob es denn wirklich einen Sinn macht, wenn sie das eine oder andere Kommando ausführen soll. Sie lebt bei uns auf einen Bauernhof, auf dem sie jedoch kein Kühe hüten kann, da diese im Stall angehängt sind. Doch hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, die Hühner die auf Wiese umherlaufen immer als Einheit zusammenzuhalten. Es ist imposant zuzuschauen mit welchem Geschick sie diese Aufgabe bewältigt und vor allem wir haben es ihr nicht gelernt. Wenn unsere Meike im Hof ist, hat auch kein Huhn die Chance von der Wiese in den Hof zu wechseln, da sie ausdauernd an der Grenze sitzt und aufpasst, dass diese nicht überschritten wird. Ihr treuherziger Blick macht es einem wirklich schwer mit ihr streng umzugehen. Aber es gibt gewisse Situationen, da man doch konsequent sein muss.



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