Australian Silky Terrier

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Australian Silky Terrier
Platzhalter Hunderassen.png
FCI - Standard Nr. 236
Patronat, Herkunft Australien
Klassifikation FCI

Gruppe 3:
Sektion 4:

Rassenamen Australian Silky Terrier
Größe 26cm, Hündinnen können etwas kleiner sein
Gewicht 4,5-5,5 kg
Fell:
  • Beschaffenheit
  • Farbe
  • Das Haar muss glatt anliegend, fein, glänzend und von seidiger Textur sein

  • Jede Schattierung von Blau und Loh ist annehmbar, je intensiver und klarer abgegrenzt die Farben sind, desto besser. Silber und Weiß sind nicht zulässig.
  • Das Blau an der Rute muss sehr dunkel sein. Ein silberblauer oder rehbrauner Schopf ist erwünscht. Das Blau am Körper muss frei von Loh oder bronzefarbenem Anflug sein. Die lohfarbenen Abzeichen dürfen keine unsauberen rußigen Schattierungen aufweisen.
  • Blau und Loh zeigen folgende Verteilung: Loh um den Ansatz der Ohren, am Vorgesicht und an den Wangen; Blau vom Hinterkopf bis zur Rutenspitze, an den Vorderläufen hinunter bis fast zum Vorderfußwurzelgelenk und an den Hinterläufen bis zum Sprunggelenk.
  • Das Loh verläuft in einer Linie über die Kniegelenke abwärts und dehnt sich von den Knien und den Sprunggelenken bis zu den Zehen aus, ebenso rund um den After.
    • Schwarze Färbung ist bei Welpen erlaubt; die Umfärbung zu Blau muss jedoch bis zum Alter von 18 Monaten erfolgt sein.
Schädel:
  • Kopfform
  • Ohren
  • Mäßig lang, wobei die Entfernung zwischen der Nasenspitze und dem Stirnabsatz etwas kürzer ist als diejenige vom Stirnabsatz zum Hinterhauptbein

  • Die Ohren sollten klein, v-förmig und hoch auf dem Schädel angesetzt sein; das Ohrleder ist von feiner Struktur. Sie werden aufrecht getragen
Körper:
  • Aussehen
  • Rute
  • Ein kompakter, mäßig niedrigstehender Hund von mittlerer Länge mit fein strukturiertem Gebäude

  • Sie sollte frei von jeder Befederung sein
Verwendung Haushund
Rassen von A bis Z

Inhaltsverzeichnis

Ursprung

Tasmanien, Australien

Verwendung

Terrier

FCI Klassifikation

  • Gruppe 3: Terrier
  • Sektion 4: Toy Terrier

Kurzer geschichtlicher Abriss

Die Züchter und Halter der Australian Terrier wollten die Blue-and-Tan-Farbe im Fell noch intensivieren und kreuzten den Yorkshire Ter­rier ein. Dabei gab es nicht nur rauhaarige sondern auch seidenhaar­ige Nachkommen, welche wahrscheinlich anfangs umge­bracht wurden. Irgendwann kamen Züchter auf die Idee aus diesem, wohl eher „Zu­fallsprodukt“, eine eigene Rasse zu züchten. Sie wollten einen „toy-dog“ – einen auf australische Verhältnisse zugeschnittenen Haus­hund haben. Um das Jahr 1820 wurde eine seidenhaarige Hündin nach England exportiert. Dort wurde sie mehrfach mit dem Dandie Dinmont Terri­er verpaart. Später wurde noch der Skyeterrier mit eingekreuzt. Einige dieser Nachkommen kaufte ein Mr. McArthur Little. Er machte sich daran einen Terriertyp mit feinem, seidigen Fell zu züchten. Irgendwann wanderte er nach Australien, in die Nähe von Sydney aus. Dort führ­te er seine Zuchtexperimente weiter. Er soll somit die Stammeltern des Australian Silky Terriers gezüchtet haben. Im Jahr 1904 wurde dieser Club in Victorian Silky- and Yorkshire Terrier Club umbenannt. Er brachte im gleichen Jahr einen Standard für den Victorian Silky Terrier heraus. Dieser war dem heutigen Standard sehr ähnlich. Damals waren sowohl Hänge- als auch Ste­hohren erlaubt. Sein Gewicht wurde in zwei Klassen eingeteilt, in bis 2,5kg und bis 5,5kg. Bereits 1906 wurde in Sydney ein weiterer Club gegründet der einen Standard für den Sydney Silky Terrier heraus brachte. Die­ser Club wurde damals zum größten Silky Club in Australien. So wur­de innerhalb und außerhalb Australiens der Silky Terrier als Sydney Silky Terrier bekannt. Nun hatte die Rasse zwei Namen. Um 1924 sollte die Rasse entgültig in eine rau- bzw. seidenhaarige Variante eingeteilt werden. Die Züchter waren damit allerdings nicht einverstanden. Bevor die Welpen ins Zuchtbuch eingetragen wur­den, musste ein Richter entscheiden, ob es sich um einen Sidney Sil­ky-, Australi­an- oder Yorkshire Terrier handelte. Der Streit, der um die Rassenbezeichnung entbrannte und dauerte Jahr­zehnte. Die Ungereimtheiten um den Standard verunsicherten die Züchter und Liebhaber in Amerika derartig, dass sie kurzerhand einen eigenen erstellten. Dieser wurde aber nie vom FCI aner­kannt, da Australien das Ursprungsland dieser Rasse ist. 1955 wurden die beiden Standards von Victorian- und Sydney Silky endlich, auf die Empfehlung des Australian Kennel Control Council (AKCC), zu einem einheitlichen Namen und Standard konzipiert. 1959 wurde er bestätigt und der Australian Silky Terrier bekam endlich seine offizielle Anerkennung.

Allgemeines Erscheinungsbild

Ein kompakter, mäßig niedrigstehender Hund von mittlerer Länge mit fein strukturiertem Gebäude, doch mit genügend Substanz, um die Fähigkeit, im Haus unerwünschte Nager jagen und töten zu können, erkennen zu lassen. Das gescheitelte, glatte, seidige Haar vermittelt ein gepflegtes Erscheinungsbild.

  • Haar: Das Haar muss glatt anliegend, fein, glänzend und von seidiger Textur sein.

Das Haar darf nicht so lang sein, dass die Bewegung des Hundes beeinträchtigt und die Sicht unter dem Körper hindurch ganz verdeckt ist. Die Vorder- und die Hinterpfoten sollen frei von langem Haar sein.

  • Farbe
    • Jede Schattierung von Blau und Loh ist annehmbar, je intensiver und klarer abgegrenzt die Farben sind, desto besser. Silber und Weiß sind nicht zulässig.
    • Das Blau an der Rute muss sehr dunkel sein. Ein silberblauer oder rehbrauner Schopf ist erwünscht. Das Blau am Körper muss frei von Loh oder bronzefarbenem Anflug sein. Die lohfarbenen Abzeichen dürfen keine unsauberen rußigen Schattierungen aufweisen.
    • Blau und Loh zeigen folgende Verteilung: Loh um den Ansatz der Ohren, am Vorgesicht und an den Wangen; Blau vom Hinterkopf bis zur Rutenspitze, an den Vorderläufen hinunter bis fast zum Vorderfußwurzelgelenk und an den Hinterläufen bis zum Sprunggelenk.
    • Das Loh verläuft in einer Linie über die Kniegelenke abwärts und dehnt sich von den Knien und den Sprunggelenken bis zu den Zehen aus, ebenso rund um den After.
  • Schwarze Färbung ist bei Welpen erlaubt; die Umfärbung zu Blau muss jedoch bis zum Alter von 18 Monaten erfolgt sein.
  • Größe: 26cm, Hündinnen können etwas kleiner sein
  • Gewicht: 4,5-5,5 kg

Wichtige Proportionen

Kompakt, von mäßiger Größe

Verhalten/Charakter (Wesen)

Der Australian Silky Terrier ist ein sehr guter und gelehriger Wach­hund, aber kein Kläffer. Fremden tritt er skeptisch gegenüber, bis er sie als „in Ordnung“ akzeptiert hat. Eine ordentliche Portion an Temperament hat er mit in die Wiege gelegt bekommen. Trotzdem hat er auch eine Eselsgeduld. Kinder liebt er sehr und hat auch keine Probleme damit, wenn sie einmal etwas grob oder tollpatschig mit ihm umgehen. Er ist kein Draufgänger oder Raufbold, wehrt sich aber durchaus auch gegen große Hunde, wenn es nötig ist. Seine Schnelligkeit und Wendigkeit lässt manch andere Hunde einfach abblitzen. Loyalität, Sinn für Spaß, Liebe und Freundlichkeit sind für den Aus­tralian Silky Terrier eine Selbstverständlichkeit. Er ist ein Familienhund der konsequent erzogen werden muss. Reisen ist seine große Leidenschaft. Offen für alles Neue, ist er durch Neuerkundungen, Aben­teuer, weite Wanderungen und auch Joggen nicht zu ermüden. Ger­ne macht er alles mit und ist sehr an seiner Umwelt interessiert. In Australien wird der Australian Silky Terrier heutzutage im Haus eingesetzt, um genau die gleiche Arbeit zu tun, die der Australian Terrier unter dem Haus und im Garten verrichtet. Er hält Haus und Hof von Kleintieren frei! Seine Beute sind oft: Mäuse, Ratten, Käfer, Schnecken sowie kleine und große dicke Spinnen. Meerschwein­chen oder Kaninchen sind bei einem Australi­an Silky Terrier nicht im­mer sicher aufgehoben.

Kopf

Mäßig lang, wobei die Entfernung zwischen der Nasenspitze und dem Stirnabsatz etwas kürzer ist als diejenige vom Stirnabsatz zum Hinterhauptbein. Der Kopf muss, wie es für einen Terrier charakteristisch ist, kräftig sein; er ist mäßig breit zwischen den Ohren.

  • Schädel : Flach, ohne zwischen den Augen ausgefüllt zu sein, bedeckt von einem feinen seidigen Haarschopf, der nicht über die Augen fallen darf (lang herabfallendes Haar am Vorgesicht oder an den Wangen ist sehr zu bemängeln).
    • Nasenschwamm : Schwarz.
    • Lefzen: Straff anliegend und glatt.
    • Kiefer / Zähne: Kiefer kräftig; Zähne gleichmäßig angeordnet und keinesfalls beengt stehend; die obere Schneidezahnreihe greift ohne Zwischenraum über die untere (Scherengebiss).
    • Augen: Die Augen sollen klein, rund und so dunkel wie möglich sein, nicht vorstehen und einen durchdringenden, intelligenten Ausdruck zeigen.
    • Ohren: Die Ohren sollten klein, v-förmig und hoch auf dem Schädel angesetzt sein; das Ohrleder ist von feiner Struktur. Sie werden aufrecht getragen und sind frei von jeglichem langen Haar.
    • Hals: Mittellang, elegant; leicht gebogene Nackenlinie mit harmonischem Übergang zur Schulterpartie; er ist reich bedeckt von langem, seidigem Haar.

Körper

Der Körper sollte mäßig lang sein im Verhältnis zur Widerristhöhe des Hundes.

  • Rippen: Gut gewölbt, bis zu den kräftigen Lenden reichend.
  • Rücken : Im Stand und in der Bewegung stets eben. Eine eingesenkte oder gewölbte Rückenlinie ist ein schwerer Fehler.
  • Lenden: Kräftig.
  • Brust: Mäßig tief und mäßig breit.
  • Rute: Sie sollte frei von jeder Befederung sein.

Gliedmaßen

  • Vorderhand
    • Allgemeines: Die Vorderläufe haben zierliche, runde Knochen, sind gerade und stehen gut unter dem Körper, ohne irgendwelche Schwäche im Vordermittelfuß zu zeigen.
    • Schultern : Von feiner Struktur, gut zurückliegend; zusammen mit den in gutem Winkel gelagerten Oberarmen dicht an den Rippen anliegend.
    • Ellenbogen: Weder einwärts noch nach außen gedreht.
  • Hinterhand
    • Oberschenkel: Müssen gut entwickelt sein; Kniegelenke: gewinkelt.
    • Sprunggelenk: Gut gewinkelt. Von hinten gesehen sollten die Sprunggelenke niedrig über dem Boden und parallel zueinander stehen.
  • Pfoten: Kleine, gut gepolsterte Katzenpfoten mit eng zusammengefügten Zehen. Die Krallen müssen schwarz oder sehr dunkel sein.

Gangwerk

Die Bewegung sollte frei und geradlinig sein ohne Lockerheit in den Schultern oder den Ellenbogen; Pfoten oder Vordermittelfuß sollten weder einwärts noch nach außen gedreht werden. Die Hinterhand sollte große Schubkraft zeigen, wobei Knie- und Sprunggelenke äußerst flexibel sind. Von hinten gesehen sollte die Bewegung weder zu eng noch zu breit sein.



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