Basset Bleu de Gascogne

Aus Hunde-Wissen
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Inhaltsverzeichnis


Ursprung

Frankreich.


Verwendung

Hund für die Flintenjagd; manchmal auch für die Hetzjagd eingesetzt; er arbeitet alleine ebenso gut wie in der Meute; sein bevorzugtes Wild sind Kaninchen und Hase.


FCI Klassifikation

Gruppe 6 Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen.

Sektion 1.3 Kleine Laufhunde.

Mit Arbeitsprüfung.



Kurzer geschichtlicher Abriss

Die Rasse wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von einigen Jägern aus dem Westen wiederbelebt; von da an erlebte die Rasse eine konstante Entwicklung sowohl im Hinblick auf die nötige Verbesserung im Körperbau wie auch in der Bewahrung der Qualitäten der sog. Hunde „des Südens“.



Allgemeines Erscheinungsbild

Ein sehr typischer Basset, der die große Rasse gut vertritt, deren Abkömmling er ist; recht korpulent, jedoch nicht zu schwer.


Haut: Nicht zu dünn; weich; schwarz oder stark mit schwarzen Flecken marmoriert, niemals völlig weiß; Schleimhäute (haarlose Zonen) schwarz.

Haar: Kurz; mitteldick; dicht.

Farbe: Vollständig (schwarz-weiß) getüpfelt, was einen schieferblauen Schimmer verleiht; mit oder ohne mehr oder minder ausgedehnten schwarzen Platten. Jede Kopfseite trägt im Allgemeinen zwei schwarze Flecken, die den Behang bedecken, die Augen einfassen und auf den Backen enden. Auf dem Schädeldach fließen sie nicht zusammen, sondern lassen einen weißen Zwischenraum, in dessen Mitte sich häufig ein kleiner, ovaler, schwarzer Fleck befindet; dies ist typisch für die Rasse. Zwei mehr oder weniger intensiv lohfarbene Abzeichen finden sich über den Augenbrauen als Vieräugelfleck. Spuren von Lohfarbe finden sich ebenso auf den Backen, den Lefzen, auf der Innenseite des Behangs, auf den Gliedmaßen und unter der Rute.

Größe

Widerristhöhe: 34 –38 cm.


Wichtige Proportionen

  • Körpergröße / Körperlänge ungefähr 5/8.
  • Brusttiefe / Körpergröße ungefähr 2/3.


Verhalten/Charakter (Wesen)

Sehr feine Nase; aktiv, flink und energisch; gründlich in seiner Art zu jagen; heulende Stimme; ordnet sich perfekt in die Meute ein. Anschmiegsamer und fröhlicher Hund mit dem Bedürfnis, sich auszutoben.


Kopf

Schädel: Von vorn betrachtet leicht gewölbt und nicht zu breit; der Hinterhaupthöcker ist betont; von oben betrachtet ist der hintere Teil des Schädels spitzbogig; die Stirn ist ausgefüllt.

Stop: Wenig betont.

Nasenschwamm: Schwarz; breit; Nasenlöcher gut geöffnet.

Fang: Von gleicher Länge wie der Schädel; kräftig; Nasenrücken leicht gewölbt.

Lefzen: Ziemliche Hängelefzen, den Unterkiefer gut bedeckend; sie verleihen dem Vorderteil des Fangs ein quadratisches Profil; der Lefzenschluss ist gut ausgeprägt, aber nicht lose.

Kiefer / Zähne: Scherenschluss; die Schneidezähne stehen gut rechtwinklig zum Kiefer.

Backen: Trocken; die Haut kann dort eine oder zwei Falten bilden.

Augen: Oval; scheinbar tiefliegend; braun; sanfter, ein wenig trauriger Ausdruck.

Ohren: Ein wesentliches Merkmal des Bleu: er ist dünn, gefaltet, endet spitz und muss über die Nasenspitze reichen können; der Behang ist am Ansatz schmal; dieser liegt deutlich unterhalb der Augenlinie.

Hals: Recht lang, ein wenig gebogen; ohne übermäßig entwickelte Wamme.


Körper

Rücken : Langgestreckt; sehr fest.

Lenden: Kurz; gut gefügt; manchmal gewölbt.

Kruppe: Leicht schräg.

Brust: Breit; in der Länge gut entwickelt; sie reicht über den Ellenbogen hinab; das Brustbein ist vorn ziemlich hervortretend und gut nach hinten verlängert. Rippen ziemlich gerundet.

Untere Profillinie und Bauch: Ziemlich straff.

Rute : Kräftiger Ansatz; als Säbelrute getragen; manchmal gegen das Rutenende hin rundum einige etwas längere und gröbere, ährenartig abstehende Haare aufweisend; in Ruhestellung muss ihr Ende den Boden knapp erreichen.


Gliedmaßen

Vorderhand

Allgemeines: Kräftig; eine leichte Drehung kann bis hin zur Halbdrehung toleriert werden.

Schultern: Muskulös; nicht schwer; schräg.

Ellenbogen: Gut am Körper anliegend.

Vorderpfoten: Von der Form eines leicht gestreckten Ovals; Zehen trocken und eng aneinander liegend; Ballen und Krallen schwarz.


Hinterhand


Allgemeines: Von hinten betrachtet verläuft eine vom Sitzbeinhöcker aus zu fällende Vertikale durch die Mitte von Oberschenkel, Sprunggelenk, Hintermittelfuss und Pfote.

Oberschenkel : Lang und muskulös. Sprunggelenk: Breit; leicht gewinkelt, recht tief angesetzt.

Hintermittelfuß : Kurz und kräftig.

Hinterpfoten: Von der Form eines leicht gestreckten Ovals; Zehen trocken und eng aneinander liegend; Ballen und Krallen schwarz.


Gangwerk

Gleichmäßig und ziemlich leichtfüßig.



Fehler

Kopf :

  • Schädel zu breit oder flach.
  • Rundes, kugelförmiges Auge.
  • Hochangesetzter, breiter, dicker, runder Behang.

Hals:

  • Kurzer Hals.

Körper :

  • Lang; weicher Rücken; fehlende Substanz.
  • Eingezogener Schwertfortsatz.
  • Flache Rippen.

Rute :

  • Seitwärts getragen.


Vorderhand :

  • Steile Schulter.
  • Ausgedrehte Ellenbogen.
  • Nach außen verdrehter Vordermittelfuss; Fusswurzelgelenke über knickend.
  • Durchgetretene Pfoten.


Hinterhand :

  • Von hinten gesehen kuhhessige oder fassbeinige Stellung.

Haar:

  • Kurz und dünn.

Farbe :

  • Zu blasse Abzeichen.

Wesen:

  • Furchtsamer Hund.



Ausschließende Fehler :

  • Ängstlicher oder aggressiver Hund.
  • Schwere anatomische Missbildungen.
  • Augenfällige, den Gebrauch beeinträchtigende Mängel.
  • Mangel an Typ.
  • Vor- oder Rückbiss.
  • Helles Auge.
  • Zu langer Körper.
  • Deformation der Rippen, fehlender Schwertfortsatz.
  • Verdrehte Vordergliedmaßen.
  • Jedes von der Standardbeschreibung abweichende Haarkleid.


N.B. Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.



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