Basset artésien normand

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Basset artésien normand
BassetArtesienNormand.jpg
FCI - Standard Nr. 34
Patronat, Herkunft Frankreich
Klassifikation FCI

Gruppe 6:
Sektion 1.1:

Rassenamen Basset artésien normand
Größe 30 – 36 cm.
Gewicht 15 - 20 kg.
Fell:
  • Beschaffenheit
  • Farbe
  • Kurz, dicht anliegend, nicht zu fein

  • Falbfarben mit schwarzem Mantel und Weiss (dreifarbig) oder falbfarben mit Weiss (zweifarbig)
Schädel:
  • Kopfform
  • Ohren
  • Gut gewölbt, von mittlerer Breite; Hinterhauptbeinhöcker sichtbar; Gesamteindruck des Kopfes trocken, Stirnabsatz nicht übertrieben betont

  • So tief als möglich angesetzt, niemals oberhalb der Augenlinie; schmal am Ansatz, gut in Spiralform gedreht, geschmeidig, dünn, sehr lang, mindestens so lang wie der Fang
Körper:
  • Aussehen
  • Rute
  • Im Verhältnis zu seiner Grösse lang, gut gestellt und kompakt

  • Eher lang, kräftig an der Wurzel, gleichmässig dünner werdend; im Stand soll die Spitze gerade den Boden berühren
Verwendung Hund für die Jagd mit der Flinte auf Niederwild
Rassen von A bis Z

VERWENDUNG : Hund für die Jagd mit der Flinte auf Niederwild. Er jagt spurlaut sowohl in der Gruppe als auch allein. Seine kurzen Läufe erlauben ihm, in das dichteste Dickicht einzudringen und da, wo ein grosser Hund nicht mehr durchkommt, das sich dort versteckende Wild herauszutreiben. Er bevorzugt die Jagd auf Kaninchen, aber er eignet sich auch für Hasen und Rehwild. Er sucht und sticht mit grosser Sicherheit, nicht sehr schnell, aber laut und systematisch.

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 6 Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen. Sektion 1.3 Kleine Laufhunde. Mit Arbeitsprüfung.

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Die gezielte Zucht des kurzhaarigen französischen Basset begann in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts. Aus Bassets von offensichtlich gemeinsamem Ursprung hat Le Couteulx de Canteleu einen Gebrauchstyp mit geraden Vorderläufen herausgezüchtet, den Typ d’Artois, während Louis Lane einen auffälligeren Typ mit ausgedrehten Vorderläufen erzüchtete, den Typ Normand. Erst 1924 wurde der Name Basset artésien-normand für die Rasse und den Club anerkannt. Léon Verrier, der 1927 mit 77 Jahren das Präsidium des Clubs übernahm, war bestrebt, den Rassenmerkmalen des Typ Normand einen deutlicheren Charakter zu verleihen; im Buch der Standards der Laufhunde aus dem Jahre 1930, in welchem beide Rassen, der Basset d’Artois und der Basset artésien-normand, aufgeführt sind, findet man folgende Anmerkung zum Artésien-normand : „Der Vorstand der Société de Vénerie beschliesst und gibt bekannt, dass der Basset artésien-normand nur als eine Übergangsstufe zu einem reinen Typ Normand ohne restliche Merkmale des Typ d’Artois zu betrachten ist“.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Im Verhältnis zu seiner Grösse lang, gut gestellt und kompakt; sein Kopf zeigt den Adel des grossen Normand-Laufhundes.

WICHTIGE PROPORTIONEN :

Widerristhöhe : Länge des Körpers = ca. 5 : 8 Brusttiefe : Widerristhöhe = ca. 2 : 3 Fangbreite : Länge des Kopfes = ca. 1 : 2 Fanglänge : Länge des Schädels = ca. 10 : 10

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Mit seiner sehr feinen Nase zuverlässig auf der Spur und vorzüglich spurlaut jagend gestattet er seinem Meister, die jagdliche Verfolgung auszukosten ohne sich allzu sehr beeilen zu müssen. Charakter munter und sehr anhänglich.

KOPF :

OBERKOPF : Schädel : Gut gewölbt, von mittlerer Breite; Hinterhauptbeinhöcker sichtbar; Gesamteindruck des Kopfes trocken. Stop : Stirnabsatz nicht übertrieben betont.

GESICHTSSCHÄDEL : Nasenschwamm : Schwarz und breit, etwas über die Lippen vorstehend. Nasenlöcher gut geöffnet. Fang : Etwa gleich lang wie der Schädel, leicht gewölbt. Lefzen : Die Oberlippe überdeckt die Unterlippe deutlich, ist jedoch weder allzu sehr hängend, noch zu straff. Kiefer / Zähne : Scherengebiss, d.h. die Reihe der oberen Schneidezähne überdeckt in engem Kontakt die Reihe der unteren Schneidezähne; die Zähne stehen senkrecht im Kiefer. Backen : Die Haut bildet hier eine oder zwei Falten. Augen : Oval, gross, von dunkler Farbe (mit der Fellfarbe übereinstimmend); Ausdruck ruhig und ernst; die Bindehaut des Unterlids kann manchmal sichtbar sein, jedoch nicht übermässig. Behang : So tief als möglich angesetzt, niemals oberhalb der Augenlinie; schmal am Ansatz, gut in Spiralform gedreht, geschmeidig, dünn, sehr lang, mindestens so lang wie der Fang, vorzugsweise in einer Spitze endend.

HALS : Ziemlich lang, mit etwas Wamme, aber nicht übertrieben.

KÖRPER : Rücken : Breit und gefestigt. Lenden : Leicht aufgezogen. Kruppe : Hüften etwas schräg liegend, sodass die Kruppe leicht abfallend erscheint. Brust : Oval, lang; Brustbein gut vorspringend und weit nach hinten verlängert; gut ausgebildeter Brustkorb; volle Flanken; Brustlinie deutlich unterhalb der Ellenbogen. Rippen lang, Rippenkorb weit nach hinten reichend.

RUTE : Eher lang, kräftig an der Wurzel, gleichmässig dünner werdend; im Stand soll die Spitze gerade den Boden berühren; Rutenhaltung säbelförmig, jedoch niemals über den Rücken fallend und befedert. Diesbezüglich ist es absolut verboten, das Aussehen der Rute für Ausstellungen künstlich zu verändern.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND : Allgemeines : Die Vorderläufe sind kurz und stämmig; sie sind halb oder etwas weniger als halb ausgedreht; die Ausdrehung muss jedoch genügend sichtbar sein. Einige Hautfalten an der Vorderfusswurzel sind, solange nicht übertrieben, als Qualitätsmerkmal zu werten.

Korrekt halb ausgedrehte Vorderläufe.

Schultern : Schräg und bemuskelt. Ellenbogen : Fest am Körper anliegend.

HINTERHAND : Allgemeines : Von hinten gesehen läuft eine Senkrechte, vom Sitzbeinhöcker ausgehend, mitten durch den Unterschenkel, das Sprunggelenk, den Hintermittelfuss und die Pfote. Oberschenkel : Rund und stark bemuskelt.

Gute Hinterhand, Oberschenkel rundlich und stark bemuskelt.

Unterschenkel : Kräftig, ziemlich tief angesetzt, mässig gewinkelt, so dass im Stand die Pfoten noch leicht unter den Körper gestellt sind. Eine kleine, von loser Haut gebildete Hauttasche am Fersenbeinhöcker ist nicht als Fehler zu werten. Hintermittelfuss : Kurz und kräftig.

BassetArtesienNormand1.jpg

PFOTEN : Oval, etwas länglich; Zehen ziemlich geschlossen und so gerade gestellt, dass sie alle fest am Boden aufstützen.

GANGWERK : Regelmässig, freie und ruhige Bewegung.

HAUT : Geschmeidig und dünn.

HAARKLEID

HAAR : Kurz, dicht anliegend, nicht zu fein.

FARBE : Falbfarben mit schwarzem Mantel und Weiss (dreifarbig) oder falbfarben mit Weiss (zweifarbig). Beim dreifarbigen Hund soll der Kopf überwiegend lohfarben sein; an jeder Schläfe soll sich ein runder Fleck mit dunkleren Haaren befinden. Der Mantel oder die Flecken und Platten, die bei der Scheckung vorhanden sind, bestehen aus schwarzem Haar oder aus schwarz-hell geschichtetem Haar (entsprechend den früheren Bezeichnungen „Hasenfarbe“ oder „Dachsfarbe“).

GRÖSSE UND GEWICHT : Widerristhöhe : Rüden und Hündinnen : 30 – 36 cm. Toleranz : +/- 1 cm für aussergewöhnlich gute Hunde. Gewicht : 15 - 20 kg.

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