Braque Français

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Braque Français
Platzhalter Hunderassen.png
FCI - Standard Nr. 133/134
Patronat, Herkunft Frankreich
Klassifikation FCI

Gruppe 7
Sektion 1.1

Rassenamen Braque Français
  • Braque français, (grande taille) (Französischer-Vorstehhund – Typus Gascogne)
  • Braque français, (petite taille) (Französischer-Vorstehhund – Typus Pyrenäen)
Größe
  • Type Gascogne: Rüde 58–69 cm, Hündin 56–68 cm
  • Type Pyrénées: Rüde 47–58 cm, Hündin 47–56 cm
Gewicht nicht spezifiziert
Fell:
  • Beschaffenheit
  • Farbe
  • Gascogne: Eher grob und reichlich; an Kopf und Behang feiner
  • Pyrénées: Feiner und kürzer als beim Typ Gascogne

  • Kastanienbraun.
  • Kastanienbraun und weiß.
  • Kastanienbraun stark weiß getüpfelt.
  • Kastanienbraun mit lohfarbenen Abzeichen (über den Augen, an den Lefzen und an den Gliedmaßen).
Schädel:
  • Kopfform
  • Ohren
  • Ziemlich kräftig, aber nicht zu schwer

  • Von mittlerer Länge; in Höhe der Augenlinie angesetzt; am Ansatz nicht zu breit; gut den Kopf umrahmend; leicht gefaltet und an der Spitze abgerundet
Körper:
  • Aussehen
  • Rute
  • Gascogne: Vorstehhund von mittleren Proportionen vom Typ Braque; mit Adel , robust und kräftig, jedoch nicht übertrieben schwer gebaut, mit starken Gliedmaßen
  • Pyrénées: Rustikaler, ausreichend muskulöser, aber nicht schwerer Hund. Haut straffer als beim Typ Gascogne

  • Dünn; kann von Natur aus kurz sein
Verwendung Vorstehhund
Rassen von A bis Z

Unter Französischer Vorstehhund (Braque français) führt die FCI (Nr.133/134, Gr.7 Sek.1) zwei anerkannte Vorstehhunde aus Frankreich.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Geschichtliches

Der Französische Vorstehhund gilt als Stammvater aller heutigen kurzhaarigen Vorstehhunde. Aus den schweren langsamen Vorstehhunden der Gascogne und Oysel (Landstriche im Südwesten Frankreichs) hat man ab ca. 1830 zwei Schläge herausgezüchtet. Dank seiner Größe und seiner Jagdpassion wird der Braque Francais in allen Landstrichen Frankreichs geschätzt.

Aus der Entstehungsgeschichte Der Französische Vorstehhund zählt sicherlich zu den ältesten kurzhaarigen Vorstehhundrassen in Frankreich. Die Herkunft geht zurück bis in das Mittelalter. Traditionsgemäß finden wir den Braque Francais vorwiegend in der südlicheren Hälfte Frankreichs. Nach dem Deutschen Kurzhaar und dem Weimaraner steht der Braque Francais an dritter Stelle in der Beliebtheitsgrad der kurzhaarigen Vorstehhunde Frankreichs.

Im Mittelalter gab es nur zwei Varietäten des Vorstehhundes und zwar der Hund für die Jagd mit dem Falken und der Hund für die Netzjagd. 1883 beschrieb der Autor Espee de Selicourt erstmals sehr genau den Braque Francais. 1850 begann sich die französische Kynologie zu organisieren und gab dem sehr gefragten Hund den Namen, der er noch heute trägt: Braque Français. Um 1880 übernahm Mr. Senc-Lagrange den Zuchtaufbau, dessen Standard noch heute bei diesen Hunden zu sehen ist.

Beschreibung

Hund vom Brackentyp: das reichliche Haar ist eher grob; an Kopf und Behang feiner, in den Farben: Kastanienbraun, Kastanienbraun und Weiß, Kastanienbraun stark weiß getüpfelt und Kastanienbraun mit lohfarbenen Abzeichen, beim Pyrenäentyp noch feiner und kürzer. Der Behang, also die Ohren, sind in Höhe der Augenlinie angesetzt, von mittlerer Länge, leicht gefaltet, gut den Kopf umrahmend. Der Gascogne ist mit bis zu 69 cm größer als der Pyrenäe mit bis zu 58 cm.

Der Pyrenees ist ein überaus flotter Vertreter seiner Zunft, während der Gascogne eine gewaltige Bierruhe ausstrahlt. Es scheint fast so, als würde die Wiege des Braque Français in der weiten Ebene, die sich von der Garonne bis zu den Pyrenäen erstreckt, stehen. Das ist jedenfalls die offizielle anerkannte Hypothese. Mit der Entwicklung der bodenständigen Rassen und vielleicht auch, weil jede Region ihre Rasse haben wollte, wurde der Braque Français aus vielen Regionen Frankreichs verdrängt. Er fand seine Heimat in der Gascogne und wurde hier mit einem Quentchen Regionalstolz weiter gezüchtet. Leider wurde in den zurückliegenden Jahrzehnten dieser exzellente Hund von den vielen französischen Jägern vergessen. Erst seit etwa 1970 erfährt diese Rasse mit ihren beiden Größen eine starke Wiedergeburt.

Jagdliche Verwendung

Der Braque Français hat einen sehr guten Charakter, einen ausgezeichneten Fährten- und Spursinn, bombiges Vorstehen, eine ausgesprochene Bringfreude und eine sehr gute Jagdpassion. Er wird für die Jagd vor und nach dem Schuss verwendet. Er ist leichtführig, sehr lernbegierig, führerbezogen und anpassungsfähig. Er ist ausdauernd und sehr widerstandsfest gegenüber Witterungseinflüssen.

Alles was der Hund verlangt, ist ein wenig Verständnis. So verträgt er keine zu harte Abrichtung. Im Gelände ist er ein vortrefflicher Helfer, im Wald, Feld, im Dickicht und gleichfalls im Gebirge. Seine Apportierfreude ist angeboren.


FCI - Standard Nr. 133 TYPUS GASCOGNE

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 7 Vorstehhunde. Sektion 1.1 Kontinentale Vorstehhunde, Typ « Braque ». Mit Arbeitsprüfung.

Der Französische Vorstehhund stellt sich in zwei unterschiedlichen Typen vor, dem großen « Typ der Gascogne » und dem kleinen « Pyrenäentyp ». Beide stammen aus dem Südwesten Frankreichs und den Zentralpyrenäen, wo sie im Reinzustand erhalten geblieben sind.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Vorstehhund von mittleren Proportionen vom Typ Braque; mit Adel , robust und kräftig, jedoch nicht übertrieben schwer gebaut, mit starken Gliedmaßen. Die Hündinnen sind leichter. Die Haut ist weich und recht lose.

WICHTIGE PROPORTIONEN : Die Länge des Fanges ist etwas kürzer als die des Schädels.

KOPF : Ziemlich kräftig, aber nicht zu schwer. Die Begrenzungslinien von Schädel und Fang sind leicht divergent.

OBERKOPF : Schädel : Nahezu flach oder nur sehr leicht gewölbt mit einer schwach ausgeprägten Mittelfurche. Der Hinterhauptkamm tritt wenig hervor. Stop : Stirnabsatz weder eingesenkt noch hervorgehoben.

GESICHTSSCHÄDEL : Nasenschwamm : Dick, kastanienbraun, mit gut geöffneten Nasenlöchern. Fang : Nasenrücken breit, rechtwinklig, die Oberlinie manchmal etwas konvex. Lefzen : Hängend; der Lippenwinkel ist recht faltig. Kiefer / Zähne : Gebiß vollständig; Zangengebiß wird toleriert. Augen : Gut geöffnet und gut in die Augenhöhle eingebettet; kastanienbraun oder dunkelgelb; freimütiger Blick. Behang : Von mittlerer Länge; in Höhe der Augenlinie angesetzt; am Ansatz nicht zu breit; gut den Kopf umrahmend; leicht gefaltet und an der Spitze abgerundet. Die Wangen dürfen in Höhe des Ohransatzes und ein wenig darüber eine oder zwei senkrecht verlaufende Falten aufweisen. Die Ohrspitzen müssen bis zum Ansatz des Nasenschwammes reichen.

HALS : Von guter Länge, im oberen Teil leicht gewölbt und stets mit leichter Wamme.

KÖRPER : Rücken : Breit, gerade, manchmal etwas lang, stets aber fest. Lenden : Kurz, muskulös, leicht gewölbt. Kruppe : Zur Oberlinie leicht schräg. Brust : Von vorn betrachtet breit, im Profil besehen lang und bis auf Ellenbogenhöhe herabreichend; die Rippen sind ohne Übertreibung gerundet. Bauch : Flanken flach; wenig aufgezogener Bauch.

RUTE : Im allgemeinen gekürzt; sie verlängert die Wölbung der Kruppe; wenn sie gut getragen wird, ist die unkupierte Rute ebensowenig ein Fehler wie eine angeborene Stummelrute.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND : Läufe senkrecht und gerade; kräftig und muskulös. Schultern : Stark bemuskelt und mittelmäßig schräg. Oberarm : Kräftig und gut bemuskelt. Ellenbogen : Sie liegen auf Höhe des Brustbeins. Vorderpfoten : Zehen eng aneinanderliegend und gut gewölbt; Pfote insgesamt kompakt, fast rund; Krallen stark und Ballen gut fleischig.

HINTERHAND : Senkrecht und gerade. Oberschenkel : Gut bemuskelt, gerundet. Unterschenkel : Muskulös. Sprunggelenk : Mittelstark gewinkelt. Hintermittelfuß : Recht kurz. Hinterpfoten : Kompakt, beinahe rund.

HAARKLEID

HAAR : Eher grob und reichlich; an Kopf und Behang feiner.

FARBE : • Kastanienbraun. • Kastanienbraun und weiß. • Kastanienbraun stark weiß getüpfelt. • Kastanienbraun mit lohfarbenen Abzeichen (über den Augen, an den Lefzen und an den Gliedmaßen).

GRÖSSE : Rüden : 58 bis 69 cm. Hündinnen : 56 bis 68 cm. Ideale Größe : 61 bis 63 cm.


FCI - Standard Nr. 134 TYPUS PYRENÄEN

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 7 Vorstehhunde. Sektion 1.1 Kontinentale Vorstehhunde, Typus « Braque ». Mit Arbeitsprüfung.

Die kleinen Französischen Vorstehhunde vom « Pyrenäentyp » teilen mit jenen vom « Typ der Gascogne » bei gleichen Proportionen dieselben Merkmale in kleinerer Dimension und leichterem Format. Sie unterscheiden sich von ihnen lediglich in folgenden Punkten :

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Rustikaler, ausreichend muskulöser, aber nicht schwerer Hund. Haut straffer als beim Typ Gascogne.

KOPF :

Nasenschwamm : Kastanienbraun mit gut geöffneten Nasenlöchern. Lefzen : Die Lefzen reichen weniger weit herab als beim Typ Gascogne oder sind weniger konvex. Behang : Oberhalb der Augenlinie angesetzt und kaum gefaltet; die Spitzen des Behangs enden 2 cm vor dem Nasenschwamm.

HALS : Wenig oder keine Wamme.

BAUCH : Der Bauch reicht weniger weit herab als beim Typ Gascogne.

RUTE : Dünn; kann kupiert oder von Natur aus kurz sein.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND : Leichter als beim Typ Gascogne. Schultern : Muskulös und mittelmäßig schräg.

HINTERHAND Pfoten : Zehen eng aneinanderliegend.

HAARKLEID

HAAR : Feiner und kürzer als beim Typ Gascogne.

GRÖSSE : Rüde : 47 bis 58 cm, Hündin : 47 bis 56 cm. Eine Größe zwischen 50 und 55 cm ist zu bevorzugen, weil den häufigsten Gebrauchszwecken am besten dienlich.



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