Bullterrier

Aus Hunde-Wissen
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bullterrier
EnglishBullterrier.JPG
FCI - Standard Nr. 11
Patronat, Herkunft Großbritannien
Klassifikation FCI

Gruppe 3
Sektion 3

Rassenamen Bull Terrier
Größe und Gewicht Es gibt keine Grössen - oder Gewichtsgrenze. Auf jeden Fall muss der Eindruck von höchstmöglicher Substanz im Einklang zu Grösse und Geschlecht vorhanden sein.
Fell:
  • Beschaffenheit
  • Farbe
  • Kurz, glatt und ebenmässig. Fühlt sich bei feinem Glanz hart an. Im Winter kann eine weiche Unterwolle vorhanden sein

  • Weiss bedeutet ein reinweisses Haarkleid. Hautpigmentierung und Flecken am Kopf sind nicht zu bestrafen. Bei farbigen Hunden muss die jeweilige Farbe vorherrschend sein; bei Gleichheit aller anderen Dinge, wird der gestromte Rassevertreter bevorzugt. Schwarz gestromt, rot, rehbraun und tricolor annehmbar
Schädel:
  • Kopfform
  • Ohren
  • Lang, stark und tief bis absolut zum Ende des Fangs, jedoch nicht grob. Von vorne betrachtet eiförmig und vollständig ausgefüllt, die Oberfläche frei von Aushöhlungen oder Einbuchtungen. Die Profillinie verläuft vom Oberkopf leicht abwärts gekrümmt bis zur Nasenspitze

  • Klein, dünn und nahe zueinander angesetzt. Ein Bull Terrier sollte in der Lage sein die Ohren steif aufgerichtet zu halten, wenn sie gerade nach oben zeigen
Körper:
  • Aussehen
  • Rute
  • Kräftig gebaut, muskulös, harmonisch und aktiv, mit durchdringendem, entschlossenem und intelligentem Ausdruck

  • Kurz, tief angesetzt und horizontal getragen. Dick am Rutenansatz, verjüngt sie sich zu einer feinen Spitze
Verwendung Haushund
Rassen von A bis Z

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Geschichtliches

Der Bullterrier ist eine Kreuzung zwischen der Bulldogge und anderen Terrierarten, wie z.B. den inzwischen ausgestorbenen White English Terrier; sogar ein Schuß Dalmatinerblut soll mitgemischt haben, sowie andere Rassen vom Mastiff angefangen bis zum Manchester Terrier. Genaues wird man wohl kaum erfahren können, da es aus dieser Zeit keine Zuchtbücher oder andere schriftliche Aufzeichnungen gibt. Der Hundezüchter James Hinks wollte mit dem Bullterrier einen überlegenen Gegner zur Bulldogge schaffen, die die damals in Großbritannien üblichen Hundekämpfe beherrschte. Knapp 20 Jahre später wurden Hundekämpfe jedoch verboten. Der Bullterrier wurde von Anfang an in unterschiedlichen Größen gezüchtet, die Größe die heute als Mini Bullterrier bezeichnet wird war Ende des 19. Jahrhundert weitaus häufiger als der große Schlag.

Rasseproblematik: "Kampfhund"

Oft wird der große Schlag bei den sogenannten Kampfhunden oder "Listenhunden" eingeordnet. Im Rassestandard des Bullterrier wird jedoch deutlich eine Menschenfreundlichkeit gefordert, so heißt es: "Of an even temperament and amenable to discipline. Although obstinate is particularly good with people" (Von ausgeglichenem Wesen und zugänglich für Disziplin. Wenn auch etwas stur, so doch insbesondere gut zu Menschen) Gewissenhafte Züchter schließen Tiere, die dieser Forderung nicht nachkommen, nicht wesensfest oder gar aggressiv sind von der Zucht aus. Der Miniatur Bullterrier war nie von solchen Vorurteilen betroffen. Das führt dazu, daß der Bullterrier in Deutschland in vielen Listen als gefährlich geführt wird, der Mini Bullterrier aber, auf Grund seiner Größe, < 40 cm und seines Gewichts, < 20 kg nicht mal als eingeschränkt gefährlich eingeschätzt wird.

EnglishBullterrier1.JPG

Heute hat sich das Exterieur der Bullterrier wesentlich verändert. Typisch ist der von der Seite betrachtete eiförmige Kopf mit einer konvexen, so genannten "römischen" Nase. Für Bullterrier gibt es im Rassestandard keine Größen- oder Gewichtsbeschränkungen, wie es bei anderen Hunderassen üblich ist. Forderung ist ein "ausgewogener Körperbau mit einem Maximum an Substanz". (Was nicht zu verwechseln ist mit einem "Maximum an Gewicht")
Ursprünglich wurden Bullterrier als reinweiße Begleithunde gezüchtet. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden durch Einkreuzung von Staffordshire Bullterriern farbige Tiere. Farbige Bullterrier wurden 1933 vom englischen Kennel Club anerkannt, obwohl sich viele Vereine und Züchter dagegen wehrten.

FCI - Standard Nr. 11

Allgemeines Erscheinungsbild

Kräftig gebaut, muskulös, harmonisch und aktiv, mit durchdringendem, entschlossenem und intelligentem Ausdruck. Ein einzigartiges Merkmal ist sein « downface » (divergierende Kopflinien) und der eiförmige Kopf. Unabhängig von der Größe sollten Rüden maskulin und Hündinnen feminin aussehen.

Haut: Dicht anliegend

Haar : : Kurz, glatt und ebenmäßig. Fühlt sich bei feinem Glanz hart an. Im Winter kann eine weiche Unterwolle vorhanden sein.

Farbe: Weiß bedeutet ein rein weißes Haarkleid. Hautpigmentierung und Flecken am Kopf sind nicht zu bestrafen. Bei farbigen Hunden muss die jeweilige Farbe vorherrschend sein; bei Gleichheit aller anderen Dinge, wird der gestromte Rassevertreter bevorzugt. Schwarz gestromt, rot, rehbraun und trikolor annehmbar. Sprenkelung im weißen Haarkleid unerwünscht. Blau und leberbraun höchst unerwünscht.

Größe und Gewicht: Es gibt keine Größen - oder Gewichtsgrenze. Auf jeden Fall muss der Eindruck von höchstmöglicher Substanz im Einklang zu Größe und Geschlecht vorhanden sein.

Verhalten/Charakter (Wesen)

Der Bull Terrier ist der Gladiator unter den Hunderassen, voller Feuer und tapfer. Ausgeglichenes Wesen und diszipliniert. Obgleich sehr eigensinnig, ist er im Besonderen sehr gut gegenüber Menschen.

Kopf

Lang, stark und tief bis absolut zum Ende des Fangs, jedoch nicht grob. Von vorne betrachtet eiförmig und vollständig ausgefüllt, die Oberfläche frei von Aushöhlungen oder Einbuchtungen. Die Profillinie verläuft vom Oberkopf leicht abwärts gekrümmt bis zur Nasenspitze.

Schädel : Nahezu flach von Ohr zu Ohr.

Nasenschwamm: Sollte schwarz sein und an der Spitze nach unten gebogen. Nasenöffnungen gut entwickelt.

Lefzen: Ebenmäßig und straff anliegend.

Kiefer / Zähne : Unterkiefer tief und kräftig. Zähne tadellos, sauber, stark und von guter Größe; ausgesprochen gleichmäßig mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

Augen: Erscheinen schmal, schräg eingesetzt und dreieckig, gut eingebettet, schwarz oder so dunkelbraun wie möglich um nahezu wie schwarz zu wirken, mit einem durchdringenden Glitzern. Die Distanz von der Nasenspitze bis zu den Augen wahrnehmbar grösser als die von den Augen bis zum Hinterhaupt. Blaue oder teilweise blaue Augen unerwünscht.

Ohren : Klein, dünn und nahe zueinander angesetzt. Ein Bull Terrier sollte in der Lage sein die Ohren steif aufgerichtet zu halten, wenn sie gerade nach oben zeigen.

Hals: Sehr muskulös, lang, gebogen, sich von den Schultern zum Kopf hin verjüngend und ohne lose Kehlhaut.

Körper

Gut gerundet mit einer markanten Rippenwölbung und großer Tiefe vom Widerrist zum Brustbein, so dass dieses näher zum Boden ist als der Bauch.

Rücken: Kurz, kräftig; hinter dem Widerrist ist die Rückenlinie gerade, mit leichtem Schwung oder leichtem Bogen über der Lendenpartie.

Lenden: Breit, gut bemuskelt.

Brust: Von vorne betrachtet breit.

Untere Profillinie und Bauch: Vom Brustbein verläuft sie in ganz gering ansteigender Kurve zum Bauch.

Rute: Kurz, tief angesetzt und horizontal getragen. Dick am Rutenansatz, verjüngt sie sich zu einer feinen Spitze.

Gliedmaßen

Vorderhand

Allgemeines: Die Vorderläufe haben den stärksten Typ runder Knochen von großer Qualität. Die Hunde sollen massiv und parallel auf diesen Läufen stehen. Bei erwachsenen Hunden sollen die Vorderläufe ungefähr so lang sein wie die Brust tief ist.

Schultern: Kräftig und muskulös, ohne überladen zu wirken. Schulterblätter breit, flach und am Brustkorb anliegend, mit einer sehr deutlichen Schräge der Vorderkante von unten nach oben, wodurch mit dem Oberarm ein nahezu rechter Winkel gebildet wird.

Ellenbogen: Sehr gerade und stark anliegend.

Vordermittelfuss : Senkrecht.

Vorderpfoten: Rund und kompakt mit gut auf geknöchelten Zehen.

Hinterhand

Allgemeines: Hinterläufe, von hinten betrachtet parallel.

Oberschenkel : Muskulös.

Knie: Gut gewinkelt.

Unterschenkel: Gut gewinkelt.

Sprunggelenk: Gut gewinkelt.

Hintermittelfuss : Kurz und starkknochig bis zu den Pfoten.

Hinterpfoten: Rund und kompakt mit gut auf geknöchelten Zehen.

Gangwerk

Wirkt in der Bewegung fest zusammengefügt, deckt mühelos viel Boden mit freien, leichtfüßigen Schritten und einem typischen flotten Auftreten. Im Trab in Vorder- und Hinterhand parallel. Nur bei schnellerer Bewegung zur Mittellinie hin konvergierend. Großer Vortritt, Hinterhand bewegt sich weich aus der Hüfte, geschmeidig in Knie- und Sprunggelenk, mit großem Schub.



Meine Werkzeuge