Cão de Agua Português

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Cão de Agua Português
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FCI - Standard Nr. 37
Patronat, Herkunft Portugal
Klassifikation FCI

Gruppe 8
Sektion 3

Rassenamen Cão de Agua Português (Portugiesischer Wasserhund)
Größe Rüden 50-57 cm, Hündinnen 43-52 cm
Gewicht Rüden zwischen 19 und 25, Hündinnen zwischen 16 und 22 kg
Fell:
  • Beschaffenheit
  • Farbe
  • Der ganze Körper ist reichlich von widerstandsfähigem Haar bedeckt. Keine Unterwolle. Es existieren zwei Haarvarietäten; gewelltes Langhaar und kürzeres gekräuseltes Haar. Bei der ersteren Varietät ist das Haar leicht glänzend und von weicher Konsistenz. Bei der zweiten ist das Haar kürzer, dicht, matt und bildet zylindrische Strähnen

  • Das Haar ist einfarbig oder mehrfarbig: die Einfarbigen sind weiß, schwarz oder braun in verschiedenen Farbintensitäten, die anderen zeigen Mischungen von Schwarz oder Braun mit Weiß
Schädel:
  • Kopfform
  • Ohren
  • Gut proportioniert, groß und breit

  • Höher als die Augenlinie angesetzt, am Kopf anliegend getragen, wobei der hintere Rand des Ohres leicht abgehoben ist; herzförmig, dünn
Körper:
  • Aussehen
  • Rute
  • Hund von mittleren Proportionen und von brackenartigem Typus mit leicht konvexen bis geraden Profillinien

  • am Ansatz dick, gegen die Spitze zu dünner werdend. Mittelmäßig hoch angesetzt, nicht weiter als bis zum Sprunggelenk reichend
Verwendung Hund der Fischer
Rassen von A bis Z

Der Cão de Agua Português ist eine von der FCI (Nr.37, Gr.8, Sek.3) anerkannte portugisische Hunderasse.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Geschichtliches

Es wird angenommen, dass Wasserhunde schon in vorchristlicher Zeit von den Persern nach Portugal eingeführt wurden. Dort wurde der "canis turcus" oder "the great mongrel dog" bereits um 600 v. Chr. erwähnt. Als die Römer die iberische Halbinsel besetzten, berichtete man vom "canis piscator", einem fischenden Hund der Meere. Zur selben Zeit war in Rom unter Kaiser Augustus ein Hund mit dem Namen "canis leo" bekannt; ein Hund, der wie ein Löwe getrimmt war.

Heute haben Wasserhunde ihre Bedeutung bei der Jagd verloren. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fast verschwunden, erfreuen sich jedoch z.B. portugiesische Wasserhunde neuerdings wieder zunehmender Beliebtheit. Aufgrund seines sanftes, freundliches Wesens und seiner starken Prägung auf den Menschen wird er als kinderfreundlicher Familienhund geschätzt und von verschiedenen Züchtern weltweit gezüchtet. So findet man an der portugiesischen Algarve (z.B. im Naturpark Ria Formosa) Zuchtstationen, die sich auf die Aufzucht von Wasserhunden spezialisiert haben.

Beschreibung

Mittelgroßer (bis 57 cm, 25 kg) und massiver Wasserhund. typisch für diesen Hundtyp ist der ganze Körper ist reichlich von widerstandsfähigem Haar bedeckt, ohne Unterwolle. Es existieren zwei Haarvarietäten; gewelltes Langhaar und kürzeres gekräuseltes Haar, einfarbig oder mehrfarbig; die Einfarbigen sind weiß, schwarz oder braun in verschiedenen Farbintensitäten, die anderen zeigen Mischungen von Schwarz oder Braun mit Weiß. Die Ohren werden am Kopf anliegend getragen. Die Rute ist ringelförmig.

Verwendung

Der Cão de agua Português (Portugisischer Wasserhund) ist ein Fischerhund, der alle Aufgaben übernommen hat, die ein Hund für den Fischer leisten kann: Er bewacht Boot, Gerät und Fang, holt entwischte Fische wieder zurück, hilft beim Einholen der Netze und hält die Verbindung von Boot zu Boot und zum Festland. An Land wird er auch zu Kaninchenjagd eingesezt. Früher wurde er an der gesamten Küste Portugals gebraucht. Mit der Modernisierung der Fischerei verlor er sein Aufgabegebiet. Heute findet man ihn vorwiegend noch in der Provinz Algarve.

Wesen

Der Cão de agua Português ist kein unproblematischer Hund. In der Rassebeschreibung der FCI wird er folgendermaßen beschrieben: Heftiges Temperament, eigenwillig, stolz, streitsüchtig, genügsam und unermüdlich. Sein Blick: durchdringend und aufmerksam. Er ist außergewöhnlich intelligent und versteht alle Befehle seines Herrn und gehorcht ihnen.

FCI Standard Nr. 37

Verwendung

Als hervorragender Schwimmer und Taucher ist dieser Hund ein unzertrennlicher Gefährte der Fischer, denen er unzählige Dienste leistet, nicht nur beim Fischen, sondern auch als Hüter und Verteidiger ihrer Schiffe und ihrer Güter. Während sein Meister am Fischen ist, passt er gut auf und springt unaufgefordert ins Meer und taucht wenn nötig, um entwichene Fische einzufangen und zurückzubringen; er handelt genau gleich, wenn etwa ein Netz reißt oder ein Tau sich loslöst. Er gewährleistet zudem schwimmend die Verbindung hin und her zwischen dem Schiff und dem Festland, auch wenn die Entfernung recht groß ist.

Klassifikation FCI

  • Gruppe 8 Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde.
  • Sektion 3 Wasserhunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Allgemeines Erscheinungsbild

Hund von mittleren Proportionen und von brackenartigem Typus mit leicht konvexen bis geraden Profillinien. Er ist harmonisch in seinen Proportionen, ausgewogen, kräftig und gut bemuskelt. Die Muskulatur ist wegen der häufigen Schwimmübungen bemerkenswert entwickelt. Verhalten / Charakter (Wesen)

Er hat ein heftiges Temperament, ist eigenwillig, stolz, streitsüchtig, genügsam und unermüdlich. Sein Ausdruck ist streng, sein Blick durchdringend und aufmerksam. Das Sehvermögen ist sehr ausgeprägt und der Geruchssinn bemerkenswert. Er ist außergewöhnlich intelligent und versteht und gehorcht freudig allen Befehlen seines Meisters.

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Kopf

Gut proportioniert, groß und breit.

  • Oberkopf
  • Schädel Von der Seite gesehen ist er etwas länger als der Fang. Seine Wölbung ist occipital ausgeprägter und der Hinterhauptskamm ist markant. Von vorne gesehen ist das Scheitelbein parietal gewölbt, mit einer leichten Einsenkung in der Mitte. Die Stirnfurche verlängert sich sagittal bis zu 2/3 des Scheitelbeins. Die Augenbrauenbogen sind vorstehend.

Stop Gut ausgeprägt, etwas weiter hinten als die inneren Augenwinkel gelegen.

Gesichtsschädel

  • Nasenschwamm Breit; Nasenlöcher gut geöffnet und fein pigmentiert. Er ist bei schwarzem, weißem und schwarz-weißem Haarkleid von schwarzer Farbe; bei braunem Haarkleid ist der Nasenspiegel braun; er darf nie fleischfarben sein.
  • Fang An seiner Basis breiter als vorne bei der Nase.
  • Lefzen Dick, besonders vorne; Mundwinkel nicht sichtbar; Mundschleimhaut (Gaumendach, unter der Zunge, Zahnfleisch) betont schwarz pigmentiert.
  • Kiefer / Zähne Kräftige Kiefer, Zahnschluss normal. Gute, nicht sichtbare Zähne. Eckzähne kräftig und gut entwickelt.
  • Augen Mittelgroß, weder eingesunken noch vorstehend, rundlich, weit auseinanderliegend und leicht schräg eingesetzt. Die Iris ist von schwarzer oder brauner Farbe. Die feingeweblichen Augenlider haben schwarze Ränder. Die Augenbindehaut ist nicht sichtbar.
  • Ohren Höher als die Augenlinie angesetzt, am Kopf anliegend getragen, wobei der hintere Rand des Ohres leicht abgehoben ist; herzförmig, dünn; die Spitze des Ohres soll den Rand der Kehle nicht überragen.

Hals

Gerade, kurz, rundlich, bemuskelt, frei und ungezwungen getragen; harmonisch am Rumpf angesetzt; ohne Halskrause, keine Wamme.

Körper

  • Widerrist Breit und nicht vorstehend.
  • Rücken Gerade, kurz, breit und gut bemuskelt.
  • Lenden Kurz, gut an der Kruppe angesetzt.
  • Kruppe Gut geformt, leicht schräg abfallend; Hüfthöcker symmetrisch und wenig sichtbar.
  • Brust Breit und tief; nach unten bis zum Ellenbogen reichend. Rippen lang und gut gewölbt, was eine große Atemkapazität ermöglicht.
  • Bauch Von reduziertem Umfang, elegant aufgezogen.

Rute

Nicht kupiert, am Ansatz dick, gegen die Spitze zu dünner werdend. Mittelmäßig hoch angesetzt, nicht weiter als bis zum Sprunggelenk reichend. Wenn der Hund aufmerksam ist, wird sie ringförmig gerollt getragen, nicht weiter nach vorne als bis zur mittleren Lendengegend. Die Rute ist eine wertvolle Hilfe beim Schwimmen und Tauchen.

Gliedmaßen

  • Stellung: Die Vorder- und Hinterläufe sind korrekt senkrecht gestellt. Vorder- und Hintermittelfuß dürfen etwas schräg nach vorne gestellt sein.
  • Vorderhand: Kräftig, gerade.
  • Schulterblatt Von der Seite und quer gesehen gut schräg gelagert, mit stark entwickelter Muskulatur.
  • Oberarm Kräftig und von mittlerer Länge. Parallel zur mittleren Achse des Körpers.
  • Unterarm Lang und stark bemuskelt.
  • Vorderfußwurzel Kräftig entwickelte Knochen, von vorne gesehen breiter als von der Seite.
  • Vordermittelfuß Lang und kräftig.
  • Vorderpfote Rundlich und flach, mit wenig gewölbten Zehen mittlerer Länge. Die schlaffe Interdigitalmembran erstreckt sich über die ganze Länge der Zehen und ist reichlich mit langem Haar versehen. Schwarze Krallen werden bevorzugt, aber der Farbe des Haarkleides entsprechend sind auch weiße, gestreifte und braune Krallen zulässig. Die Krallen reichen nicht ganz bis zum Boden. Der zentrale Fußballen ist hart und dick, die übrigen Ballen sind von mittlerer Dicke.
  • Hinterhand: Stark bemuskelt, gerade.
  • Keulen Lang und gut gerundet.
  • Oberschenkel Kräftig und von mittlerer Länge; sehr gut bemuskelt.
  • Knie Bewegt sich parallel zur mittleren Achse des Körpers.
  • Unterschenkel Lang und sehr gut bemuskelt, parallel zur mittleren Körperachse. Von vorne nach hinten gut schräg gestellt. Die ganze Sehnen- und Bänderstruktur ist kräftig.
  • Sprunggelenk Kräftig.
  • Hintermittelfuß Lang; keine Afterkrallen.
  • Hinterpfoten In allen Belangen mit den Vorderpfoten übereinstimmend.

Gangwerk

Bewegungsablauf ungezwungen, Schritt kurz, Trab rhythmisch und leicht, Galopp energisch.

Der CdAP in seinem Element

Haarkleid

  • Haar: Der ganze Körper ist reichlich von widerstandsfähigem Haar bedeckt. Keine Unterwolle. Es existieren zwei Haarvarietäten; gewelltes Langhaar und kürzeres gekräuseltes Haar. Bei der ersteren Varietät ist das Haar leicht glänzend und von weicher Konsistenz. Bei der zweiten ist das Haar kürzer, dicht, matt und bildet zylindrische Strähnen. Außer in den Achselhöhlen und in den Leistenbeugen ist das Haar am ganzen Körper regelmäßig verteilt. Am Kopf bildet sich ein aufrechter Haarschopf aus gewelltem Haar bei der Langhaar-Varietät oder aus gekräuseltem Haar in der anderen Varietät. Bei der Langhaar-Varietät ist das Haar an den Ohren länger.
  • Farbe: Das Haar ist einfarbig oder mehrfarbig: die Einfarbigen sind weiß, schwarz oder braun in verschiedenen Farbintensitäten, die anderen zeigen Mischungen von Schwarz oder Braun mit Weiß. Ein weißes Haarkleid ist kein Anzeichen von Albinismus, sofern der Nasenspiegel, die Ränder der Augen und die Mundschleimhaut schwarz pigmentiert sind. Bei den Hunden mit schwarzer, weißer oder schwarz- weißer Haarfarbe ist die Haut leicht bläulich. Wenn das Haar sehr lang wird, wird es bei dieser Rasse in charakteristischer Art und Weise teilweise geschoren: die hintere Körperhälfte, der Fang und die Rute, wobei am Ende der Rute jedoch eine kleine Quaste belassen wird.

Größe und Gewicht

Widerristhöhe

Für Rüden 50-57 cm, Idealgröße 54 cm.
Für Hündinnen 43-52 cm, Idealgröße 46 cm.

Gewicht

Rüden zwischen 19 und 25 kg.
Hündinnen zwischen 16 und 22 kg.


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