Discdogging

Aus Hunde-Wissen
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Discdogging nennt man den Sport, bei dem Hunde mit der Frisbee - Scheibe spielen. Dieser Sport ist in den USA entstanden. Im Jahr 1971 ging Hundehalter Alex Stein mit seinem Hund Ashley in den Park, um mit Freunden Frisbee zu spielen. Ashley, ein Whippet Rüde, beobachtete die Menschen bei diesem Spiel mit der Scheibe neugierig. Ganz plötzlich legte er einen rasanten Spurt hin, setzte zum Sprung an und fing die Scheibe tatsächlich in der Luft. Alex war begeistert und fing an, regelmäßig mit Ashley zu trainieren. Um diesen Sport im ganzen Land bekannt zu machen, ließ er sich etwas einfallen: Heimlich schmuggelte er Ashley in das Baseballstadion von Los Angeles, in dem gerade nationale Meisterschaften stattfanden. In der Pause sprang er mit seinem Hund über den Zaun und zeigte vor über 50.000 Zuschauern, was Ashley konnte. Das Publikum war begeistert und da Radio und Fernsehen vor Ort waren und live berichteten, wurden er und Ashley schnell zu Medienstars. Es folgte eine Einladung in die Johnny Carsons "Tonight Show" und ein Portrait im US-Magazin "People". Die neue Hundesportart "Discdogging" verbreitete sich im ganzen Land.


Bevor man seinem Hund diesen Sport näher bringt, sollte man erst einmal selbst lernen, die Scheibe zu werfen.


Unabhängig von Rasse, Größe und Alter kann man diesen Sport mit jedem Hund ausüben. Dabei steht aber die Gesundheit des Hundes immer an erster Stelle! Um das zu gewährleisten, ist es unbedingt notwendig, vor Spielbeginn mit einem Aufwärmtraining zu beginnen. Weiterhin ist es wichtig, dass der Untergrund, auf dem man spielt frei von Löchern und Unebenheiten ist.


Mittlerweile gibt es Frisbee-Scheiben, die extra für Hunde entwickelt wurden. Sie brechen nicht, haben einen hohen Gummianteil und lassen sich einfach verbiegen. Das verhindert, dass der Hund sich an Schnauze und Lefzen verletzt.


Beginnen tut man mit einfachen Würfen, bei denen die Scheibe über den Boden rollt.Erst wenn der Hund diese Technik beherrscht, kann man mit kurzen Würfen anfangen. Dabei die Scheibe nicht auf den Hund zuwerfen, er könnte sich sonst im Maul verletzen.

Wie bei anderen Sportarten auch, kann Disdogging in Wettkämpfen ausgetragen werden. Wir unterscheiden folgende Klassen:


Mini Distance

In einem markierten Spielfeld muss das Team innerhalb von 1 Minute möglichst viele Punkte erreichen. Punkte bekommt man, wenn der Hund die Scheibe in der Luft fängt und zurück bringt. Je weiter die Scheibe geflogen ist, bevor der Hund sie gefangen hat, um so mehr Punkte können erreicht werden. Solange die Zeit läuft, kann die Scheibe immer wieder geworfen werden.


Long Distance

In dieser Klasse darf die Scheibe 3 Mal geworfen werden. Der Hund versucht, von der Wurflinie aus, die möglichst weit geworfene Scheibe in der Luft zu fangen. Die Distanz zwischen der Abwurflinie und der Landung der hintersten Pfoten wird gemessen.


Freestyle

Beim Freestyle dürfen 5-7 Schreiben benutzt werden, die immer wieder geworfen und vom Hund gefangen werden. Das ganze wird nach Musik gemacht, es wird eine richtige "Choreographie" ausgearbeitet. Viele Elemente erinnern dabei oft ans Dogdancing. Beim Freestyle sieht man richtige Akrobaten unter den Hunden, die teilweise vom Körper des Hundeführers hoch in die Luft springen. Wurftechnik, Akrobatik, Stil, Spielfreude und das Verhältnis der geworfenen Scheiben zu den vom Hund gefangenen Scheiben werden bewertet.



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