English Setter

Aus Hunde-Wissen
Wechseln zu: Navigation, Suche
English Setter
EnglishSetter1.jpg
FCI - Standard Nr. 2
Patronat, Herkunft Großbritannien
Klassifikation FCI

Gruppe 7
Sektion 2.2

Rassenamen English Setter
Größe Rüden : 65 bis 68 cm.

Hündinnen : 61 bis 65 cm

Gewicht nicht spezifiziert
Fell:
  • Beschaffenheit
  • Farbe
  • Vom Hinterkopf in Höhe des Behangs beginnend über den ganzen Körper verteilt leicht gewellt, aber nicht gelockt, lang und seidig

  • Schwarz und Weiß (blue belton), Orange und Weiß (orange belton), zitronenfarben und Weiß (lemon belton), Leberbraun und Weiß(liver belton) oder Tricolour; diese Dreifarbigkeit besteht aus « blue belton » und Tan oder « liver belton » und Tan.

Dabei werden Hunde ohne grosse Flecken am Körper, dafür mit überall vorhandener Tüpfelung (Belton) bevorzugt

Schädel:
  • Kopfform
  • Ohren
  • Er wird erhoben getragen, ist lang und verhältnismäßig trocken.

  • Von mittelmäßiger Länge, tief angesetzt, in schönen Falten dicht an der Wange anliegend
Körper:
  • Aussehen
  • Rute
  • Von mittlerer Größe mit klarumrissener Silhouette, Gesamterscheinung und Bewegung elegant.

  • Annähernd in Linie des Rückens angesetzt, mittellang, nicht tiefer als bis zu den Sprunggelenken reichend
Verwendung Vorstehhund
Rassen von A bis Z

Inhaltsverzeichnis

Die Geschichte

In etwa 50 Züchterjahren schuf Edward Laverack (1797 bis 1877 ) den Urtyp des English Setters. Sein Ziel war es, den Idealhund zu schaffen. Einen Hund mit hervorragenden jagdlichen Eigenschaften und gutem Aussehen.

Mit dem Rüden "Ponto" und der Hündin "Moll", beide von der Farbe her schwarz/weiß, schuf er seinen Stamm und züchtete in strenger Inzestpaarung weiter.

Er trainiert seine Hunde in dem schwierigen Gelände des schottischen Hochmoores, dabei soll er strengste Leistungsauslese betrieben haben.

So entstanden Setter, die eine hohe Gleichmäßigkeit im Typ und in der Leistung aufwiesen.

Bald waren seine "Laverack-Setter" weit über die Grenzen des Mutterlandes hinaus, bis nach Übersee, bekannt.

So kann die Zeit von 1819 bis 1874 als die wichtigste geschichtliche Epoche in der Zucht des English Setters bezeichnet werden.

Bis heute hat dieser schöne mittelgroße, elegante und robuste Hund mit seinem weichen, seidigen Fell nichts von seiner Leistung und Schönheit verloren und ist, zum Glück, weit davon entfernt, ein Modehund zu sein.

Die Leistung

English Setter sind Feldspezialisten, und es ist schon eine Augenweide, sie bei der Suche zu erleben. Ihr Lauf gepaart mit Kraft und Ästhetik, ist zweifellos der eleganteste unter den drei Setterrassen. Die Nase immer hoch im Wind haltend, suchen sie mit viel Jagdverstand und Ausdauer, unter Ausnutzung des Geländes, nach Federwild, um es dann sicher und ausdauernd vorzustehen. Läuft das Wild ab, ziehen sie mit katzenhafter Geschmeidigkeit und geduckter Körperhaltung nah, ohne es herauszustoßen. Auch im Wasser zeigt der English Setter seine ganze Passion. Mit viel Freude und Ausdauer erledigt er hier seine Aufgabe. Er stöbert im Schilf, nimmt die Schwimmspur auf und apportiert nach dem Schuss zuverlässig das erlegte Wild.

Richtig geführt und ausgebildet, erfüllt der English Setter alle an ihn gestellten Aufgaben mit Freude und Zuverlässigkeit.

Trotz aller jagdlicher Passion ist der English Setter ein ausgesprochen kinderlieber und angenehmer Hausgenosse der es liebt immer inmitten der Familie zu sein.

EnglishSetter.jpg

Die Farben

Hier zeigen die "Engländer" ihre wahre Individualität. In der Tat sind die English Setter in der Färbung so unterschiedlich wie wohl kaum eine andere Hunderasse.

Das Farbspektrum reicht von fast weiß bis beinahe schwarz. Deshalb werdes sie auch oft die "Bunten" oder die "Weißen" genannt.

Die Grundfarbe ist immer Weiß, wobei die Zeichnungsfarben unterschiedlich stark dominieren.

Es überwiegen die Farben Orange und Schwarz. Weniger verbreitet sind die Farben Lemon oder Liver.

Diese drei Farben in den unterschiedlichsten Mischungen reichen aus, um das Erscheinungsbild des English Setter so interessant, eindrucks voll und individuell zu prägen.

FCI - Standard Nr. 2

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 7 Vorstehhunde. Sektion 2.2 Britische und irische Vorsteh- hunde, Setter. Mit Arbeitsprüfung.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Von mittlerer Größe mit klarumrissener Silhouette, Gesamterscheinung und Bewegung elegant.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Sehr aktiv mit ausgeprägtem Jagdsinn. Besonders freundlich und gutmütig.

KOPF : Er wird erhoben getragen, ist lang und verhältnismäßig trocken.

OBERKOPF :

Schädel : Von Behang zu Behang oval, mit erkennbar viel Raum für das Gehirn; deutlich hervortretendes Hinterhauptbein.
Stop : Deutlich ausgeprägt.

GESICHTSSCHÄDEL :

Nasenschwamm : Schwarz oder leberbraun, im Einklang mit der Farbe des Haarkleids. Nasenlöcher weit offen.
Fang : Mäßig tief und ziemlich viereckig. Die Länge des Fanges vom Stop bis zur Nasenspitze sollte gleich der Länge vom Hinterhauptbein bis zum Stop sein.
Lefzen : Nicht zu sehr hängend.
Kiefer / Zähne : Kräftige Kiefer von ungefähr gleicher Länge, mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiß, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Vollzahnigkeit erwünscht.
Augen : Intelligent, sanft und ausdrucksvoll. Augenfarbe von haselnußbraun bis dunkelbraun, je dunkler umso besser. Nur bei Hunden mit der Farbe « Liver Belton » ist ein helleres Auge zuläßig. Augenform oval. Augen nicht hervortretend.
Behang : Von mittelmäßiger Länge, tief angesetzt, in schönen Falten dicht an der Wange anliegend. Spitze des Behangs samtartig, oberer Teil mit feinem, seidigem Haar bedeckt.

HALS : Ziemlich lang, muskulös und trocken, am Kopfansatz leicht gebogen und gut vom Kopf abgesetzt, zur Schulter hin stärker werdend, keine lose Kehlhaut oder lose Haut unterhalb des Kehlbereichs. Elegant.

KÖRPER : Mässig lang.

Rücken : Kurz und gerade.
Lenden : Breit, leicht gewölbt, kräftig und muskulös.
Brust : Tief. Gute Tiefe und Breite zwischen den Schulterblättern. Rippen gut gerundet und stark gewölbt, wobei die Rippen weit nach hinten reichen.

RUTE : Annähernd in Linie des Rückens angesetzt, mittellang, nicht tiefer als bis zu den Sprunggelenken reichend, weder gerollt noch knotig, leicht gebogen oder Krummsäbelförmig. Dabei jedoch ohne die geringste Tendenz, die Rute erhoben zu tragen. Die Befederung oder Fahne hängt in langen Fransen nach unten. Die Befederung beginnt knapp unterhalb des Rutenansatzes, sie wird zur Mitte hin länger und die Fransenlänge wird zum Rutenende hin wieder kürzer. Haar lang, glänzend, weich und seidig, gewellt; aber nicht gelockt. Die Rute wird in der Bewegung lebhaft von einer Seite zur anderen geschlagen, dabei in einer Ebene mit der Rückenlinie, jedoch nicht darüber, getragen.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND :

Schultern : Gut zurückliegend, schräg.
Ellenbogen : Gut anliegend und gut unter dem Körper stehend.
Unterarm : Gerade und sehr muskulös, mit runden Knochen.
Vordermittelfuß : Kurz, kräftig, rund und gerade.

HINTERHAND : Die Läufe sind sehr muskulös, was auch für den Unterschenkel zutrifft. Von den Hüften bis zu den Sprunggelenken gute Länge der Schenkel.

Oberschenkel : Lang.
Knie : Gut gewinkelt.
Sprunggelenk : Weder ein- noch ausdrehend, gut tiefstehend.

PFOTEN : Gut gepolstert, mit eng aneinanderliegenden und gut aufgeknöchelten Zehen, die durch dazwischen liegenden Haarbewuchs gut geschützt sind.

GANGWERK : Freie, anmutige Bewegung, die den Eindruck von Schnelligkeit und Ausdauer vermittelt. Freie Bewegung aus den Sprunggelenken bewirkt den kraftvollen Schub. Von hinten betrachtet bilden Hüfte, Knie- und Sprunggelenk eine Linie. Kopf natürlich hoch getragen.

HAARKLEID

HAAR : Vom Hinterkopf in Höhe des Behangs beginnend über den ganzen Körper verteilt leicht gewellt, aber nicht gelockt, lang und seidig. « Hosen » an den Hinterläufen und Befederung an den Vorderläufen fast bis zu den Pfoten reichend.

FARBE : Schwarz und Weiß (blue belton), Orange und Weiß (orange belton), zitronenfarben und Weiß (lemon belton), Leberbraun und Weiß (liver belton) oder Tricolour; diese Dreifarbigkeit besteht aus « blue belton » und Tan oder « liver belton » und Tan. Dabei werden Hunde ohne grosse Flecken am Körper, dafür mit überall vorhandener Tüpfelung (Belton) bevorzugt.

Anmerkung der Standard-Kommission : « BELTON » dient als Farbbezeichnung für eine Tüpfelung und/oder ein Zusammenlaufen von Farben und gilt für den English Setter. Belton ist ein Dorf in Northumberland, und der Name wurde von Mr. Edward Lavarack, dem Züchter der die Rasse in ihrer heutigen Form geprägt hat, in seinem Buch über die English Setter verwendet, um diese Färbung zu kennzeichnen.

GRÖSSE : Widerristhöhe : Rüden : 65 bis 68 cm. Hündinnen : 61 bis 65 cm.


Weitere Informationen



Meine Werkzeuge