Grand Bleu de Gascogne

Aus Hunde-Wissen
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Inhaltsverzeichnis


Ursprung

Frankreich


Verwendung

Hund für die Flintenjagd und manchmal für die Hetzjagd auf Hochwild, aber auch auf Hasen; meist in der Meute oder einzeln als Spürhund.


FCI Klassifikation

F.C.I.: Gruppe 6 Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen Sektion 1.1. Große Laufhunde, mit Arbeitsprüfung.


Kurzer geschichtlicher Abriss

Er ist wie sein Zeitgenosse, der St. Hubert, sehr alt und wurde im 14. Jahrhundert für die Meuten des Grafen von Foix, Gaston Febus, benutzt, der mit ihnen auf Wolf, Bär oder Wildschwein jagte. Im Süden und Südwesten Frankreichs ist er weit verbreitet, besonders auch in der Gascogne- daher sein Name: er ist der Ursprung aller Laufhundrassen, die man "dem Süden" ("Midi") zurechnet.


Allgemeines Erscheinungsbild

Hund einer alten Rasse; in Kopf, Haarkleid und Ausdruck durch und durch den französischen Type verkörpernd; seine imponierende Erscheinung vermittelt den Eindruck kraftvoller Ruhe und hohen Adels.


Haut: recht dick; geschmeidig; schwarz oder stark mit dunklen Flecken marmoriert, nie ganz weiß, Schleimhäute (haarlose Zonen) schwarz.


Haar: kurz, recht dick; sehr dicht


Farbe: vollständig (schwarz-weiß) getüpfelt, was einen schieferblauen Schimmer verleiht; mit oder ohne mehr oder minder ausgedehnten schwarzen Platten. Jede Kopfseite trägt im Allgemeinen zwei schwarze Placken, die den Behang bedecken, die Augen einfassen und auf den Wangen enden. Auf dem Schädeldach fließen sie nicht zusammen, sondern lassen einen weißen Zwischenraum, in dessen Mitte sich häufig ein kleiner ovaler schwarzer Fleck findet; dies ist typisch für die Rasse. Zwei mehr oder weniger intensiv lohfarbene Abzeichen finden sich über den Augenbrauen als Vieräugelfleck. Spuren von Rot finden sich ebenso auf den Wangen, den Lefzen, auf der Innenseite des Behangs, auf den Gliedmaßen und unter der Rute.


Größe :

Widerristhöhe : Rüden: 65 cm bis 72 cm. Hündinnen: 62 cm bis 68 cm.


Gewicht :

32-35 kg


Verhalten/Charakter (Wesen)

Verhalten: sehr feine Nase; heulende, tief tönende Stimme, sehr gründlich in seiner Art zu jagen; ordnet sich instinktiv in die Meute ein. Charakter: ruhig; ordnet sich leicht unter.


Kopf

Schädel: von vorn betrachtet leicht gewölbt und nicht zu breit; der Hinterhaupthöcher ist betont; von oben betrachtet ist der hintere Teil des Schädels spitzbogig; die Stirn ist aufgefüllt.

Stop: wenig betont

Nasenschwamm: schwarz, gut entwickelt; Nasenlöcher gut geöffnet.

Fang: von gleicher Länge wie der Schädel; kräftig; Nasenrücken leicht gewölbt.

Lefzen: ziemlich herabhängend und den Unterkiefer bedeckend; sie verleihen dem vorderen Teil des Fanges ein quadratisches Profil; der Lefzenwinkel ist gut ausgeprägt, aber nicht lose.

Kiefer / Zähne: Scherenschluss; die Schneidezähne stehen gut rechtwinklig zum Kiefer. Wangen: trocken; die Haut bildet dort eine oder zwei Falten.

Augen: Oval; unter den dicken Lidern erscheinen sie leicht tiefliegend; braun, das untere Lid ist manchmal etwas schlaff; sanfter, ein wenig trauriger Ausdruck. Behang: der Behang stellt eines der charakteristischen Merkmale des Bleu dar; er ist dünn, gefaltet und läuft spitz aus; es muss über die Nasenspitze reichen können; der Behang ist am Ansatz schmal; dieser liegt deutlich unterhalb der Augenlinie.


Ohren: sie sind dünn, gefaltet und laufen spitz aus, und nach vorne gelegt reichen sie bis über die Nasenspitze.

Hals: mittellang; leicht gebogen; mit ausgebildeter Wamme.


Körper

Obere Profillinie:

Widerrist:

Rücken: eher lang, aber sehr fest

Lenden: gut gefügt

Kruppe: leicht geneigt; der Hüfthöcker treten hervor.

Brust : lang, breit; sie reicht mindestens bis in Ellenbogenhöhe hinab; breite Vorbrust

Untere Profillinie und Bauch :

Rute : eher dick, manchmal gegen das Rutenende hin rundum einige etwas längere und gröbere, ährenartig abstehende Haare aufweisend; bis zum Sprunggelenkhöcker hinabreichend; kräftiger Ansatz; als Säbelrute getragen.


Gliedmaßen

Vorderhand

Allgemeines: kräftige Vorderhand.

Schultern: recht lang und muskulös; recht schräg gelagert.

Ellenbogen: am Körper anliegend.

Unterarm : kräftiger Knochenbau; mit hervortretenden Sennen.

Vorderfusswurzelgelenk:


Vorderpfoten: von der Form eines leicht gestreckten Ovals; Zehen trocken und eng aneinander liegend; Ballen und Krallen schwarz.


Hinterhand Allgemeines : solide gefügte, kräftige Hinterhand.

Oberschenkel: lang und muskulös

Sprunggelenk: breit, leicht gewinkelt; gut tief angesetzt.



Gangwerk

gleichmäßig und frei.


Fehler

Kopf:

  • zu kurz;
  • zu flacher oder zu schmaler Schädel;
  • hochangesetzter, kurzer, ungenügend gefalteter Behang.

Körper:

  • Mangel an Substanz;
  • weicher Rücken;
  • abgeschlagene Kruppe;
  • seitwärts getragene Rute.

Gliedmaßen:

  • ungenügend entwickelter Knochenbau;
  • steile Schulter;
  • durchgetretene Pfote;
  • aus der Rückansicht eng stehende Sprunggelenke (Kuhessig).

Haar:

  • zu dünn und kurz.

Verhalten:

  • Furchtsamer Hund.




Ausschließende Fehler :

  • Mangel an Typ.
  • Jedes von der Standardbeschreibung abweichende Haarkleid.
  • Helles Auge.
  • Schwere anatomische Missbildungen.
  • Augenfällige, den Gebrauch beeinträchtigende Mängel.
  • Ängstlicher oder aggressiver Hund.
  • Prognathismus.



N.B. Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.



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