Mastín del Pirineo (Pyrenäen-Mastiff)

Aus Hunde-Wissen
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Inhaltsverzeichnis



Ursprung

Spanien.


Verwendung

Bewachung und Verteidigung Früher wurde der Pyrenäen Mastiff zur Verteidigung gegen Raubtiere, im Besonderen gegen Wolf und Bär, verwendet. Heute ist er ein vorzüglicher Wächter für Landgüter und deren Bewohner; er lässt sich leicht abrichten.


FCI Klassifikation

Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen.

Sektion 2.2 Molossoide, Berghunde.

Ohne Arbeitsprüfung.



Allgemeines Erscheinungsbild

Es handelt sich um einen sehr großen Hund von überdurchnittlichem Format und von mittleren Proportionen. Er ist harmonisch, ausgesprochen kräftig und muskulös. Das Haar ist nicht übertrieben lang. Festes Knochengerüst. Trotz seiner Größe darf er nicht den Anschein erwecken, schwerfällig oder träge zu sein.



Haar: Dicht, dick und von mäßiger Länge. Die ideale mittlere Länge, im mittleren Abschnitt der Oberlinie des Körpers gemessen, beträgt 6 bis 9 cm; das Haar ist länger an den Schultern, am Hals, unter dem Bauch, an der Hinterseite der Läufe sowie auch an der Rute, die Struktur der Befederung ist nicht so borstig wie sonst am Körper. Das Haar soll borstig sein, nicht von wollener Struktur.



Farbe: Grundfarbe weiß, immer mit einer gut ausgebildeten Maske. Manchmal gibt es über den Körper unregelmäßig verteilte, scharf umrissene Flecken der gleichen Farbe wie die Maske. Ohren immer gefleckt. Dreifarbige oder rein weiße Exemplare sind unerwünscht. Die Spitze der Rute und die unteren Teile der Extremitäten sind immer weiß. Die Maske soll gut abgegrenzt sein. Es ist ein Vorteil, wenn die Umrandung der Flecken scharf umrissen ist. Der Ansatz der Haare soll so hell wie möglich sein, im Idealfall ganz weiß. Die am meisten geschätzten Farben sind, in der Reihenfolge ihrer Beliebtheit, rein weiß (schneeweiß) mit mittelgrauen, intensiv goldgelben, braunen, schwarzen, grau-silberfarbenen, hell-beigen, sandfarbigen oder marmorierten Flecken. Unerwünscht sind rote Flecken und eine weiß-gelbliche Grundfarbe.



Größe: Es gibt kein oberes Limit für die Größe; bei gleichem Formwert haben die größeren Exemplare immer den Vorzug.

Unteres Limit :

Rüden 77 cm,

Hündinnen 72 cm.

Es wird jedoch gewünscht, dass die Hunde diese untere Linie wesentlich überschreiten. Rüden sollen grösser sein als 81cm und Hündinnen grösser als 75 cm.



Wichtige Proportionen

  • Struktur von mittleren Proportionen. Der Hund ist allen seinen Massverhältnissen wohl ausgewogen und harmonisch.
  • Die Länge des Körpers misst nur wenig mehr als die Widerristhöhe.
  • Die Länge des Schädels verhält sich zur Länge des Nasenrückens wie 5 : 4.
  • Die Breite des Schädels ist gleich oder etwas grösser als seine Länge. Das Verhältnis der Widerristhöhe zum Brustumfang verhält sich ungefähr wie 7 zu 10.



Verhalten/Charakter (Wesen)

Menschenfreundlich, ruhig, edel und sehr intelligent, ist er gleichzeitig mutig und stolz gegenüber Fremden, vor denen er niemals zurückweicht. In seinen Beziehungen zu anderen Hunden zeigt er sich gutmütig und seiner überlegenen Kraft bewusst. Bei Gelegenheit kämpft er mit sehr großer Geschicklichkeit, ein atavistisches Verhalten, welches von jahrhundertelangen Kämpfen mit dem Wolf herrührt. Sein dunkles Bellen kommt tief aus der Brust; sein Ausdruck ist aufgeweckt.


Kopf

Gross, Kräftig, mäßig lang. Die Länge des Schädels verhält sich zur Länge des Nasenrückens wie 5 zu 4. Die Längsachsen des Schädels und des Fangs sind sehr leicht divergent bis fast parallel. Von oben gesehen müssen Kopf und Fang lang und ebenmäßig geformt sein, ohne großen Unterschied in der Breite am Ansatz des Fangs und an den Schläfen. Von der Seite gesehen soll der Kopf tief und nicht verbeult aussehen.


Schädel: Breit, kräftig, im Profil leicht konvex. Die Breite des Schädels ist gleich oder etwas grösser als seine Länge. Der Hinterhauptskamm ist ausgeprägt.


Stop: Sanft, wenig ausgeprägt, aber doch sichtbar.


Nasenschwamm: Schwarz, feucht, groß und breit.


Fang: Nasenrücken von der Seite gesehen gerade. Von oben gesehen ist der Fang leicht dreieckig, indem er sich von seinem breiten Ansatz an zum Nasenspiegel hin langsam und progressiv verjüngt, ohne jedoch spitz zu werden.


Lefzen: Ohne jegliche Schlaffheit soll die Oberlippe die Unterlippe gut überdecken. Die Unterlippe bildet einen markanten Mundwinkel. Die Schleimhäute sollen schwarz sein.


Kiefer / Zähne: Scherengebiss. Die Zähne sind weiß, kräftig und gesund. Eckzähne groß, lang, spitzig und für das Einfangen der Beute dicht ineinander greifend. Backenzähne groß und kräftig. Schneidezähne eher klein. Alle Prämolaren sollen vorhanden sein. Gaumen, schwarz mit, sehr ausgeprägten Querleisten.


Augen: Kleine, mandelförmig, haselnussfarben; dunkel gefärbte Augen werden vorgezogen. Der Ausdruck ist aufmerksam, edel, sympathisch und intelligent, aber außerordentlich streng einem Gegner gegenüber. Die Augenlider sind schwarz pigmentiert. Wenn der Hund aufmerksam ist, werden straff am Augapfel anliegende Lider vorgezogen. In Ruhestellung ist eine leichte Schlaffheit des Unterlids, welche einen kleinen Streifen Augenbindehaut sehen lässt, rassetypisch.


Ohren: Von mittlerer Größe, dreieckig, flach hängend, höher als die Augenlinie angesetzt. In der Ruhestellung liegen sie dicht an den Backen an. Wenn der Hund aufmerksam ist, stehen sie deutlich von den Backen ab und sind in ihrem oberen und hinteren Drittel teilweise aufgerichtet. Die Ohren sollen nicht kupiert sein.


Hals: In Form eines Kegelstumpfes, breit, kräftig, muskulös und biegsam. Haut dick und etwas lose. Doppelte, gut ausgebildete, jedoch nicht übertrieben ausgeprägte Wamme.



Körper

Rechteckig, mächtig und robust, den Eindruck von großer Kraft erweckend, jedoch geschmeidig und behänd.


Obere Profillinie: Gerade, auch in der Bewegung horizontal.


Widerrist: Gut ausgeprägt.


Rücken: Kräftig, muskulös.


Lenden: Lang, breit und kräftig, verschmälern sich zusehends gegen die Weichen zu.


Kruppe: Breit und stark. Ihre Neigung gegenüber der Horizontalen beträgt 45 Grad. Die Höhe der Kruppe ist gleich der Widerristhöhe.


Brust: Breit, tief, muskulös und mächtig. Die Brustbeinspitze ist vorstehend. Rippenzwischenräume breit, Rippen rund, nicht flach. Das Verhältnis der Widerristhöhe zum Brustumfang verhält sich ungefähr wie 7 zu 10.


Untere Profillinie und Bauch: Bauch mäßig aufgezogen, Weichen tief, Flanken sehr breit.


Rute: Mittelhoch angesetzt, am Ansatz dick, kräftig und biegsam. Das Haar ist eindeutig lang, weich und wunderschön befedert. In Ruhestellung hängt sie tief und reicht mit Leichtigkeit bis zum Sprunggelenk; im letzten Drittel ist sie immer leicht gebogen. In der Bewegung und wenn der Hund erregt ist, wird sie in Säbelform erhoben getragen, mit einem eindeutigen Haken an der Spitze, aber ohne auf ihrer ganzen Länge gebogen zu sein, noch auf dem Rücken aufzuliegen.



Gliedmaßen

Vorderhand

Allgemeines: Von vorne gesehen absolut senkrecht, gerade und parallel. Muskeln und Sehnen sind deutlich sichtbar. Die Länge des Unterarms beträgt das Dreifache der Länge des Vordermittelfusses. Von guter Knochenstärke, Vordermittelfuss kräftig.


Schultern: Gut bemuskelt; Schulterblatt schräg, länger als der Unterarm. Schulterblatt/Oberarmwinkel ungefähr 100°.


Oberarm : Sehr kräftig. Oberarm/Unterarmwinkel ungefähr 125°.


Ellenbogen: Stark knochig, am Brustkorb anliegend


Unterarm: Knochen stark, gerade und kräftig.


Vordermittelfuß: Von der Seite gesehen wenig schräg, praktisch in der Verlängerung des Unterarms.


Vorderpfoten: Katzenpfoten. Zehen eng, mit kräftigen und hoch gewölbten Zehengliedern. Krallen und Fußballen kräftig und widerstandsfähig. Zwischenzehenhaut mäßig ausgebildet, behaart.



Hinterhand


Allgemeines: Mächtig, muskulös. Von der Seite gesehen sind die Winkelungen angemessen. Von hinten und von der Seite gesehen senkrecht. Hintermittelfuss gerade und senkrecht. Die Hinterhand muss die Fähigkeit haben, dem Hund mit Leichtigkeit den nötigen Schub voller Kraft und Eleganz zu vermitteln.


Oberschenkel: Kräftig, muskulös. Hüftgelenkswinkel ungefähr 100°.


Knie: Der Winkel misst ungefähr 120°.


Unterschenkel: Lang, gut bemuskelt und von guter Knochenstärke.


Sprunggelenk: Winkel offen, von ungefähr 130°.


Hintermittelfuß: Gut ausgeprägt mit deutlich sichtbarer Achillessehne. Afterkrallen, welche einfach oder doppelt sein können, sind vorhanden oder dürfen fehlen; ihre Entfernung ist zulässig. Bei gleichem Formwert werden die Hunde mit doppelten Afterkrallen vorgezogen.


Hinterpfoten: Katzenpfoten, von leicht ovaler Form, etwas länger als die Vorderpfoten.



Gangwerk

Die bevorzugte Gangart ist der Trab, welcher harmonisch kraftvoll und elegant sein soll; keine Tendenz, seitlich auszuschwenken. Kein Passgang.



Fehler

  • Von der Seite gesehen Nasenrücken leicht gewölbt.
  • Zangengebiss. Fehlen irgendeines Prämolaren.
  • Obere Rückenlinie nicht gerade, im Schritt wellenförmig bewegt, aber ohne Übertreibung.
  • Haar im mittleren Abschnitt der Oberlinie etwas länger als 9 cm. Haar gewellt.
  • Sehr leichte Scheuheit


Schwere Fehler :


  • Gesamthaft schwächlich oder träge.
  • Gang zugespitzt oder übermäßig stumpf.
  • Mäßig ausgebildeter Rückbiss.
  • Nicht unfallbedingtes Fehlen verschiedener Prämolaren oder Eckzähne.
  • Geringe Fehler im Gebissschluss der Schneidezähne.
  • Stark ausgesprochenes Ektropium oder Entropium.
  • Kupierte Ohren.
  • Leichter Sattelrücken.
  • Höhe an der Kruppe beträchtlich grösser als am Widerrist.
  • Auf der Kruppe aufliegende Rute, Rute ohne starke Befederung; fehlende Hakenbildung an der Spitze der Rute; kupierte Rute.
  • Extremitäten nicht senkrecht.
  • Allgemeine Schwäche der Läufe und der Pfoten.
  • Sprunggelenke kuhhessig, im Stand und in der Bewegung.
  • In der Bewegung seitliches Ausschwenken der Läufe.
  • Haar stark gewellt oder gekräuselt; Haar im mittleren Abschnitt der Oberlinie etwas kürzer als 6 cm oder etwas länger als 11 cm.
  • Nicht gefleckte Ohren.
  • Allgemein unausgewogenes Wesen.



Ausschließende Fehler :


  • Zu scheue, ängstliche oder aggressive Hunde.
  • Depigmentierter Nasenschwamm und Schleimhäute.
  • Spaltnase.
  • Sehr ausgeprägter Vor- oder Rückbiss.
  • Haar im mittleren Bereich der Oberlinie kurzer oder nur 4 cm lang, oder länger als 13 cm.
  • Fehlen der weißen Farbe; Spitze der Rute und untere Anteile der Extremitäten nicht weiß.
  • Haarkleid ausschließlich weiß. Fehlen einer Maske.
  • Unscharf begrenzte Flecken, welche sich von der Grundfarbe schlecht abheben und auf eine Kreuzung mit einer anderen Rasse hinweisen.



N.B. Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.



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