Pharaonenhund

Aus Hunde-Wissen
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Der Pharaonenhund auch Kelb tal Fenek oder maltesischer Kaninchenhund

FCI Gruppe 5, Spitze und Hunde vom Urtyp.

Gruppierung Der Pharaonenhund wurde in der Vergangenheit von der FCI abwechselnd mal den Laufhunden (Bracken) und mal den Windhunden zugeordnet. Seit dem 01.01.91 fallen sie unter die Gruppierung "Spitze und Hunde vom Urtyp". Trotzdem wird die Rasse in Deutschland und den meisten anderen Ländern weiterhin von Windhundeverbänden betreut. Vom jagdlichen Verhalten nehmen sie eine Mittelstellung zwischen Bracken und Windhunden ein.

Herkunft Als Urahn gilt der ringelschwänzige Tesem des alten Ägypten, der auf antiken Friesen, Wandmalereien und Basreliefs abgebildet ist, die bis 3400 v. Chr. zurückdatiert werden. Der Tesem soll von Nomadenhunden aus dem heutigen Sudan abstammen. Man nimmt an, dass der Pharaonenhund mit Handelsflotten mit den Römern in den Mittelmeerraum gelangte. Die Nachfahren findet man heute auf den Balearen, Pityusen, Kanaren, auf Malta und Sizilien, früher auch in Südfrankreich und auf Kreta.

Verwendungszweck Der Pharaonenhund wird als Jagdhund eingesetzt (Kaninchen). Die Maltesische Rassebezeichnung "Kelb tal Fenek" bedeutet wörtlich übersetzt "Kaninchenhund". Der Pharaonenhund ist nicht nur ein Sichtjäger, er jagt auch mit Nase und Gehör und gibt Laut wenn er Wild sieht oder hört. Charakteristisch bei seinem Jagdstil ist das Hoch- springen aus dem Stand oft mit pirouettenartigen Wendungen in der Luft, was Laufhunde nie tun.

Größe Hündinnen 53 cm - 61 cm Rüden 56 cm - 63,5 cm

Farbe Rot

Wesen Der Pharaonenhund sucht engen Kontakt zu seinen Menschen und will viel beschäftigt werden. Er ist überaus bellreudig und putzt sich oft ausgiebig. Er ist ein hervorragender Wächter, bleibt aber nicht gerne alleine. Er ist kinderfreundlich, verspielt und lebhaft, sehr neugierig und intelligent. Vom Temperament her ist er anstrengender als der Podenco Ibicenco

Geschichte Anfang des 20. Jahrhunderts waren einige Kynologen aus der Schweiz und Deutschland auf diese Hunde aufmerksam geworden. Durch ihre ähnlichkeit mit dem Tesem des alten Ägypten wurden diese Hunde als "Pharaonenhunde" beschrieben. In den 20er und 30er Jahren kamen Hunde von den Balearen und Kanaren nach Deutschland und in die Schweiz. Hier wurden sie als "Pharaonenhunde" registriert. Im Jahr 1977 wurden Standards für die einzelnen Rassen erarbeitet und anerkannt. Der Malteser erhielt die offizielle Rassebezeichnung Pharaonenhund, die kynologisch korrekt eigentlich dem kanarischen Verwandten zustünde. Dieser wurde Podenco Ibicenco genannt.



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