Schilddrüsenerkrankungen

Aus Hunde-Wissen
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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die Schilddrüsen produzieren und speichern Thyroxin und Trijodthyroxin. Diese Hormone wirken auf den Stoffwechsel, die Organentwicklung, das Wachstum und auf Teile des Nervensystems.

1. Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)

Die vermehrte Hormonproduktion bewirkt eine generelle Steigerung des Stoffwechsels. Sie ist eher selten und tritt häufig im Zusammenhang mit Schilddrüsenkarzinomen auf.

2. Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose)

Die Schilddrüse selbst kann nicht genügend Hormon produzieren.


Ursachen

Fehlernährung, Viruserkrankungen, Gewebeschrumpfung, Entzündungen, Tumore angeborene Schilddrüsenfunktionsstörungen


Symptome

Lethargie, Interessenlosigkeit, vermehrtes Schlafbedürfnis, verminderte Ausdauer: Ein noch junger Hund wirkt plötzlich sehr alt. trauriger Gesichtsausdruck, schmerzhafte Schluckstörungen, Wesensveränderungen (Reizbarkeit, Aggressivität), Kälteempfindlichkeit, aufgedunsenes Gesicht, Gewichtszunahme bei gleicher Futtermenge, Lahmheiten

Am Herz-Kreislaufsystem findet man:
verringerte Herzfrequenz, schwacher Puls, niedrige Körpertemperatur, kkalte Haut

Haut:
trockenes, sprödes, stumpfes Haarkleid, Schuppen, vorzeitiges Ergrauen, Haarverlust, Überpigmentierung der Haut, verzögerter Haarwechsel

Neurologische Störungen:
steife, langsame Bewegungen bis hin zu Lahmheit, Gesichtslähmungen, Störung des Gleichgewichtsorganes mit Kopfschiefhaltung, driftende Bewegungen, Kehlkopfstörungen mit Atemnot, Rasseln der Stimme, SStörungen der Speiseröhre duch Erschlaffung

Störungen der Fortpflanzung:
verminderter Geschlechtstrieb, Unfruchtbarkeit, Ausbleiben der Läufigkeit oder verlängerte Läufigkeitsblutung, vermehrt Aborte, Totgeburten oder resorbierte Föten, Scheinträchtigkeit Welpen einer erkrankten Hündin können mit Taubheit oder Herzfehlern geboren werden.

Meist treten nur einzelne Symptome auf. Eine endgültige Abklärung kann nur über den Tierarzt und entsprechende klinische Befunde erfolgen.


Behandlung

Gabe von Hormonen (z.B. L-Thyroxin) in Tablettenform, meist lebenslang!

Quelle


Infos in diesem Artikel ersetzen in keinem Fall den Tierarztbesuch! Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben gibt es keinerlei Gewähr!



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