Sicherung von Hunden im Auto

Aus Hunde-Wissen
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Hundegurt

Auszug aus: "Der Hundeführerschein" von Celina del Amo, Dr. med. vet. Renate Jones-Baade, Karina Mahnke, erschienen im Ulmer Verlag

Bei Autofahrten mit dem Hund ist eine sichere Unterbringung des Hundes sehr wichtig. Solch eine Maßnahme schützt den Hund und die Autoinsassen, weil der Hund bei einem Unfall als gefährliches Geschoss durchs Auto fliegen kann.


Dazu schreibt der ADAC:

Da bei einem Aufprall mit 50 km/h kurzzeitig das dreißigfache des Eigengewichtes auf den Körper wirken kann, wird deutlich, dass auch Hunde vor der Gefahr des nach vorne Schleuderns geschützt werden müssen.

Beim Fahren sollte es dem Hund nicht möglich sein, auf den Schoss des Fahrers und in die Nähe der Pedale und er Schaltung zu kommen. So können Ablenkung und gefährliche Behinderungen bei der Fahrzeugführung vermieden werden.

Ist ein Hund nicht fachgerecht im Wagen untergebracht, kann es im Falle eines Unfalls zu Problemen mit der Versicherung kommen.

Fest installierte Gitter zwischen Fahrgastzelle und Kofferraum, eine sicher befestigte Transportbox oder ein TÜV-geprüfter Anschnallgurt für Hunde auf dem Sitz gelten als fachgerechte Sicherungen während der Fahrt.


Dazu der ADAC:

Gesetzliche Prüfvorschriften zu Sicherungssystemen für Tiere existieren nicht. Es ist aber bei der Auswahl von Produkten sinnvoll, auf eine Bestätigung zu Crashtests oder DIN-Prüfungen (75410-2) zu achten. Zumindest sollten die Systeme und deren Verankerungen ausgeführt sein.



Trenngitter
Stiftung Warentest: Hund im Auto - Sicherungspflicht beachten

Alle Tiere, die im Auto ungesichert transportiert werden, stellen bei einem Unfall ein erhebliches Risiko für Autoinsassen dar. Der Tüv Bayern/Sachsen prüfte das Risiko loser Gegenstände und ungesicherter Tiere im Auto bei einem Aufprall aus 48 km/h schon vor einigen Jahren. Schon ein Autoatlas würde von der Hutablage mit der Wucht von 150 Kilogramm nach vorn geschleudert. Ein 60 Kilogramm schwerer Großhund würde mit der Kraft von drei Tonnen auf die vorn Sitzenden einwirken. Das bedeutet Lebensgefahr sowohl für den Hund als auch für die Passagiere. Indes, das Risikobewusstsein bei Auto fahrenden Tierhaltern ist gering. Der ADAC berichtete kürzlich in der Clubzeitschrift, dass sich viele Hundebesitzer beschweren, weil sie zur Kasse gebeten wurden, da ihr Vierbeiniger Freund ungesichert im Auto herumtollte. Die Sicherungspflicht nach Paragraph 23 Straßenverkehrsordnung ist erfüllt, wenn der Hund auf dem Rücksitz ein Gurtsystem trägt, das mit dem Autogurt verbunden ist. Im Kombi gehört der Hund in den Laderaum hinter ein massives Trenngitter – ein Netz reicht nicht aus. Kleinere Tiere sind in einer Transportbox auf dem Fahrzeugboden hinter dem Sitz gut untergebracht.



Auzug aus der Straßenverkehrsordnung
Hundebox

§23 Sonstige Pflichten des Fahrzeugführers

(1) Der Fahrzeugführer ist dafür verantwortlich, daß seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. Er muß dafür sorgen, daß das Fahrzeug, der Zug, das Gespann sowie die Ladung und Besetzung vorschriftsmäßig sind und daß die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht leidet.[...]






Einen Hund unangeschnallt und nicht anderweitig gesichert (z.B. Transportbox) im Auto zu transportieren, kann nicht nur lebensgefährlich sein, sondern auch bis zu 50 € und max. 3 Punkte in Flensburg, je nachdem, wie es die Polizei dann auslegt, kosten.



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