Tschechoslowakischer Wolfshund

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Tschechoslowakische Wolfshunde

Inhaltsverzeichnis


Geschichte und Wesen

Der Tschechoslowakische Wolfshund ist eine seit Juni 1999 anerkannte FCI-Rasse. Das Ursprungsland ist die Tschechoslowakei. Die Zucht begann im Jahre 1955 als wissenschaftliches Experiment mit einer Kreuzung des Deutschen Schäferhundes mit dem Karpatenwolf. Die Kreuzungsprodukte fanden einige sehr engagierte Freunde, die gezielt an der Herauszüchtung guter Arbeitseigenschaften als Diensthund mit der körperlichen Gesundheit und Robustheit des Wolfes arbeiteten. Die Selektion der Anfangsjahre war extrem hart und ist in solcher Form heute nicht mehr durchführbar, hat uns jedoch eine solide Zuchtbasis an gesunden, wesensfesten Hunden hinterlassen. Seit 1982 hat es keine Einkreuzungen von Wölfen mehr gegeben, weshalb der TWH heute nicht mehr mit Wolfshybriden zu vergleichen ist. Obwohl er sich viel an Körpersprache des Wolfes und ursprünglichen Verhaltensweisen erhalten hat, ist er ein guter Familien- und Arbeitshund geworden, der bei entsprechender Sozialisation und Erziehung auch in Familien mit kleinen Kindern kein Problem darstellt.


Entgegen den vielfachen Vorurteilen ist ein wolfsähnliches scheues Verhalten bei dieser Rasse absolut unerwünscht und wurde von Anfang an in den Ursprungsländern durch Zuchtselektion bekämpft. Welpen sind normalerweise aufgeschlossen bis geradezu überschwänglich, erwachsene Hunde verhalten sich zwar meist eher reserviert Fremden gegenüber, sollten aber keinesfalls ängstlich sein.

Trotzdem stellt er, was Erziehung und Abrichtung angeht, höhere Anforderungen an seinen Ausbilder. Stumpfer Drill liegt ihm nicht, denn er langweilt sich schnell. Für einen Besitzer oder Ausbilder, den er nicht respektiert, arbeitet er nicht. Da er das Problemlösungsverhalten des Wolfes erhalten hat, fallen ihm auch immer wieder neue Taktiken ein, um sich unerwünschten Situationen zu entziehen. Stellt sich der Ausbilder jedoch auf seinen Charakter ein, ist er für alle Aufgabenbereiche eines modernen Gebrauchshundes geeignet. Aufgrund seines weit überdurchschnittlichen Geruchssinnes und seiner extrem guten Körperkoordination können schon Welpen Situationen meistern und Hindernisse überwinden, die bei anderen Rassen auch für erwachsene Hunde unbezwingbar sind.

Dies sollte ein künftiger Besitzer bei der Auswahl auch deutlich berücksichtigen.


Als sehr ursprüngliche Rasse ist Tschechoslowakischen Wolfshunden die Ranghierarchie sehr wichtig. Der Besitzer sollte sich darüber im Klaren sein, dass schon ein kleiner niedlicher Welpe eine konsequente Erziehung benötigt und jede Handlung „seines Menschen“ genau beobachtet und bewertet.


FCI

Standard F.C.I. (Nr.332/03.09.1999)

Gruppe 1 (Hütehunde und Treibhunde) Sektion 1 (Schäferhunde mit Arbeitsprüfung)


Verwendung

Gebrauchshund


Allgemeines Erscheinungsbild

Fester Konstitutionstyp, über mittelgross, im rechteckigen Rahmen. Ist durch Körperbau, Bewegung, Behaarung, Haarfarbe und Maske dem Wolf ähnlich.


Größe

Widerristhöhe

Rüden mindestens 65 cm

Hündinnen mindestens 60 cm


Gewicht

Rüden mindestens 26 kg

Hündinnen mindestens 20 kg



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