Würmer

Aus Hunde-Wissen
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Allgemeines

Würmer sind Endoparasiten, die im Inneren des Hundes leben und sich von ihm ernähren. Unterschieden werden z.B. Spul- , Haken-, Peitschen- und Bandwürmer.

Spulwürmer kommen am häufigsten vor und können durch Hundekot auf den Menschen übertragen werden. Sie haben eine lange Überlebensdauer und stellen vor allem auch in Sandkästen eine große Gefahr für Kinder dar. Spulwurmlarven können sich beim Menschen in allen Organen (auch Gehirn, Auge) festsetzen und u.U. großen Schaden anrichten. Der Hund selber infiziert sich durch die orale Aufnahme von Wurmeiern oder durch das Fressen eines Zwischenwirtes, z.B. einer Maus.

Hakenwürmer setzen sich im Dünndarm fest und ernähren sich von den Darmzotten. Dies führt zu teilweise massiven Blutungen. Die Wurmlarven der Hakenwürmer können sich aktiv durch die Haut bohren und wandern dann über die Lunge in den Darm.

Der Herzwurm (Fadenwurm) wird durch Blut saugende Mücken in Südeuropa übertragen. Die geschlechtsreifen Würmer leben in der rechten Herzkammer und in der großen Lungenarterie. Die Larven werden in das Blut abgegeben. Mücken nehmen das infizierte Blut auf und übertragen es auf andere Hunde.

Der Hundebandwurm braucht für seine Entwicklung einen Zwischenwirt, den Floh. Er nimmt die Floheier auf, aus denen sich die Finnen entwickeln. Wird der Hund von Flöhen befallen, können sich die Finnen im Hund zum Bandwurm weiterentwickeln. Später werden Bandwurmglieder mit dem Kot ausgeschieden, die mit Eiern beladen sind. Erkennbar sind sie dann als reiskornähnliche Gebilde im Kot.

Ferner gibt es auch noch den für den Menschen gefährlichen Fuchsbandwurm, der sich in Leber, Lunge und Gehirn festsetzen kann.

Welpen können bereits über das Blut der Mutter und über die Muttermilch angesteckt werden. Für sie ist es besonders gefährlich, weil ihr Immunsystem noch nicht voll entwickelt ist und der Stoffwechsel geschädigt werden kann. Auszehrung, Anämie und Entwicklungsstörungen können die Folgen sein.


Symptome

  • Schlechtes Allgemeinbefinden
  • Apathie
  • aufgedunsener Bauch, sogenannter "Wurmbauch"
  • "Schlittenfahren" (Rutschen auf dem Hinterteil)
  • heftiges Belecken, Beknabbern des Anus
  • stumpfes Fell
  • Erbrechen, Durchfall
  • Abmagerung trotz genügender Nahrungsaufnahme
  • Husten, Atemnot
  • Bei starkem Befall: sichtbar an der Afterregion, im Kot


Vorbeugung und Behandlung

Regelmäßiges Entwurmen oder alternativ Kotproben untersuchen lassen und nur bei Bedarf entwurmen. Entwurmungstabletten oder -Paste, gleichzeitige Flohbekämpfung! Alternativ auch homöopathische, giftfreie Behandlung mittels Bioresonanztherapie Futterzusätze mit Knoblauch Keine rohen Schlachtabfälle

Bei Hündinnen, die gedeckt werden sollen, vor dem Deckakt und nach der Geburt entwurmen. Vor einer Impfung muss der Hund wurmfrei sein! In südlichen Ländern zum Schutz gegen den Herzwurm das Scalibor-Halsband anlegen /bereits 14 Tage vor Reiseantritt!). Wirkt gegen die Sandmücke, Zecken und Flöhe.


Infos in diesem Artikel ersetzen in keinem Fall den Tierarztbesuch! Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben gibt es keinerlei Gewähr!



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