Barf

Aus Hunde-Wissen
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Barf oder BARF ist eine von Außenseitern, bzw Pionieren, praktizierte Ernährungsmethode für Hunde.

Die Entwickler von Barf orientierten sich dabei an den Fressgewohnheiten der Wölfe und anderer wildlebender Caniden. Angeblich soll unseren Haushunden diese Fütterungsmethode am besten bekommen. In diesem Sinne wird ausschließlich rohes Fleisch, Knochen und Gemüse verfüttert. Unter Tierärzten ist diese Methode umstritten - Kritiker befürchten eine Mangelernährung und eine Übertragung von bestimmten Krankheiten. BARF überträgt einiges an Verantwortung an den Hundehalter, der für die ausgewogene Zusammensetzung selber sorgen muss.

In diesem Zusammenhang sollte beachtet werden, dass Hund und Mensch seit mindestens einigen zehntausend Jahren zusammenleben. Während dieser Zeit hat sich der Hund zwangsläufig auch zu Resteverwerter entwickeln können oder vielmehr müssen. Eine Ernährung wie beim Wolf ist natürlich weiterhin möglich.

Das erste Mal tauchte dieser Begriff in den USA auf. Er wurde von Debbie Tripp benutzt um zum einen Hundebesitzer zu bezeichnen, die ihre Hunde nach dieser Methode ernährten, sowie das Futter selber. Das Akronym Barf machte im Laufe der Zeit einen Bedeutungswandel durch, zuerst stand diese Abkürzung für „Born Again Raw Feeders“ (neugeborene Rohfütterer) dann „Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter), im deutschen wurde die Bedeutung „Biologisches Artgerechtes Rohes Futter“ dazu erfunden. BARF ist auch für „uneingeweihte“ ein Wortspiel, da es im Umgangsenglisch auch Erbrechen bedeutet.

Der „Kult“ um diesen Begriff (Barf, BARF, B.A.R.F.) geht leider so weit, dass dieser Begriff von Geschäftemachern beim Patentamt München, als Marke registriert wurde.

Inhaltsverzeichnis

Beispiel, Bestandteile eines Barf-Speiseplans

Flocken

  • Hafer, Gerste, Hirse, Amaranth, Roggen, Weizenkleie, Kokosflocken, Maisgrieß oder Flocken (gekaufte Flocken sind immer wärmebehandelt zur Haltbarmachung. Getreide nur in Maßen, glutenfreie bevorzugen

Fleisch/Knochen

  • Rind: Muskelfleisch, Herz, Milz, Niere, Pansen, Blättermagen, Leber, Schlund, Kopffleisch, alle Knochen, insbesondere die weicheren
  • Lamm: wie Rind, jedoch nicht Pansen
  • Huhn: ganze Hühner, Hälse, Rücken, Leber, Herz - nur roh (die Knochen sind im Rohzustand unkritisch)
  • Fisch: ganze Fische, nur roh
  • Innereien: nur ein- bis zweimal pro Woche
    • Leber ca. 200 bis 300 g (bei einem Hund von 30 kg)
    • Pansen/Blättermagen ein- bis zweimal pro Woche
  • Schweinefleisch meiden oder gut abkochen, Infektionsgefahr
  • Eier: mit Schale, roh

Gemüse

  • Salate, Möhren (möglichst geraspelt), Zucchini, Broccoli, Keimlinge, Löwenzahn, Brennessel, Schachtelhalmgras: eigentlich alles, je grüner, desto besser, immer abwechseln.
  • Rohe Kartoffeln, Avocados und Zwiebeln (minder Giftig) meiden! Hülsenfrüchte sind roh giftig,Kohl bläht

Obst

  • Äpfel, Bananen, Apfelsinen, Kiwis usw.
  • Weintrauben und Rosinen sind giftig

Kräuter

Seealgenmehl, Alfalfa, Brennessel, Dill, Löwenzahn, Borretsch, Petersilie

Öle

  • Fischöl, Distelöl, Olivenöl, Leinsamenöl, Borretschöl, Nachtkerzenöl, Abwechselnd.
  • Lebertran (Vit A u. D) - 1 Tl ein- bis zweimal pro Woche, vor allem im Winter

Vitamine/Mineralstoffe

  • Vit C - 100 bis 500 mg täglich, Vit E - 20 bis 80 mg drei- bis viermal pro Woche, B-Komplex - bei Stress oder Krankheit,
  • einmal pro Woche eine Prise Meeres- oder Kristallsalz


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