Beißhemmung

Aus Hunde-Wissen
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Mit Beißhemmung ist ein Verhalten gemeint, was die eigene Art vor Verletzungen durch Artgenossen weitgehend schützen soll.

Bei der unseligen Kampfhunddebatte wird immer wieder behauptet, dass skrupellose Züchter den Hunden die Beißhemmung abgezüchtet hätten. Das ist Schlichtweg falsch und hält keiner wissenschaftlichen überprüfung stand: Die Beißhemmung ist nicht instinktmäßig festgelegt sondern wir erlernt bei der sozialisierung des Welpen zum Beispiel dadurch das der Gebissene Aufschreit.

Eine instinktmäßige Beißhemmung wäre auch für das Raubtier Hund alles andere als hilfreich, schließlich ist der Hund noch immer ein Beutegreifer. Genetisch festgelegt ist ein ganzes Bündel von Verhaltensweisen, darunter auch das, was im Allgemeinen als Aggressivität bezeichnet wird, diese kann durch Selektion verstärkt oder abgeschwächt werden werden! Zu diesem Bündel gehört auch die Fähigkeit des Beutefangs, also der Jagd. Ein gehörig Maß an spezieller Aggressivität ( sagen wir besser Triebigkeit) brauchen Hütehunde, Herdenschutzhunde, Jagdhunde, schließlich auch die Hunde von Polizei und Behörden; selbst im Hundsport wird sie verlangt.





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