Bouvier des Ardennes

Aus Hunde-Wissen
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Bouvier des Ardennes
Platzhalter Hunderassen.png
FCI - Standard Nr. 171
Patronat, Herkunft Belgien
Klassifikation FCI

Gruppe X:
Sektion X:

Rassenamen Bouvier des Ardennes
Größe Rüden 56-62 cm, Hündinnen 52 - 56 cm
Gewicht Rüden 28 - 35 kg, Hündinnen 22 - 28 kg
Fell:
  • Beschaffenheit
  • Farbe
  • Das Haarkleid muß so beschaffen sein, dass der Hund im Freien leben und trotz der manchmal extremen Wetterbedingungen seiner Heimat die Herden bewachen und treiben kann. Das Deckhaar soll trocken, rauh und zerzaust und am ganzen Körper ungefähr 6cm lang sein

  • Alle Farben sind zulässig außer Weiß. Das Haarkleid besteht oft aus einer Mischung von grauen, schwarzen und falbfarbenen Haaren ; die graue Farbe reicht von Hellgrau bis Dunkelgrau ; braunes , rostrotes oder strohgelbes Haarkleid
Schädel:
  • Kopfform
  • Ohren
  • Kräftig, aber kurz

  • Hoch angesetzt, dreieckig, eher klein. Nach vorne gelegt soll die Ohrspitze nicht weiter als bis zum äusseren Augenwinkel reichen. Straff aufrecht stehende, spitze Ohren werden bevorzugt
Körper:
  • Aussehen
  • Rute
  • Mittelgrosser, vierschrötiger Bauernhund ohne jeder Anspruch von Eleganz. Er ist kurz und stämmig

  • viele werden rutenlos geboren. Die Rute ist dick und hoch angesetzt
Verwendung Ursprünglich ein echter Treibhund, an das Leben im Freien und an die harte Arbeit gewöhnt, Grossvieh einzusammeln, zu hüten und zu treiben. Heute noch ist er bei einem Minimum an Ausbildung für maximale Leistungsfähigkeit ein vielseitiger Gebrauchshund, der speziell zur Bewachung der Herden und des Eigentums geeignet ist
Rassen von A bis Z

Der Bouvier des Ardennes ist eine von der FCI (Nr 171, Gr. 1, Sek. 2) anerkannte belgische Hunderasse.

Es wird vermutet, dass die Rasse ursprünglich aus den Ardennen stammt und durch Kreuzung lokaler belgischer Hunderassen im 18. Jahrhundert entstand. Er ist mit bis zu 60 cm und 25 kg mittelgroß, mit struppigem Fell aus mittellangem Deckhaar mit sehr dichter Unterwolle, die für den Hund einen guten Wetterschutz darstellt, ind allen möglichen Farben. Die Ohren sind ang behaart, stehend oder leicht vornübergeneigt. Der Bouvier des Ardennes hat ein raues Wesen und Aussehen. Er ist misstrauisch und bissig gegenüber Fremden, seinem Herrn jedoch treu ergeben und gehorsam. Er ist ein intelligenter Gebrauchshund, der als Hirtenhund arbeiten kann. Dabei lebt er bei jedem Wetter im Freien.


KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 1 : Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde). Sektion 2 : Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde). Mit Arbeitsprüfung.


ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Mittelgrosser, vierschrötiger Bauernhund ohne jeder Anspruch von Eleganz. Er ist kurz und stämmig, von schwererem Knochenbau als seine Gestalt es vermuten läßt, und hat einen mächtigen Kopf. Die Eigenschaftsworte kurz, kompakt und muskulös passen am besten für die Beschreibung dieses Hundes. Sein rauhes und zerzaustes Haarkleid (ausser auf dem Schädel, wo es kürzer ist und flach anliegt) und sein Schnurr- und Kinnbart geben ihm einen mürrischen Ausdruck. Der Ardennen-Treibhund soll im natürlichen Stand ohne körperlichen Kontakt zu seinem Vorführer gerichtet werden.

WICHTIGE MASSVERHÄLTNISSE : • Die von der Bugspitze bis zum Sitzbeinhöcker gemessene Körperlänge entspricht ungefähr der Widerristhöhe.. • Die Tiefe der Brust entspricht ungefähr der Hälfte der Widerristhöhe. • Der Kopf ist eher kurz und der Nasenrücken ist eindeutig kürzer als der Schädel, der seinerseits ein wenig länger als breit ist.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Der Ardennen-Treibhund steckt voller Ausdauer und Energie, er ist verspielt, neugierig, flink und gesellig ; seine hervorragendste Eigenschaft, seine Anpassungsfähigkeit, führt dazu, daß er sich in allen Lebenslagen wohl fühlt. Er ist hartnäckig und zeigt unglaublichen Mut, wenn es um die Verteidigung seiner Menschen, seiner Besitztümer und seines Territoriums geht.

KOPF : Kräftig, aber kurz.

OBERKOPF: Schädel : Breit und flach ; die oberen Begrenzungslinien von Schädel und Nasenrücken sind parallel. Stirnfurche und Hinterhauptkamm praktisch unsichtbar. Die Augenbrauenbögen sind durch struppige Augenbrauen betont. Die Jochbögen sind weder vorstehend noch stark gewölbt. Stop : Ausgeprägt, aber ohne Übertreibung.

GESICHTSSCHÄDEL: Nasenschwamm : Breit, immer schwarz. Fang : Breit, dick, unter den Augen gut ausgefüllt, eindeutig kürzer als der Schädel. Von abstehenden Haaren bewachsen, die den inneren Augenwinkel verschleiern. Die Seitenflächen von Fang und Backen bilden eine ununterbrochene Linie. Lippen : Dünn, gut anliegend, Lippenränder stets schwarz. Der Lippenwinkel darf nicht schlaff sein. 5-6 cm langes Haar auf Ober- und Unterlippe, am Unterkiefer und am Kinn bildet einen Schnurrbart und einen Kinnbart. Kiefer/Zähne :Mächtige Kiefer, Das Gebiss muss entsprechend der Zahnformel des Hundes vollständig sein. Das Fehlen von zwei Prämolaren 1 (2 PM1) ist statthaft ; die Molaren 3 (M3) werden nicht berücksichtigt. Die Schneidezähne haben Scherenschluß und sind regelmässig in Form eines offenen Bogens eingesetzt. Das Zangengebiss ohne Kontaktverlust ist zulässig, wird aber nicht bevorzugt. Der Mund- und Rachenraum soll so stark wie möglich pigmentiert sein. Backen : Flach, aber gut bemuskelt. Augen : Mittelgross, nicht zu weit voneinander eingesetzt, leicht oval, keinesfalls kugelförmig oder vorstehend, so dunkel wie möglich. Die Lidränder sind schwarz; die Augenbindehaut darf nicht sichtbar sein. Ohren : Nicht kupiert. Hoch angesetzt, dreieckig, eher klein. Nach vorne gelegt soll die Ohrspitze nicht weiter als bis zum äusseren Augenwinkel reichen. Straff aufrecht stehende, spitze Ohren werden bevorzugt. Aufgerichtete Ohren mit nach vorne fallender Spitze oder halb aufrechte, nach aussen gefaltete Ohren sind ebenfalls zulässig,

HALS : Stark, muskulös, gut aufgesetzt, eher zylindrisch, leicht gewölbt, genügend hoch getragen, ohne Wamme.

KÖRPER : Mächtig, ohne Schwere, mit eher runden als flachen Rippen. Die Länge von der Bugspitze bis zum Sitzbeinhöcker entspricht ungefähr der Widerristhöhe. Flanken recht kurz. Oberlinie : Horizontal, breit, kraftvoll, straff. Widerrist : Leicht vorstehend. Rücken : Muskulös und fest, biegsam ohne Anzeichen von Schwäche. Lenden : Kurz, recht breit, muskulös, von einer Seite zur anderen ziemlich flach. Kruppe : Breit, sehr leicht schräg oder vorzugsweise horizontal. Brust : Breit, bis zu den Ellenbogen hinab reichend; die Rippen sind besonders in ihrem oberen Drittel gut gewölbt. Die Unterseite der Brust muss von einer Seite zur anderen eine gewisse Rundung aufweisen. Von vorne gesehen ist die Vorbrust ziemlich breit. Untere Linie : Die ziemlich ausgefüllte Bauchpartie ist etwas aufgezogen.

RUTE : Die überwiegende Mehrheit der Tiere hat eine kurze Rute, viele werden rutenlos geboren. Die Rute ist dick und hoch angesetzt. Kurze Rute : Sie verlängert die Oberlinie. In den Ländern, in welchen das Kupieren der Rute gesetzlich verboten ist, ist eine lange Rute zulässig.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND: Mächtige Knochenstruktur. Die stark bemuskelten Vordergliedmassen sind von allen Seiten gesehen senkrecht und von vorn gesehen parallel. Schultern : Mittelmässig lang und schräg, dick bemuskelt. Mit dem Oberarm bildet das Schulterblatt einen Winkel von nahezu 110 °. Oberarm : Lang, sehr stark bemuskelt. Ellenbogen : Fest, weder abstehend noch zu eng anliegend. Unterarm : Gerade, kräftig. Vorderfusswurzelgelenk : Fest, klar umrissen, bodennah. Vordermittelfuss : Stark, kurz, sehr wenig schräg stehend. Vorderpfoten : Rund, mit einaneinanderliegenden, gewölbten Zehen ; Ballen dunkel, dick und elastisch, Krallen gross und kräftig.

HINTERHAND: Mächtig, muskulös, normal gewinkelt, von hinten gesehen parallel. Von der Seite gesehen soll sich der Fuss im Stand knapp hinter einer vom Sitzbeinhöcker ausgehenden Vertikalen befinden. Oberschenkel : Sehr stark und dick bemuskelt. Unterschenkel : Mässig lang, gut bemuskelt, Sprunggelenk : Bodennah, breit, sehnig. Hintermittelfuss: Von der Seite gesehen wenig schräg. Ohne Afterkrallen. Hinterpfoten: Wie die Vorderpfoten.

GANGWERK : Die Gliedmassen bewegen sich parallel zur Längsachse des Körpers, ohne zu schränken. Der schnelle, freie Schritt und der zügige Trab sind die gebräuchlichen Gangarten. Der Ardennen -Treibhund ist kein ausgesprochener Galopper, aber er ist fähig, in jeder Gangart und Geschwindigkeit in vollem Schwung einen plötzlichen Richtungswechsel vorzunehmen. Der Trab ist raumgreifend, die Bewegung gleichmässig, mit ausgezeichnetem Schub aus der Hinterhand, wobei die Oberlinie straff und fest bleibt. Passgang ist unerwünscht. Wegen seines Bewegungsdrangs bleibt der Ardennen-Treibhund selten an einem Platz. Ohne Leine führt sein Instinkt, Herden zu treiben, dazu, dass er oft hinter seinem Herrn zurückbleibt und ihm halbkreisförmig hin- und herlaufend folgt.

HAUT : Straff, ohne Falten, dennoch geschmeidig. Die Ränder der Augenlider und der Lippen sind immer stark pigmentiert.

HAARKLEID

HAAR : Das Haarkleid muß so beschaffen sein, dass der Hund im Freien leben und trotz der manchmal extremen Wetterbedingungen seiner Heimat die Herden bewachen und treiben kann. Das Deckhaar soll trocken, rauh und zerzaust und am ganzen Körper ungefähr 6cm lang sein ; auf dem Schädel ist das Haar jedoch außer an den Augenbrauen kürzer und liegt flacher an. Das Haar soll einen ca. 5-6 cm langen Schnurr- und Kinnbart bilden und den inneren Augenwinkel verbergen. Die Unterarme zeigen ein kürzeres, aber trockenes, leicht struppiges Haar, das ihnen zusammen mit den kurzen Fransen an ihrer Rückseite ein zylindrisches Aussehen verleiht. Das Haar an der Rückseite der Oberschenkel ist länger und bildet sogenannte « Hosen ». Auf den Aussenflächen der Ohren ist das Haar kurz, weich und glatt, mit einzelnen längeren Haaren vermischt. Der Gehörgang ist durch langes Haar geschützt, das nahtlos in die Halskrause übergeht, die durch nach hinten wachsende Haare gebildet wird. Die Zwischenräume zwischen den Ballen sind mit sehr kurzem Haar versehen. Die in jeder Jahreszeit sehr dichte Unterwolle ist im Winter noch reichlicher und schützt den Hund vorzüglich gegen die Unbilden des Wetters. Sie findet sich auch an den Gliedmaßen und ist ungefähr halb so lang wie das Deckhaar.

FARBE : Alle Farben sind zulässig ausser Weiss ; die Farbe der Unterwolle ist verschieden entsprechend der Farbe des Deckhaars. Ein weisses Abzeichen auf der Vorbrust oder weisse Zehenspitzen sind zulässig, aber nicht erwünscht. Das Haarkleid besteht oft aus einer Mischung von grauen, schwarzen und falbfarbenen Haaren ; die graue Farbe reicht von Hellgrau bis Dunkelgrau ; braunes , rostrotes oder strohgelbes Haarkleid.

GRÖSSE UND GEWICHT Widerristhöhe für Rüden 56 bis 62 cm, für Hündinnen 52 bis 56 cm. Toleranz : +/- 1 cm.. Gewicht für Rüden von 28 bis 35 kg, für Hündinnen von 22 bis 28 kg.

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