Deckakt

Aus Hunde-Wissen
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Das Suchen des Deckrüden sollte nicht mit der Läufigkeit anfangen, sondern schon im Vorfeld. Ein Besuchen von Ausstellungen und Körtagen macht Spass und sollte auch wahrgenommen werden.

Studieren der Zuchtbücher, und Zuchttauglichkeitslisten ist dabei eine sehr grosse Hilfe, sollte man danach immer noch unsicher sein, hilft ein Gespräch mit dem zuständigen Zuchtverein oder Zuchtwart. Sehr wichtig ist es, das Erscheinungsbild der Eltern, Grosseltern sowie die Charaktereigenschaften und das Wesen zu kennen. Viele Merkmale überspringen eine Generation, so das sich z.B eine krumme Rute(Grosseltern)bei den Enkeln wieder findet,obwohl dies bei den Eltern nicht ersichtlich ist. Die Verpaarung von Champion und Champion, ergibt in den meisten Fällen einen eher mittelmässigen Wurf. Viel wichtiger ist, dass die Linie und der Typ zusammenpassen.


Sobald die Hündin dann läufig ist, sollte umgehend ein Termin mit dem Deckrüdenbesitzer vereinbart werden, die Gebühr für die Deckcourtage sollte grundsätzlich im Vorfeld erfolgen.

Für den Deckakt sollte genügend Zeit zur Verfügung stehen. Oftmals klappt es nicht so, wie die Züchter das möchten.

Rüde und Hündin sollten vor dem geplanten Deckakt nicht gefüttert werden sowie genügend Zeit haben sich zu lösen. Dann können die Hunde in den Garten gelassen werden, wo sie sich genügend Zeit nehmen können, sich zu beschnüffeln und den Deckakt einzuleiten. Die anwesenden Personen sollten sich zurückziehen und die Hunde in Ruhe lassen. Ein helfendes Eingreifen kann hier mehr Schaden als Nutzen verursachen. Nach einer bestimmten Zeit wird der Rüde versuchen aufzureiten. Nun sollte man zum Eingreifen und Unterstützen bereit sein, denn sobald der Rüde "hängt" und sich gedreht hat, sollten beide Hunde gehalten werden. Es ist dafür Sorge zu tragen, das die Hunde sich nicht auseinanderreissen können, beruhigen und dabei bleiben.

Die Phase des "Hängens" kann zwischen fünf und fünfzig Minuten dauern, in dieser Zeit kommt es zum "Samenerguss", in dem sich 1-1,5 Milliarden Samenzellen befinden. Sechs bis Zwölf Samenzellen führen dann zur Befruchtung

Der Deckakt sollte innerhalb 48 Stunden wiederholt werden. Sollte die Hündin leer bleiben, steht dem Hündinnenbesitzer ein nachfolgender kostenloser Deckakt zu. Ein Deckschein muss ausgestellt werden und bei der Wurfabnhame dem Zuchtwart vorgelegt werden. Der Deckvertrag als solcher ist bei Ermangelung individualvertraglicher Einzelregelungen als Werkvertrag anzusehen, d.h. es wird der Erfolg geschuldet und nicht lediglich nur der Deckakt an sich.



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