Entwicklung der Welpen

Aus Hunde-Wissen
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Der erste Lebenstag

Der neugeborene Welpe ist ein unfertiges Wesen,welches ohne die Pflege der Mutter in wenigen Stunden sterben würde.

Die Hündin befreit ihn aus der Fruchthülle und nabelt ihn ab. Dazu benutzt sie ihre Mahlzähne im hinteren Bereich des Kiefers. Mit diesen Zähnen quetscht sie regelrecht die Nabelschnur ab,die durch den Druck der Zähne sofort verklebt und es somit zu keiner Blutung kommen kann. Der Restnabel bleibt am Welpen,trocknet ein und wird in ein bis zwei Tagen abfallen: Dann ist der Nabel gut verheilt.

Die Fruchthülle und die Plazenta wird von der Hündin verzehrt. Das dient einerseits zum Milcheinschuss,andererseits ist es eine Instinkthandlung um das Lager zu säubern und Geruchsbildung zu vermeiden damit kein Raubzeug angelockt wird.

Danach wird das Neugeborene kräftig mit der Zunge bearbeitet, bis sich mit einem prusten Schleim und Fruchtwasser aus den Nasenlöchern und dem Rachenraum entleert. Von diesem Augenblick an atmet der Welpe selbsttätig.

Die Hündin lässt den Welpen dann zunächst einfach liegen und kümmert sich entweder um vorher geborene Welpen oder um die Reinigung ihrer Vulva.

Der Welpe muss es nun schaffen, sich auf den Bauch zu drehen und an die Zitze zu robben. Dabei wird er nur von seiner Nase gesteuert, sehen und hören kann er noch nicht, seine Augen und Ohren sind fest geschlossen.

Ein Welpe der diesen Weg nicht selbständig schafft, gilt in der Regel als nicht Lebensfähig. Je nachdem wie zielsicher der Welpe die Mutter ansteuert und wie kräftig seine Bewegungen sind nennt man Biotonus und bereits in diesem Moment kann ein gut beobachtender Züchter die erste Aussage machen, wie stark der Wille des so eben geborenen Welpen sein wird.

Immer wieder gibt es Züchter die in diesem Moment helfend eingreifen. Nun, es mag hart klingen,aber Sie verderben sich nicht nur diese wertvolle Information, sondern verhelfen auch einem eventuell nicht lebensfähigen Welpen in eine ungewisse Zukunft, sei es, dass sie sein Leiden nur um einige Stunden verlängern oder gar durch weiteres Eingreifen einem Welpen zum Leben verhelfen, der nie gesund sein wird.

Hat der Welpe die Zitze zum erstenmal erreicht beginnt er direkt mit dem saugen und kommt so an die wertvolle Kolostralmilch(Vormilch) die wertvolle Stoffe zur Entwicklung des Immunsystems enthält.

Da Welpen völlig ohne Immunssystem geboren werden ist diese Kolostralmilch so etwas wie eine Erstimpfung. Wenn der Neugeborene das erste Mal getrunken hat, wird er erneut von seiner Mutter mit der Zunge bearbeitet, dadurch werden Darm und Blase angeregt und er kann beides entleeren. Diese Hilfe benötigt der Welpe auch noch die nächsten Tage.



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