Fährte

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Version vom 27. März 2006, 11:56 Uhr


Inhaltsverzeichnis


Wie Hunde riechen

Die Nase ist eines der wichtigsten Sinnesorgane des Hundes. Blitzschnell und ganz genau kann er Geruchsbilder differenzieren. So ist es dem Hund möglich, eine große Anzahl verschiedener Gerüche selbst bei schwächster Konzentration voneinander zu unterscheiden. Wie an einer Landkarte orientiert sich der Hund an den Duftbildern und nimmt dabei Dinge wahr, die uns verborgen bleiben. In der Relation zu uns Menschen, ist der Geruchssinn beim Hunde wesentlich besser entwickelt. Oftmals bestimmen Gerüche, die wir gar nicht wahrnehmen, das Empfinden und Handeln unseres Hundes.

Während des Gehirnwachstums in den ersten Lebenswochen eines Welpen, reift seine Riechfähigkeit aus. Damit dies geschehen kann, ist es wichtig, dass die Welpen in dieser Zeit mit möglichst vielen Umweltreizen in Berührung kommen. Nur so können sich die Nerven-verbindungen entwickeln, die später das Verhalten des erwachsenen Hundes beeinflussen.

Hunde reagieren auf jede „Geruchsbotschaft“. Die Reaktion darauf ist bei jedem Hund unterschiedlich und hängt davon ab, wie er die Geruchsinformation im Gehirn verarbeitet. Beispiel: Ein Jagdhund und ein Bernhardiner treffen auf eine frische Hasenfährte. Der Jagdhund wird aufgrund seiner Veranlagung sofort den Geruch aufnehmen und ihm folgen, der Bernhardiner wird vermutlich wenig Interesse zeigen.

Diese Sinnesreize können Hunde nicht beeinflussen oder steuern und die Antwort darauf können sie auch nicht unterdrücken.

Sehr stark beeinflussen tut immer der Sexualtrieb. Hat ein Rüde den Duft der läufigen Hündin an einem Busch entdeckt, wird ihn dieser Geruch so einnehmen, dass er alle anderen Sinne in diesem Moment herunterschraubt. So kann es z.B. passieren, dass der Hundehalter, der direkt neben seinem Hund steht und diesen zum weiter gehen auffordert, zurecht glaubt, dass sein Hund „ihn nicht hört“. Natürlich hört der Hund ihn akustisch, aber sein Hörsinn ist in diesem Moment nur noch ganz schwach „angeschaltet“, da der Geruchssinn in dieser Situation überwiegt.

Auch die Abgabe der eigenen „Geruchsäußerungen“ kann der Hund nicht beeinflussen, all das geschieht instinktiv. So nimmt ein Hund, der beschwichtigen will, seine Rute herunter, wodurch weniger Geruchsstoffe aus der Analdrüse frei werden. Das signalisiert wieder weniger Aggressivität.

Auch wir Menschen können die Abgabe von Geruchsstoffen nicht beeinflussen. Unsere Hunde werden immer riechen, was wir gerade empfinden. Angstschweiß, Wut oder Freude – der Hund reagiert auf jeden wahrgenommen Geruch. Genauso riechen sie, was der Mensch während seiner Abwesenheit von Zuhause erlebt hat. Hat er andere Hunde getroffen? Hat er sich - ohne sie - den Bauch vollgeschlagen? Alles, was für den Hund interessant ist, wird erschnüffelt.

Da wir Menschen diese Gerüche nicht bestimmen können, haben wir hier ein großes Informationsdefizit!



Fährtenarbeit in der Praxis

Erstes Experiment: Wie reagiert mein Hund auf eine Fährte?

Streichen Sie einen Apportiergegenstand, z.B. eine Beißwurst, mit Leberwurst ein und ziehen sie diesen Gegenstand mit Hilfe einer Schnur auf einer geraden Linie von Ausgangspunkt A nach Ziel B. Dort legen Sie den Gegenstand ab. Ausgangspunkt und Ziel haben Sie vorher gut sichtbar markiert. Legen Sie ihrem Hund nun eine Fährtenleine an. Das kann eine Leine aus Baumwolle, Leder oder Nylon sein, ca. 10-15 m lang. So angeleint führen Sie ihren Hund zur Mitte der Fährtenspur und kreuzen diese. Achten sie darauf, ob ihr Hund interessiert zu schnüffeln beginnt und die Spur bemerkt. Selbst Hunde mit wenig Erfahrung werden mit großer Wahrscheinlichkeit die Spur letztendlich bis zum Zielpunkt B verfolgen. Dort angekommen, wird der Hund selbstverständlich ausgiebig belohnt!

Hat dieses Experiment gut geklappt, sollten Sie in Zukunft nur noch über den Eigengeruch des Apportiergegenstandes arbeiten, damit der Hund nicht ungewollt dazu erzogen wird, ständig nach Fressbarem auf dem Boden zu suchen.

Die Fährtenleine, evtl. im Zusammenhang mit einem Geschirr sollte ab sofort auch nur für Fährtenarbeit benutzt werden.


Das Leinentraining

Das Spurenlegen

Die Duftaufnahme

Die Arten der Anzeige

Arbeiten mit der eigenen Spur

Gegenstände anzeigen

Personensuche

Nasenspiele

Einen verlorenen Gegenstand suchen

Teebeutel suchen/unterscheiden

Die eigenen Leine suchen und anzeigen

Blumentopfspiel

Tannenzapfenspiel

Schuhsalat



Meine Werkzeuge