Finnischer Spitz

Aus Hunde-Wissen
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Finnischer Spitz
Platzhalter Hunderassen.png
FCI - Standard Nr. 49
Patronat, Herkunft Finnland
Klassifikation FCI

Gruppe 5
Sektion 2

Rassenamen Finnischer Spitz (Suomenpystykorva)
Größe Hündinnen: 42±3 cm, Rüden: 47±3 cm
Gewicht Hündinnen: 7–10kg, Rüden: 12–13 kg
Fell:
  • Beschaffenheit
  • Farbe
  • Auf dem Rücken ist das Haar rotbraun oder goldbraun, vorzugsweise glänzend. Innen an den Ohren, an den Backen, an Kehle, Brust, Bauch, an der Innenseite der Läufe, an der Hinterseite der Oberschenkel und an der Rute ist die Tönung heller

  • Auf dem Rücken ist das Haar rotbraun oder goldbraun, vorzugsweise glänzend. Innen an den Ohren, an den Backen, an Kehle, Brust, Bauch, an der Innenseite der Läufe, an der Hinterseite der Oberschenkel und an der Rute ist die Tönung heller
Schädel:
  • Kopfform
  • Ohren
  • Von oben gesehen ist er eiförmig, allmählich gegen die Ohren zu breiter werdend und zwischen den Ohren am breitesten, Stopp nicht besonders ausgeprägt

  • Eher hoch angesetzt, immer aufgerichtet, eher klein, spitz
Körper:
  • Aussehen
  • Rute
  • Etwas kleinerer als mittelgroßer Hund, fast quadratisch, trocken und solide gebaut mit gut aufgerichteter Haltung

  • Vom Ansatz an kräftig nach vorne gekrümmt, dicht längs des Rückens getragen
Verwendung Hund hauptsächlich zur Jagd auf Vogelwild in den Wäldern, aber auch auf kleines Raubwild, Wasserwild und Elch. Passionierter Jäger; ziemlich unabhängig, aber beteiligt sich aktiv an der Jagd und gibt Laut, um die Beute anzuzeigen.
Rassen von A bis Z


Inhaltsverzeichnis

FCI Klassifikation

Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp. Sektion 2 Nordische Jagdhunde. Arbeitsprüfung nur für nordische Länder (Schweden, Norwegen, Finnland).

Kurzer geschichtlicher Abriss

Der Ursprung des Finnen-Spitzes ist unbekannt. Hingegen weiß man, dass seit Jahrhunderten Hunde vom Typ des Finnen-Spitzes im ganzen Land schon zur Jagd auf alle Wildarten verwendet wurden. Der ursprüngliche Hauptzweck war, einen Hund zu entwickeln, der sogar Wild auf Bäumen durch Lautgeben anzeigte und der auch schön aussah. Als in den 90er Jahren die Einschreibungen in das Hundestammbuch begannen, existierten in Typ und Gebrauch gefestigte Exemplare dieser Rasse hauptsächlich in den östlichen und nördlichen Gegenden des Landes. Der erste Standard wurde im Jahre 1892 erstellt. Die erste Spezialschau erfolgte im selben Jahr und die erste Arbeitsprüfung für Vogelwild im Jahre 1897. Heute ist die Rasse sowohl in Finnland als auch in Schweden sehr verbreitet. Die Entwicklung der Rasse erfolgte auf der Grundlage des reinen, natürlichen Hundebestandes und bildet ein wesentliches Grundelement der finnischen Kultur. Der Finnen-spitz wurde im Jahre 1979 zum « Finnischen Nationalhund »erhoben.

Allgemeines Erscheinungsbild

Etwas kleinerer als mittelgroßer Hund, fast quadratisch, trocken und solide gebaut mit gut aufgerichteter Haltung.

  • Haut: Am ganzen Körper gut anliegend, ohne Falten.
  • Haar: Am Körper relativ lang, halb oder ganz aufgerichtet, steifer am Hals und auf dem Rücken. Auf dem Kopf und an den Läufen, ausgenommen an der Hinterseite der Oberschenkel, ist das Haar kurz und flach anliegend. Das steife Haar an den Schultern ist, besonders bei Rüden, bemerkenswert länger und gröber. An den « Hosen » und an der Rute ist das Haar lang und dicht. Die Unterwolle ist kurz, weich, dicht und von heller Farbe.
  • Farbe: Auf dem Rücken ist das Haar rotbraun oder goldbraun, vorzugsweise glänzend. Innen an den Ohren, an den Backen, an Kehle, Brust, Bauch, an der Innenseite der Läufe, an der Hinterseite der Oberschenkel und an der Rute ist die Tönung heller. Ein weißer Streifen an der Brust und kleine weiße Abzeichen auf den Pfoten sind erlaubt.

Größe

  • Widerristhöhe : Idealgrösse für Rüden 47 cm, für Hündinnen : 42 cm. Toleranz +/- 3 cm.

Gewicht

Rüden: 12 - 13 kg, Hündinnen: 7 - 10 kg.

Wichtige Proportionen

Die Körperlänge entspricht der Widerristhöhe. Die Tiefe der Brust ist etwas kleiner als die Hälfte der Widerristhöhe. Die Länge des Fangs verhält sich zur Länge des Schädel wie 3:4. Der Schädel ist etwas breiter als lang und seine Breite entspricht seiner Tiefe.

Verhalten/Charakter (Wesen)

Lebhaft, kraftvoll, mutig und entschlossen. Er kann gegenüber Fremden leicht zurückhaltend sein, ist aber nie arglistig.

Kopf

  • Schädel: Von oben gesehen ist er eiförmig, allmählich gegen die Ohren zu breiter werdend und zwischen den Ohren am breitesten. Von vorne und von der Seite gesehen ist der Schädel leicht gewölbt. Die oberen Begrenzungslinien von Fang und Schädel sind fast parallel. Die Stirnfurche ist sehr oberflächlich. Die Augenbrauenbogen und das Hinterhauptbein sind wenig sichtbar.
  • Stop: Nicht stark ausgeprägt, aber der Winkel zwischen Nasenrücken und Schädel ist dennoch klar ersichtlich.
  • Nasenschwamm: Ziemlich klein, pechschwarz.
  • Fang: Schmal, trocken, von oben und von der Seite gesehen allmählich schmaler werdend. Der Nasenrücken ist gerade. Der Unterkiefer zeichnet sich klar ab.
  • Lefzen: Straff, eher dünn und gut anliegend. Gut pigmentiert.
  • Kiefer / Zähne: Kräftige Kiefer. Die Zähne sind gut und symmetrisch entwickelt. Engschließendes Scherengebiss. Normales Gebiss.
  • Augen: Von mittlerer Größe, mandelförmig, etwas schräg eingesetzt und vorzugsweise dunkel. Der Ausdruck ist lebhaft und aufgeweckt.
  • Ohren: Eher hoch angesetzt, immer aufgerichtet. Eher klein, spitz, sehr beweglich und von dünnem Haar bedeckt.
  • Hals: Bemuskelt; bei Rüden scheint er wegen der dicken Mähne eher kurz zu sein, bei Hündinnen von mittlerer Länge. Kehle ohne Wamme.

Körper

  • Widerrist: Klar abgezeichnet, besonders bei Rüden.
  • Lenden: Kurz und bemuskelt
  • Kruppe: Von mittlerer Länge, gut entwickelt, sanft abfallend.
  • Brust: Tief, fast bis zu den Ellenbogen reichend, nicht sehr breit. Die Rippen sind leicht gewölbt; die Vorbrust ist deutlich sichtbar, ohne besonders breit zu sein.
  • Untere Profillinie und Bauch: Leicht aufgezogen.
  • Rute: Vom Ansatz an kräftig nach vorne gekrümmt, dicht längs des Rückens getragen, nach unten und leicht rückwärts gegen den Oberschenkel gepresst, die Spitze bis Mitte Oberschenkel reichend. Wenn die Rute gestreckt ist, reicht sie ungefähr bis zum Sprunggelenk.

Gliedmaßen

Vorderhand

Allgemeines: Von vorne gesehen gerade und parallel. Das Knochengerüst ist von mittlerer Stärke. Der Oberarm ist etwas kürzer als das Schulterblatt und der Unterarm.

  • Schultern: Kräftig, sehr beweglich und relativ steil.
  • Oberarm: Ein wenig kürzer als das Schulterblatt. Leicht schräg gestellt, kräftig.
  • Ellenbogen: Sie liegen vorne an einer gedachten von der Schulterspitze aus gezogenen senkrechten Linie. Sie sind gerade nach hinten ausgerichtet.
  • Unterarm: Relativ kräftig, senkrecht.
  • Vordermittelfuß: Von mittlerer Länge, leicht schräg.
  • Vorderpfoten: Rundliche Katzenpfoten. Die Zehen sind eng aneinander liegend und gut gewölbt. Die Ballen sind elastisch, immer schwarz, seitlich dicht behaart.

Hinterhand

Allgemeines: Kräftig, von hinten gesehen gerade und parallel. Mittlere Winkelung. Das Knochengerüst ist von mittlerer Stärke. Der Oberschenkel ist etwas länger als der Unterschenkel.

  • Oberschenkel: Von mittlerer Länge, relativ breit, mit gut entwickelten Muskeln.
  • Knie: Gerade nach vorne ausgerichtet, mittlere Winkelung.
  • Unterschenkel: Bemuskelt.
  • Sprunggelenk: Mäßig tief angesetzt, mittlere Winkelung.
  • Hintermittelfuß: Eher kurz, kräftig und senkrecht.
  • Hinterpfoten: Etwas länglicher als die Vorderpfoten, sonst gleich. Afterkrallen sollten entfernt sein.

Gangwerk

Bewegung leicht, ohne Anstrengung bodendeckend. Der Hund wechselt leicht vom Trab in den Galopp, der die natürlichste Gangart darstellt. Die Läufe bewegen sich in parallelen Ebenen. Wenn er dem Wild nachjagd, stürzt er sich in schnellen Galopp.

Fehler

  • Schwerer Kopf.
  • Grober Fang.
  • Schwacher Unterkiefer.
  • In einem scharfen Winkel nach vorne gerichtete Ohren, seitlich weisende oder mit den Spitzen zusammenstehende Ohren, nach hinten gelegte Ohren; Ohren, die innen von langem Haar ausgekleidet sind.
  • Zu schwach oder zu stark gekrümmte Rute.
  • Vordermittelfuss zu elastisch.
  • Haar lang, weich, zu kurz oder eng anliegend.
  • Deutlich voneinander abgegrenzte verschiedene Farbtöne.

Ausschließende Fehler :

  • Fleischfarbene Nase.
  • Vor-oder Rückbiss.
  • Augen stechend gelb, Glasauge.
  • Ohren mit gekippten Spitzen.
  • Knickrute.
  • Haarkleid gewellt oder gelockt.
  • Farben, die eindeutig von der Grundfarbe abweichen.
  • Breite, weiße Abzeichen an der Brust und / oder weiße « Socken ».
  • Eindeutig aggressives Verhalten gegenüber Menschen.
  • N.B. Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
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