Flyball

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(Wie wird Flyball gespielt?)
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- der Hundehalter läuft mit über die Startlinie
 
- der Hundehalter läuft mit über die Startlinie
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==Flyball-Training==
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Wir setzen voraus, dass der Hund einen Ball holt und auch bringt! Wenn das nicht der Fall ist, muss vorher der Apport trainiert werden.
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Ebenso sollte der Hund schon das voraus kennen, evtl. auch schon mit Hürde.
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Als erstes schaut man, ob der Hund ein Links- oder Rechtsdreher ist! Das macht man mit folgender Übung:
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Hund in Platz legen, Spielzeug in ein paar Meter Entfernung
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auf den Boden legen und den Hund dann losschicken, dass er das Spielzeug holt. Jetzt darauf achten: Dreht er sich bei der Aufnahme des Spielzeugs rechts oder links herum? Übung ein paar Mal machen, damit man sich sicher sein kann.
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Als nächstes bringt man dem Hund bei, um eine Pylone herum zu laufen und zwar in die Richtung, die wir durch die erste Übung herausgefunden haben.Das kann man am besten mit der Handführung machen, Bestätigung mit Clicker ist gut, da timing genau.
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Für den drittten Schritt benötigt man eine Schräge, ungefähr in dem Winkel und in der Größe der eigentlichen Flyball-Box, kann auch etwas größer sein, so mca. 60-70 cm breit und hoch. [B]Sollte stabil sein und sicher stehen!
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Jetzt kann man die Pylone dicht vor die Schräge stellen (Abstand je nach Hundegröße) und mit dem Herum arbeiten. Der Hund muss jetzt beim Umlaufen der Pylone zwangsweise auf die Schräge, das wird sofort bestätigt.
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Nach und nach etwas Tempo einbauen.
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Man kann auch ein leichtes Brett als Hürde, ca. 10 cm hoch
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bei einem Linskdreher auf die rechte Seite der Pylone und bei einem Rechtsdreher auf die linke Seite mit einbauen (Brettkante abpolstern!). So erreicht man schneller, dass der Hund bereits auf die Schräge springt (da über die Hürde), anstatt nur so hoch zu laufen. Abstand Brett Schräge wieder je nach Hundegröße.
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Parallel zum Training mit der Schräge, trainiert man das Laufen über die Hürden im Zusammenhang mit dem Ball. Dafür steht eine Hilfsperson am Ende der 4 Hürden. Sie ruft den Hund und wirft ihm den Ball zu, wenn er über die Hürden bei ihr angekommen ist. Der Hund soll sich so schon daran gewöhnen, dass am Ende ein Mensch steht. Dieser ist dann später hinter der Box, um die Bälle immer wieder aufzufüllen.
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Das Hürdentraining muss dann noch mit mehreren Hunden trainiert werden. Der nächste Hund läuft ja schon los, bevor der letzte wieder ins Ziel gekommen ist. Dieser Wechsel bedeutet, dass die Hunde sich unterwegs noch begegnen. Das könnte zu Stress führen, da ja ein hohes Tempo erwünscht ist, was oft mit Trieblauten gepuscht wird. Zudem muss man darauf achten, dass der Hund, der zurückkommt immer zur gleichen Seite und zwar nach außen ausläuft.
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Wenn die Box ein lautes Geräusch macht - und das ist bei vielen der Fall, wenn der Ball ausgelöst wird, muss man den Hund daran evtl. auch erst gewöhnen! Er soll sich nicht erschrecken!
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Zuletzt kommt jetzt die eigentliche Flyball-Box dazu. Wenn die Wendung auf der Hilfs-Schräge gut klappt, versucht man jetzt das gleiche mit der Flyball-Box. Der Ball wird erst von der Person, die hinter der Box steht, dem Hund zugeworfen bzw. ins Maul gegeben.
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Der letzte Schritt ist, dass der Hund den Ball selbst aufnimmt. Will er den Ball, ist das einfach, er wird ihn von allein fangen, wenn er ihn auslöst.
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Bei den modernen Wettkampf-Boxen ist es so, dass der Ball kaum noch fliegt. Der Hund nimmt den Ball bereits gleich nach der Auflösung auf, quasi in ca. 5-10 cm Entfernung vor der Halterung.

Version vom 26. April 2006, 13:55 Uhr

Inhaltsverzeichnis


Geschichte

Flyball wurde in den 70er Jahren von einem amerikanischen Hundebesitzer erfunden. Um eine Beschäftigung für seine ballverrückten Hunde zu finden, baute er ihnen eine Kiste, die sie mit einem Tritt auf einen Hebel selbst betätigen konnten, damit ein Ball heraus fliegt. Die erste Flyball-Box war erfunden und bei den Hundehaltern sprach sich diese Art der Beschäftigung für den Hund schnell herum.

Mitte der 80er Jahre gab es in Amerika ein erstes Flyball-Reglement und Flyball wurde als Turnierhundesport offiziel anerkannt. Mitte 1990 kam der Sport nach England. Belgien und Holland und andere Länder folgten. Seit 2005 gibt es auch in Deutschland ein einheitliches Regelwerk.

Die Flyball-Box

Es gibt mittlerweile viele unterschiedliche Boxen. Die ganz einfachen kann man gut selberbauen. Es gibt diverse Bauanleitung dazu im Netz. Sie sind aber höchstens dazu geeignet, sie zur Beschäftigung des Hundes im eigenen Garten aufzubauen. Will man diesen Sport richtig ausüben, sollte man sich schon eine "Profi-Box" holen. Dies ist für die Sicherheit des Hundes wichtig, da sonst aufgrund des Tempos, dass diesen Sport ausmacht, eine Verletzungsgefahr besteht. Die Box braucht eine gute Standfestigkeit und sollte von der Bauweise so sein, dass der Wurfarm versteckt in der Box ist und die Trittfläche so groß ist, dass der Hund mit allen vieren dagegen springen kann.

Wie wird Flyball gespielt?

Flyball ist ein Mannschaftssport. Jede Mannschaft besteht aus 4 "Stammspielern" (Hunden) und aus 1-2 Reservespielern.

Die Teams treten gleichzeitig, auf zwei parallel zueinander aufgebauten Parcours, gegeneinander an. Jeder Hund muss 4 Hürden überspringen, bevor er an die Box kommt, um dann mit dem gefangenen Ball wieder über die Hürden zurück zur Startlinie zu kommen. Der 2 Hund darf erst starten, wenn der erste die Start bzw. Ziellinie überquert hat. Sollte einem Hund ein Fehler unterlaufen, muss er den Parcours wiederholen. Das verliert wertvolle Zeit. Die Mannschaft, die am schnellsten und am fehlerfreisten unterwegs war, hat den Lauf gewonnen.

Um diesen Sport zu spielen braucht man neben der Mannschaft noch

einen Boxenloader = derjenige, der die Box mit Bällen auffüllt

einen Mannschaftskapitän

einen Balljungen/mädchen = sammelt die heruntergefallenen Bälle aus dem Parcours

einen Trainer/Helfer = beobachtet den Lauf und schaut, was besser gemacht werden kann


Fehler sind:

- der Hund kommt ohne Ball zurück zur Startlinie

- der Hund überspringt nicht alle Hürden

- der Hund verlässt den Parcours

- der Hund holt sich den Ball, ohne die Box betätigt zu haben

- zu früher Wechsel (der vorherige Hund hat die Ziellinie noch nicht überschritten)

- der Hundehalter läuft mit über die Startlinie


Flyball-Training

Wir setzen voraus, dass der Hund einen Ball holt und auch bringt! Wenn das nicht der Fall ist, muss vorher der Apport trainiert werden.

Ebenso sollte der Hund schon das voraus kennen, evtl. auch schon mit Hürde.


1)

Als erstes schaut man, ob der Hund ein Links- oder Rechtsdreher ist! Das macht man mit folgender Übung:

Hund in Platz legen, Spielzeug in ein paar Meter Entfernung auf den Boden legen und den Hund dann losschicken, dass er das Spielzeug holt. Jetzt darauf achten: Dreht er sich bei der Aufnahme des Spielzeugs rechts oder links herum? Übung ein paar Mal machen, damit man sich sicher sein kann.

2)

Als nächstes bringt man dem Hund bei, um eine Pylone herum zu laufen und zwar in die Richtung, die wir durch die erste Übung herausgefunden haben.Das kann man am besten mit der Handführung machen, Bestätigung mit Clicker ist gut, da timing genau.

3)

Für den drittten Schritt benötigt man eine Schräge, ungefähr in dem Winkel und in der Größe der eigentlichen Flyball-Box, kann auch etwas größer sein, so mca. 60-70 cm breit und hoch. [B]Sollte stabil sein und sicher stehen!

Jetzt kann man die Pylone dicht vor die Schräge stellen (Abstand je nach Hundegröße) und mit dem Herum arbeiten. Der Hund muss jetzt beim Umlaufen der Pylone zwangsweise auf die Schräge, das wird sofort bestätigt.

Nach und nach etwas Tempo einbauen.

Man kann auch ein leichtes Brett als Hürde, ca. 10 cm hoch bei einem Linskdreher auf die rechte Seite der Pylone und bei einem Rechtsdreher auf die linke Seite mit einbauen (Brettkante abpolstern!). So erreicht man schneller, dass der Hund bereits auf die Schräge springt (da über die Hürde), anstatt nur so hoch zu laufen. Abstand Brett Schräge wieder je nach Hundegröße.

4)

Parallel zum Training mit der Schräge, trainiert man das Laufen über die Hürden im Zusammenhang mit dem Ball. Dafür steht eine Hilfsperson am Ende der 4 Hürden. Sie ruft den Hund und wirft ihm den Ball zu, wenn er über die Hürden bei ihr angekommen ist. Der Hund soll sich so schon daran gewöhnen, dass am Ende ein Mensch steht. Dieser ist dann später hinter der Box, um die Bälle immer wieder aufzufüllen.

5)

Das Hürdentraining muss dann noch mit mehreren Hunden trainiert werden. Der nächste Hund läuft ja schon los, bevor der letzte wieder ins Ziel gekommen ist. Dieser Wechsel bedeutet, dass die Hunde sich unterwegs noch begegnen. Das könnte zu Stress führen, da ja ein hohes Tempo erwünscht ist, was oft mit Trieblauten gepuscht wird. Zudem muss man darauf achten, dass der Hund, der zurückkommt immer zur gleichen Seite und zwar nach außen ausläuft.

6)

Wenn die Box ein lautes Geräusch macht - und das ist bei vielen der Fall, wenn der Ball ausgelöst wird, muss man den Hund daran evtl. auch erst gewöhnen! Er soll sich nicht erschrecken!

Zuletzt kommt jetzt die eigentliche Flyball-Box dazu. Wenn die Wendung auf der Hilfs-Schräge gut klappt, versucht man jetzt das gleiche mit der Flyball-Box. Der Ball wird erst von der Person, die hinter der Box steht, dem Hund zugeworfen bzw. ins Maul gegeben.

Der letzte Schritt ist, dass der Hund den Ball selbst aufnimmt. Will er den Ball, ist das einfach, er wird ihn von allein fangen, wenn er ihn auslöst.

Bei den modernen Wettkampf-Boxen ist es so, dass der Ball kaum noch fliegt. Der Hund nimmt den Ball bereits gleich nach der Auflösung auf, quasi in ca. 5-10 cm Entfernung vor der Halterung.



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