Laekenois

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Da bei den Belgischen Schäferhunden die Länge, die Wuchsrichtung, das Aussehen und die Farbe des Haarkleides verschieden sind, wurde dieses Merkmal als Kriterium für die Unterscheidung der vier Varietäten der Rasse zugrundegelegt: '''Groenendael, Tervueren, Malinois und Laekenois.''' Die vier Varietäten werden gesondert gerichtet und jede ist zur Erlangung eines CAC, eines CACIB oder der entsprechenden Reserveauszeichnung berechtigt.
 
Da bei den Belgischen Schäferhunden die Länge, die Wuchsrichtung, das Aussehen und die Farbe des Haarkleides verschieden sind, wurde dieses Merkmal als Kriterium für die Unterscheidung der vier Varietäten der Rasse zugrundegelegt: '''Groenendael, Tervueren, Malinois und Laekenois.''' Die vier Varietäten werden gesondert gerichtet und jede ist zur Erlangung eines CAC, eines CACIB oder der entsprechenden Reserveauszeichnung berechtigt.
  
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'''C. Rauhaar: Kennzeichnend für die Varietät ist vor allem die harte und trockene Beschaffenheit des Haares, das zerzaust ist und bei Berührung gleichsam "knistert". Die Länge beträgt überall am Körper etwas 6 cm, aber es ist kürzer auf dem Nasenrücken, an der Stirn und an den Gliedmaßen. Weder in der Umgebung der Augen noch am Fang soll das Haar so reich entwickelt sein, dass es die Form des Kopfes verbergen würde. Dennoch muß ein guter Haarbewuchs am Fang unbedingt vorhanden sein. Die Rute darf keine Fahne bilden.  
 
'''C. Rauhaar: Kennzeichnend für die Varietät ist vor allem die harte und trockene Beschaffenheit des Haares, das zerzaust ist und bei Berührung gleichsam "knistert". Die Länge beträgt überall am Körper etwas 6 cm, aber es ist kürzer auf dem Nasenrücken, an der Stirn und an den Gliedmaßen. Weder in der Umgebung der Augen noch am Fang soll das Haar so reich entwickelt sein, dass es die Form des Kopfes verbergen würde. Dennoch muß ein guter Haarbewuchs am Fang unbedingt vorhanden sein. Die Rute darf keine Fahne bilden.  
 
Der Laekenois ist rauhaarig.'''
 
Der Laekenois ist rauhaarig.'''
 
  
 
== Farbe ==
 
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Version vom 3. Juni 2009, 16:55 Uhr

Belgischer Schäferhund - Laekenois: Rex

Inhaltsverzeichnis

Belgischer Schäferhund (Berger Belge)- Laekenois

Standard FCI No. 15 / 05.06.2002 / D Féderation Cynologique Internationale Secrétariat Général: 13, Place Albert 1, B-6530 Thuin

Ursprung

Begien


Verwendung

Ursprünglich Schäferhund, heute Gebrauchshund (Wachhund, Schutzhund, Fährtenhund usw.), und polyvalenter Diensthund sowie Familienhund.


Klassifikation FCI

Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde). Sektion 1 Schäferhunde mit Arbeitsprüfung


Kurzer geschichtlicher Abriss

Noch zum Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Belgien eine große Anzahl Hüte- und Treibhunde von vielfältigem Typ mit sehr unterschiedlichem Haarkleid. Um in diese Unausgeglichenheit etwas Ordnung zu bringen, schloss sich eine Gruppe begeisterter Kynologen zusammen und ließ sich von Professor A. Reul beraten, Dozent an der veterinärmedizinischen Schule in Cureghem. Ihn kann man als den Wegbereiter und Begründer der Rasse bezeichnen. Offiziell entstand die Rasse zwischen 1891 und 1897. Am 29. September 1891 wurde in Brüssel der "Belgische Schäferhundeklub" gegründet; noch im gleichen Jahr, am 15. November, organisierte Prof. A. Reul in Cureghem ein Treffen, an welchem 117 Hunde teilnahmen; diese Zusammenkunft erlaubte eine Bestandsaufnahme und die Auslese der besten Rassevertreter. Während der folgenden Jahre erfolgte eine strenge Selektion unter Verwendung von nur wenigen, eng blutsverwandten Zuchtrüden.

Am 3. April 1892 wurde vom belgischen Schäferhundeklub bereits ein erster sehr ausführlicher Standard erstellt. Eine einzige Rasse mit 3 Haar-Varietäten wurde anerkannt. Jedoch war, wie man damals sagte, der belgische Schäferhund nur ein Hund für bescheidene Leute, also eine Rasse, der es noch an Ansehen mangelte. Deshalb wurden die ersten belgischen Schäferhunde erst im Jahre 1901 in das Zuchtbuch der Société Royale St. Hubert (L.O.S.H.) eingetragen.

Im Laufe der folgenden Jahre bemühten sich die für die belgischen Schäferhunde verantwortlichen Kynologen beharrlich, den Typ der Rasse zu vereinheitlichen und die Fehler auszumerzen. Man kann sagen, dass um 1910 Typ und Charakter des Belgischen Schäferhundes bereits fixiert waren.

Im Verlauf der Geschichte des Belgischen Schäferhundes war die Frage der unterschiedlichen zulässigen Varietäten und Farben stets umstritten, jedoch hinsichtlich der Morphologie, des Charakters und der Gebrauchstüchtigkeit der Rasse gab es niemals unterschiedliche Auffassungen.

Der derbe, zottig wirkende Laekenois, heute der seltenste der vier belgischen Schäferhunde, war der Lieblingshund der belgischen Königin Marie Henriette und wurde nach dem Chateau de Lacken benannt, auf dem sie oft residierte. Die dem Hollandse Herdershond ähnliche "Rasse" wurde 1897 erstmals anerkannt.

Dieser Hund ist zwar ebenso energisch und eigenwillig wie seine drei Vettern, neigt aber weniger zum Schnappen und Beißen. Die relative Seltenheit des Laekenois ist unverständlich - er ist ebenso fruchtbar und als Arbeitshund genauso tüchtig wie die andere belgischen Schäferhunde; vielleicht schreckt sein derbes Aussehen manche Züchter ab. Der stets wachsame und sehr aktive Hund spricht gut auf die Gehorsamserziehung an und gibt einen guten Wächter ab.

Eleganz, Schönheit und ein einheitliches Erscheinungsbild wurden in der neuzeitlichen Hundezucht wichtiger. Diesem Zeitgeschmack entsprach der Laekenois nicht so sehr, war er doch der derbe unempfindliche Arbeiter. Als im Jahre 1900 als Fellfarbe nur noch grau zugelassen wurde, versetzte dies der Laekenpopulation einen schweren Schlag. Die Selektion auf die Farbe grau war der größte Fehler, da die graue Farbe nur die Ausnahme ist. Erst 1920 wurden wieder alle Farben zugelassen, als zusätzlich bedingt durch den Krieg und die Benachteiligung in der Zucht die Laekenoispopulation am Boden lag. Erst 1978 wurde für den Laeken die Farbe fauve als einzige Farbe festgelegt wie es auch heute noch im Standard steht.

Den Holländern ist es zu verdanken, dass der Laeken nicht ausgestorben ist. Sie züchteten ihn ungeachtet der Farbe weiter und haben heute die meisten Laeken in Europa. Seit den 80er Jahren stellt man jedoch fest, dass der Laekenois in Europa immer beliebter wird.

Noch heute dokumentiert diese Varietät alle Qualitäten als Arbeits- und Sporthund, sowohl bei Polizei, Zoll und Armee, so wie auch als Rettungs-, Behinderten-, Agility-, Schutz- und Familienhund. Aufgrund seiner Ausgeglichenheit und seiner Gesundheit wird er auf Dauer seinen Platz behaupten und ausbauen.


Verhalten / Charakter (Wesen)

Der Laekenois ist wachsam und rege, von übersprudelnder Lebhaftigkeit und stets aktionsbereit. Neben seinen angeborenen Fähigkeiten als Hüter der Herden besitzt er die wertvollen Eigenschaften eines sehr guten Wächters für Haus und Hof. Er verteidigt seinen Herrn ohne jegliches Zögern hartnäckig und leidenschaftlich. Er vereinigt in sich alle für einen Schäferhund, Wachhund, Schutzhund und Diensthund erforderlichen Vorzüge. Sein lebhaftes und munteres Temperament und seine gefestigten Charaktereigenschaften, die weder Angst noch Aggressivität kennen, sollen sich in seiner Körperhaltung und im stolzen und aufmerksamen Ausdruck seiner glänzenden Augen offenbaren. Beim Richten sollte man das "ruhige" und "beherzte" Temperament berücksichtigen.

Der Laekenois ist kinderfreundlich, fühlt sich im kalten Klima wohl, lässt sich leicht zum Gehorsam erziehen.


Allgemeines Erscheinungsbild

Harmonisch gebauter Hund von mittleren Proportionen, der Eleganz und Kraft in sich vereinigt. Er hat ein quadratisches Gebäude und ist mittelgroß; seine Muskulatur ist kräftig und trocken. Er ist widerstandsfähig, an das Leben im Freien gewöhnt und im Stande, die in Belgien so häufigen klimatischen Schwankungen zu ertragen. Durch die Harmonie seiner Körperformen und die stolze Kopfhaltung soll der Belgische Schäferhund den Eindruck jener eleganten Robustheit vermitteln, die das Erbe der gezielt herausgezüchteten Vertreter einer Gebrauchshunderasse ist. Der Belgische Schäferhund soll im Stand in natürlicher Stellung, ohne körperlichen Kontakt mit dem Vorführer gerichtet werden.


Kopf

Hoch getragen; nicht übertrieben lang, gerade in seinen Begrenzungslinien, gut gemeißelt und trocken. Schädel und Fang sind ungefähr gleich lang; der Fang darf höchstens um ein Weniges länger sein, was dem Gesamtbild den letzten Schliff verleiht.


Schädel: Von mittlerer Breite, in seinen Proportionen zur Länge des Kopfes passend, mit eher abgeflachter als gerundeter Stirn und mit wenig ausgeprägter Stirnfurche. Von der Seite gesehen, verläuft die Oberlinie parallel zu einer gedachten Verlängerungslinie des Nasenrückens. Hinterhauptkamm wenig entwickelt. Augenbrauenbogen und Jochbein nicht vorstehend.

Stopp: Mäßig entwickelt.

Nasenschwamm: Schwarz

Fang: Mittellang, unter den Augen gut gemeißelt, er verjüngt sich allmählich zur Nase hin und hat die Form eines verlängerten Keils. Der Nasenrücken ist gerade und parallel zur gedachten verlängerten Oberlinie der Stirn. Fangöffnung groß und weit, das heißt bei offenem Fang werden die Mundwinkel stark nach hinten gezogen und die Kiefer klappen weit auseinander.

Lippen: Dünn, straff anliegend und stark pigmentiert.

Kiefer / Zähne: Zähne groß, weiß, regelmäßig und kräftig in dem gut entwickelten Kiefer eingesetzt. Scherengebiss; das von den Schaf- und Viehtreibern vorgezogene Zangengebiss wird toleriert. Das Gebiss ist entsprechend der Zahnformel des Hundes vollzahnig. Das Fehlen von zwei Prämolaren 1 (PM1) ist zulässig: die Molaren 3 (M3) werden nicht berücksichtigt.

Backen: Trocken und recht flach, doch gut bemuskelt.

Augen: Von mittlerer Größe, weder zu tief liegend noch hervorstehend, leicht mandelförmig, schräg eingesetzt, von bräunlicher Farbe, wobei dunkel gefärbte Augen bevorzugt werden. Die Augenlider sind schwarz umrandet. Der Blick ist offen, lebhaft, aufgeweckt und forschend.

Ohren: Eher klein, hoch angesetzt, in ihrem Aussehen klar dreieckig. Die Ohrmuschel ist in sich gut gebogen. Die spitzen Ohren werden fest und aufrecht getragen und bei Aufmerksamkeit senkrecht gestellt.


Hals

Gut abgesetzt, etwas länglich, ziemlich aufgerichtet, gut bemuskelt, zu den Schultern hin allmählich breiter werdend. Ohne Wamme. Der Nacken ist leicht gewölbt.


Körper

Kraftvoll ohne Schwere. Die vom Buggelenk zum Sitzbeinhöcker gemessene Körperlänge entspricht ungefähr der Widerristhöhe.

Oberlinie: Die obere Linie von Rücken und Lenden ist gerade.

Widerrist: Ausgeprägt.

Rücken: Fest, kurz und gut bemuskelt.

Lenden: Kräftig, kurz, angemessen breit, gut bemuskelt.

Kruppe: Gut bemuskelt; nur sehr leicht schräg: angemessen, aber nicht übertrieben breit.

Brust: Nicht breit, aber tief hinabreichend; die Rippen sind in ihrem oberen Bereich gewölbt; von vorne gesehen ist die Vorbrust wenig breit, ohne dabei schmal zu sein.

Unterlinie: Sie beginnt unter dem Brustkorb und steigt sanft in harmonischer Rundung zum Bauch hin an, der weder zu ausgefüllt noch windhundartig aufgezogen ist, sondern leicht ansteigt und mäßig entwickelt ist.


Rute

Gut angesetzt und an der Basis kräftig, von mittlerer Länge, mindestens bis zum Sprunggelenk, aber vorzugsweise weiter nach unten reichend; in der Ruhe wird sie hängend getragen und zeigt an ihrem Ende auf der Höhe des Sprunggelenks eine leichte Biegung nach hinten; in der Bewegung wird sie stärker angehoben, aber nicht über die Horizontale, mit an der Spitze stärker ausgeprägter Krümmung, ohne jedoch einen Haken zu bilden oder seitlich abzuweichen.

Gliedmaßen

Vorderhand

Kräftiger Knochenbau, aber ohne Schwere; Muskulatur trocken und stark; die Läufe stehen aus jeder Blickrichtung senkrecht und sind, von vorne gesehen, vollkommen parallel.

Schultern: Das Schulterblatt ist lang und schräg, fest anliegend und bildet mit dem Oberarm einen hinreichenden Winkel, der idealerweise 110 - 115° beträgt.

Oberarm: Lang und angemessen schräg.

Ellbogen: Kräftig, weder abstehend noch zu eng anliegend.

Unterarm: Lang, gerade.

Vorderfußwurzelgelenk: Sehr fest und klar umrissen.

Vordermittelfuß: Kräftig und kurz, möglichst senkrecht zum Boden stehend oder nur sehr wenig nach vorne geneigt.

Vorderpfoten: Rund, Katzenpfoten. Die Zehen sind gewölbt und dicht aneinanderliegend, die Ballen dick und elastisch und die Krallen dunkel und kräftig.


Hinterhand

Kraftvoll, aber ohne Schwere. Von der Seite gesehen, stehen die Hinterläufe senkrecht, von hinten gesehen sind sie vollkommen parallel.

Oberschenkel: Mittellang, breit, stark bemuskelt.

Kniegelenk: Annähernd senkrecht unter der Hüfte platziert; normale Winkelung.

Unterschenkel: Mittellang, breit und bemuskelt, mäßig gewinkelt.

Sprunggelenk: Tief stehend, breit und bemuskelt, mäßig gewinkelt.

Hintermittelfuß: Fest und kurz. Afterkrallen sind unerwünscht.

Hinterpfoten: Sie können leicht oval sein. Die Zehen sind gewölbt und dicht aneinanderliegend, die Ballen dick und elastisch und die Krallen dunkel und kräftig.


Gangwerk

Der Bewegungsablauf ist in allen Gangarten lebhaft und frei. Der Belgische Schäferhund zeigt einen guten Galopp, aber die gebräuchlichen Gangarten sind der Schritt und vor allem der Trab. Die Gliedmaßen bewegen sich in einer zur Körperachse parallelen Ebene. Bei großer Geschwindigkeit nähern sich die Pfoten der Mittellinie. Der Trab ist mittelmäßig raumgreifend; die Bewegung ist gleichmäßig und leichtfüßig, mit gutem Schub aus der Hinterhand, wobei die Oberlinie fest bleibt und die Vorderläufe nicht zu hoch angehoben werden. Ständig in Bewegung, scheint der Belgische Schäferhund unermüdlich zu sein. Sein Gangwerk ist schnell, elastisch und lebhaft. Er ist im Stande, bei voller Geschwindigkeit einen plötzlichen Richtungswechsel vorzunehmen. Infolge seines überschäumenden Temperaments und auf Grund seines Wach- und Schutztriebes neigt er deutlich dazu, sich im Kreis zu bewegen.


Haut

Elastisch aber am ganzen Körper straff anliegend; Lippen- und Lidränder sind stark pigmentiert.


Haarkleid und Varietäten

Wer ist wer? Laeken und Hollandse Herder

Da bei den Belgischen Schäferhunden die Länge, die Wuchsrichtung, das Aussehen und die Farbe des Haarkleides verschieden sind, wurde dieses Merkmal als Kriterium für die Unterscheidung der vier Varietäten der Rasse zugrundegelegt: Groenendael, Tervueren, Malinois und Laekenois. Die vier Varietäten werden gesondert gerichtet und jede ist zur Erlangung eines CAC, eines CACIB oder der entsprechenden Reserveauszeichnung berechtigt.

Haarbeschaffenheit: In allen Varietäten muss das Haar immer dicht, anliegend und von guter Textur sein; es soll zusammen mit der Unterwolle einen ausgezeichneten Schutzmantel bilden.

A. Langhaar: Das Haar ist kurz auf dem Kopf, auf den Außenflächen der Ohren und im unteren Bereich der Gliedmaßen außer an der Rückseite des Unterarmes, die vom Ellbogen bis zum Fußwurzelgelenk mit langen Haaren, sogenannten Fransen, versehen ist. Am übrigen Körper ist das Haar lang und glatt, länger und reichlicher um den Hals herum und an der Vorbrust, wo es eine Mähne und eine Schürze bildet. Die Öffnung des Gehörganges ist durch dichte Haarbüschel geschützt. Von der Basis der Ohren an stehen die Haare ab und umrahmen den Kopf. Die Hinterseite der Schenkel ist von sehr langem und überaus reichlichem Haar bewachsen, welches sogenannte "Hosen" bildet. An der Rute ist das reichlich entwickelte Haar lang und bildet eine Fahne. Der Groenendael und der Tervueren sind langhaarig.

B. Kurzhaar: Auf dem Kopf, auf den Außenflächen der Ohren und im unteren Bereich der Gliedmaßen ist das Haar sehr kurz. Am übrigen Körper ist es kurz, reichlicher an der Rute und um den Hals herum, wo es eine Halskrause bildet, die am Ohransatz beginnt und sich bis zur Kehle ausdehnt. Zudem ist die Hinterseite der Schenkel durch längeres Haar befedert. Die Rute ist ährenförmig mit zum Ende längeren, abstehenden Haaren, bildet aber keine Fahne. Der Malinois ist kurzhaarig.

C. Rauhaar: Kennzeichnend für die Varietät ist vor allem die harte und trockene Beschaffenheit des Haares, das zerzaust ist und bei Berührung gleichsam "knistert". Die Länge beträgt überall am Körper etwas 6 cm, aber es ist kürzer auf dem Nasenrücken, an der Stirn und an den Gliedmaßen. Weder in der Umgebung der Augen noch am Fang soll das Haar so reich entwickelt sein, dass es die Form des Kopfes verbergen würde. Dennoch muß ein guter Haarbewuchs am Fang unbedingt vorhanden sein. Die Rute darf keine Fahne bilden. Der Laekenois ist rauhaarig.

Farbe

Maske: Bei den Tervueren und den Malinois muss die Maske sehr ausgeprägt sein und möglichst Ober- und Unterlippe, den Lippenwinkel und die Augenlider als eine einheitlich schwarze Fläche umschließen. Als absolutes Minimum muss die Haut an 6 Stellen schwarz pigmentiert sein: an beiden Ohren, beiden oberen Augenlidern und Ober- und Unterlippe.

Schwarze Wolkung: Bei den Tervueren und den Malinois verursachen schwarz gefärbte Haarspitzen eine schwarze Wolkung, die die Grundfarbe dunkler schattiert. Diese schwarze Abtönung wirkt stets wie "angehaucht" und darf nie in Form von großen Platten oder von echten Streifen (Stromung) auftreten. Bei den Laekenois ist die schwarze Wolkung weniger deutlich ausgeprägt.

Groenendael: Nur einfarbig schwarz.

Tervueren: Nur falbfarben-schwarzgewolkt oder grau-schwarzgewolkt mit schwarzer Maske, vorzugsweise jedoch falbfarben-schwarzgewolkt. Die Falbfarbe soll warm sein, weder hell noch ausgewaschen. Alle Hunde, die anders als falbfarben-schwarzgewolkt sind oder deren Farbnuance der gewünschten Intensität nicht entspricht, können nicht als vorzügliche Exemplare angesehen werden.

Malinois: Nur falbfarben-schwarzgewolkt mit schwarzer Maske.

Laekenois: Nur falbfarben, mit Spuren von schwarzer Wolkung, hauptsächlich am Fang und an der Rute.

Bei allen Varietäten ist etwas Weiß an der Vorbrust und an den Zehen zulässig.


Größe, Gewicht und Maße

Der Belgische Schäferhund hat ein quadratisches Gebäude. Die Brust reicht bis auf Höhe der Ellbogen. Die Länge des Fangs entspricht oder übertrifft leicht die halbe Kopflänge.


Widerristhöhe: Die gewünschte Grösse ist im Durchschnitt:

62 cm für Rüden und

58 cm für Hündinnen.

Toleranz: Abweichungen von 2 cm nach unten und 4 cm nach oben.

Gewicht:

Ungefähr 25 - 30 kg für Rüden

Ungefähr 20 - 25 kg für Hündinnen.

Maße: Mittlere Normalmaße für einen Belgischen Schäferhundrüden von 62 cm Widerristhöhe:

 Länge des Körpers (vom Buggelenk zum Sitzbeinhöcker gemessen): 62 cm

 Kopflänge: 25 cm

 Länge des Fangs: 12,5 cm bis 13 cm


Laekenois Rex
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