Treibball

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'''Treibball'''
 
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die neue Sportart für „arbeitslose“ Treib- und Hütehunde und für jeden spielfreudigen Hund
 
die neue Sportart für „arbeitslose“ Treib- und Hütehunde und für jeden spielfreudigen Hund

Version vom 3. Februar 2006, 19:52 Uhr

Treibball die neue Sportart für „arbeitslose“ Treib- und Hütehunde und für jeden spielfreudigen Hund

Was ist Treibball?

Bei dieser Sportart lernt der Hund große Bälle (z.B. einen Gymnastikball) so zu treiben, als wären es Schafe oder Rinder. Die Bälle haben unterschiedliche Farben und müssen von dem Hund in einer Reihenfolge, die der Hundeführer bestimmt, über den Platz in ein Tor getrieben werden. Das Spiel ist zu Ende, wenn alle Bälle im Tor sind und der Hund sich davor ablegt. Wie immer sind auch hier Hund und Mensch ein Team und arbeiten „Hand in Pfote“, auf der Basis von Gehorsamstraining und Distanzkontrolle. Der Hundeführer dirigiert seinen Hund durch Stimme, Handzeichen und/oder über eine Pfeife. Der Hund „treibt“ den Ball mit der Schnauze, nicht selten aber auch zwischendurch mit dem Körper (Schulter). Jeder Hund entwickelt dabei seine eigene Taktik. Das Spiel sollte zu jedem Zeitpunkt vom Hundeführer unter Kontrolle gehalten werden. Signale wie “Voraus“, “rechts/links“, “Herum“, “Hinter“, “Steh/Stop“ und “Platz“ müssen auch aus dem schnellen Lauf heraus und auf Entfernung vom Hund ausgeführt werden. Das Spiel bietet neben dem Einsatz von Toren auch noch andere Varianten, wie z.B. das Umkreisen der Bälle, das Überspringen der Bälle oder auch das Suchen ein oder mehrerer Bälle. Für „Profis“ kann das Spiel zusätzlich erweitert werden, indem man statt Bälle (Plastik-)Fässer oder Eimer benutzt (die lassen sich aufgrund ihrer Form schwerer „bändigen“). Zusätzlich können auch noch Hindernisse oder leichte Schrägen eingebaut werden, um die der Hund die Bälle herum- bzw. hochtreiben muss.

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Wie spiele ich Treibball mit meinem Hund?

Bevor man anfängt, muß man den Hund unbedingt an die großen Gymnastikbälle gewöhnen, ist er unsicher, den Ball nie direkt auf den Hund zu rollen lassen. Als erstes soll der Hund lernen, auf Signal liegen bzw. stehen zu bleiben, auch wenn der Ball im Spiel ist. Roll ihn um deinen Hund herum, lasse ihn springen und schieße ihn weg. Erst wenn der Hund absolut zuverlässig liegen bleibt, fängst du an, ihm das "Treiben" - also das Stoßen mit der Nase - beizubringen. Die Traningsmethoden dafür sind unterschiedlich und hängen vom Hund ab. Das "shaping" über den Clicker ist eine tolle Methode, ansonsten geht es über Motivation Futter. WICHTIG: Der zu treibende Ball ist aber nicht die Motivation für den Hund. Er ist das Objekt, das von A nach B gebracht werden soll, mehr nicht! Balljunkies werden hier eines besseren belehrt! Viele Hunde reagieren beim Aufbau des Treibens mit Unsicherheit und Bellen, da sie anfangs nicht wissen, was sie mit dem Ball machen sollen, den sie ja bisher immer aufnehmen und tragen konnte (=Beute machen).

Beim ersten Schritt treibt der Hund den Ball grundsätzlich auf den Hundeführer zu, dieser stoppt den Ball unverzüglich, der Ball soll sich nicht mehr bewegen. Der Hund geht sofort ins Platz. Die Entfernung zwischen Hund - Ball - Hundeführer beträgt in diesem Stadium keinen halben Meter! Der Hund steht auf Signal auf, treibt auf Signal, stoppt auf Signal und geht auf Signal sofort ins Platz. Erst wenn das 100%ig klappt, kann die Entfernung ein Stückchen erweitert werden. Dabei lernt der Hund erst einmal, dass der Ball immer zum Hundeführer muß. Das Tor kommt erst gaaaaaanz viel später dazu!

Dieser langsame Aufbau ist ganz wichtig. Der Hundeführer muss das Spiel von Anfang an unter Kontrolle halten. Sonst haut der Hund mit dem Ball ab, macht ihn evtl. sofort kaputt. Hat er erst einmal gelernt, dass das möglich ist, hat man es sehr schwer. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass gerade für die Treib- und Hütehunde Gehorsam im Spiel am wichtigsten ist. Sie begreifen schnell, was sie mit dem Ball machen sollen! Das nützt aber wenig, wenn sie sich mit dem Ball selbständig machen.

Parallel dazu muß man das Vorausschicken, das Stehen und Stoppen auf Entferung sowie das Hinlegen auf Entfernung und im schnellen Lauf trainieren. Das erst einmal alles ohne Ball.

Ein sehr vielseitiger Sport! Davon profitieren auch Nicht-Hütehunde!

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