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Hundeforum Der Hund
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Fiddle - das vermeintliche Hundespiel

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 Das heißt nicht, dass sie keine Hundebegegnungen mehr haben sollte, sondern, dass ich darauf achten würde, dass Lüstlinge nicht zu Lästlingen werden können für sie.

 

Ich habe das Gefühl, dass es bei Ylvi so sein könnte, und viele meiner Hunde waren so. Eigentlich wollen sie ja, aber uneigentlich auch nicht...

Und Ylvi will allerhöchstens selbst mal schnuppern, aber wenn jemand Interesse an ihr zeigt - nein danke! Vielleicht ein Relikt aus der Tierheimzeit, in der die Hunde sich mehr oder weniger ausgeliefert sind?

 

Feli ist eigentlich die einzige, die fröhlich und ohne Argwohn auf andere Hunde zugeht - je größer, desto besser. Auch mal schön für mich!

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Den Anfang mit dem steifen "Spielen" kenn' ich nur zu gut.

Nur sieht man bei Tanis die Bürste besser ;)

Nur mit wenigen Hunden spielt er richtig entspannt oder gar mit Körperkontakt.

"Unser" Cane ist da eine der Ausnahmen. Aber der geht wirklich toll auf Tanis ein, pausiert, lässt ihn schnüffeln und kenn seine feinen Abbruchsignale genau.

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Ich habe das Video jetzt mehrmals gesehen und sehe immer wieder, dass der Saluki nicht spielen möchte, sonst würde er nämlich eine Spielaufforderung in etwas größerer Entfernung versuchen und probieren, ein flottes Rennspiel einzuleiten und sich jagen zu lassen, höflich, wie er eigentlich ist. Er hat grundsätzlich erst mal vor, in aller Ruhe ein sexuelles check- up zu machen bevor er weitere "Entscheidungen" trifft.

Die Hündin ist nicht abgeneigt, aber unsicher und fühlt sich von ihm bedrängt; so ein bisschen jajaja- neinneinnein. Meine Vermutung ist, dass sie häufig bedrängt wird, vielleicht, weil sie kastriert ist und dadurch dauerhaft interessant für Rüden ist, vielleicht auch, weil sie gerade läufig wird oder war. 

Das ist ein Grund, warum ich Kastration für die meisten Hunde ungünstig finde, und, warum ich es schrecklich finde, wenn Hündinnen in der Phase der Läufigkeit den Nasen vieler Rüden in Hundeauslaufgebieten ausgesetzt werden. Sie lernen dabei, gerade, wenn sie nicht der sprichwörtliche Fels in der Brandung sind, dass sie ständig bedrängt werden und sich permanent verteidigen müssen. 

Wäre sie meine Hündin, würde ich weitergehen und versuchen, sie nicht immer wieder solchen Situationen auszusetzen. Das heißt nicht, dass sie keine Hundebegegnungen mehr haben sollte, sondern, dass ich darauf achten würde, dass Lüstlinge nicht zu Lästlingen werden können für sie. 

Vielmehr würde ich nach Partnern suchen, mit denen sie von sich aus ein Spiel beginnen kann, wenn sie mag (und dass sie eigentlich mag, das glaube ich schon). 

So nett (und schön *hach) der Saluki auch ist, er wäre nicht meine erste Wahl. 

 

Aber die Gefahr einer Eskalation oder des Kippens sehe ich nicht, zumindest nicht in Richtung Beißerei. Würde man es einfach weiterlaufen lassen, würde sich die Hündin vermutlich bald irgendwo verkriechen, ihren Hintern in Deckung bringen und abschnappen. Das würde der Rüde ganz sicher auch kapieren und weiterziehen. 

Fiddle About Hunde kippen meist gar nicht und sind in ihrer Fiddelei gefangen... deshalb sehe ich die Gefahr auch nicht. Meist wird eher FLIGHT oder FREEZE als nächste Konfliktstrategie gewählt statt Fight.

Abschnappen hingegen ist auch schon Fight... trauen sich aber diese typischen "Spieli-Hunde" nicht, die hilflos den Kasper machen.

Es geht, wie gesagt, um die Körpersignale und nicht, ob diese konkrete Situation ganz schlimm war (war sie nicht, sonst hätte man sie nicht gefilmt!).

@EMS

Doch, ich finde das Video perfekt mit dem Saluki. Schön "subtil", zumindest, wenn man es nicht so gut lesen kann und hunderte Male auf den Hundewiesen schon beobachtet. Niemand sagt, dass die Hunde sich nicht hinterher mögen können. Wählt ein Hund aber nur diese Strategie, würde ich ihm helfen. Fiddl About gehört ja durchaus auch zu einer gesunden Kommunikation.

Werbungsverhalten eines Rüden sehe ich aber etwas differenzierter... und da fiddlet die Hündin  uch nicht auf diese Art und Weise.

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Fiddle About Hunde kippen meist gar nicht und sind in ihrer Fiddelei gefangen... deshalb sehe ich die Gefahr auch nicht. Meist wird eher FLIGHT oder FREEZE als nächste Konfliktstrategie gewählt statt Fight.

 

kann mir mal wer die roten Wörter erklären?

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Die Gefahr, dass es eskaliert, sehe ich darin, dass das Fiddeln von vielen Hunden nicht dauerhaft tolleriert wird. Manche fangen dann an zu jagen, zu mobben oder massiv zu stoppen. 

Der Fiddler kann nicht anders......und deshalb finde ich es auch so wichtig, das wahrzunehmen und zu helfen, wenn man am Gegenüber sieht, dass der durchs fiddeln immer mehr gestresst reagiert, evtl. zum jagen ausgelöst wird. Der Rüde im Video ist für mich ein angenehmer Partner. Der kann gut damit umgehen.......viele können das aber nicht so souverän.

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Den Begriff Fiddle About lese ich zum ersten Mal. Hab nu keine Lust zu googlen. Was genau soll das bedeuten? 

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Ganz grob gesagt: Der Hund weiß sich in einem Konflikt nicht anders zu helfen, als mit Übersprungshandlungen zu versuchen zu entschärfen. 

Hier ein Link, der einiges näher erklärt.

http://hundeschule-anin.ch/inhalt/uploads/pdf/verhaltensformen.pdf

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Und ist das gut oder schlecht? Ich finde da nu nix Schlimmes dran. Fight würde ich schlimmer finden. 

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Nein, es ist nicht schlecht.
Es ist stink normales Hundeverhalten.

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Schlecht ist daran, dass der Hund, wenn er auf einen Artgenossen stößt, der davon sehr genervt ist, sich ziemlich massive Abreibungen einhandeln kann.

Fiddeln ist eine Verhaltensstrategie, um Konflikte zu vermeiden - aber leider erzeugt es häufig Konflikte. Der Fiddler tut das, weil er zB nicht gelernt hat, ruhig und souverän Grenzen zu setzen. Schlecht daran ist auch, wenn der Hund viel zuvielen solchen Situationen mit den falschen Partnern ausgesetzt wird, weils extrem stressig ist und er lernt dabei leider auch nicht, wie er anders, weniger stressig, mit Konflikten umgehen könnte.

Mit souveränen Hunden, wie dem Rüden, KANN das so sein, dass der Fiddler daraus auch subtilere Strategien lernen könnte - muss aber nicht.

Dass zB Kleinkinder sich gegenseitig im Sandkasten mal mit den Schaufeln auf den Kopf kloppen ist auch total normales Kleinkindverhalten. Doch es ist kein Verhalten, das wir festigen oder ersatzlos weiter ausprägen wollen, oder?

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