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Hundeforum Der Hund

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Grizzly wird morgen 6 Jahre alt. Sie ist ein echter Chow-Chow und stammt aus der Slowakei. Ihr Züchter hat sie mit 4 Monaten in ein Auffanglager gegeben, weil sie blind war. Er hätte sie nicht verkaufen können. Sie hatte ein extrem starkes Augenentropium. Das Auffanglager wird von einer privaten Wiener Tierschutzorga betrieben und unterhalten.

Bereits nach 3 Tagen hatten die Wiener einen Pflegeplatz in Wien für die damals noch Paulina genannte kleine Chow-Hündin bei einer netten älteren Dame organisiert.

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Sie ließen sie gleich in der Wiener Chirurgischen untersuchen mit dem Ergebnis man könnte ihre Augen mit etwa 6 Monaten operieren und es könnte sein, dass sie sehen kann. Dann verlebte sie dann eine wundervolle Welpenzeit mit zwei Mini-Golden Retriever als Zieheltern in einer traumhaft schönen Gründerstil-Villa und 2.000 qm Hundegarten.

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Grizzly wurde im Alter von 6 Monaten operiert und konnte endlich ihre Zieheltern und mittlerweilen 7 jüngeren Geschwistern (die Retriever-Hündin kam schwanger aus den Lager in der Slowakei) sehen und erleben.

Als Grizzly 8 Monate alt war kam ich ins Spiel. Mein Shar-Pei Rüde würde von einem anderen Rüden so schwer  verletzt, dass er nach 36 Stunden in der Tierklinik verstarb. Ich konnte keinen Shar-Pei mehr sehen. Es tat so weh.

Mein damaliger Hausherr sagte:  Jetzt tun Sie sich aber wieder einen Chow her. Er war vernarrt in Chows hatte aber 5 Buben und wollte die Arbeit mit keinem eigenen Haustier haben. So habe ich Tage und Nächte im Internet gesucht. Bis ich auf die „kleinwüchsige Chow-Hündin“ stieß.

 

Ich habe in Wien angerufen und man sagte mir, dass sie noch zu haben sei.  Was für Referenzen ich habe, ich. Wie Referenzen? Na, wer bestätigen könnte, dass ich ein anständiger Hundehalter bin.  Ich darauf hin, meine Tierärztin, die kennt mich seit 30 Jahren oder das Tierheim Muc, von dort habe ich seit 1990 Hunde geholt. Anne legte auf und sechs Minuten später ging das Telefon, ich kann die Hündin abholen.  Sie hatte im Tierheim angerufen und dort war ich bekannt wie ein bunter Hund, weil ich immer sehr schwierige Hunde dort holte.

Am 21. Juni 2010 war es dann soweit. Mit einer Freundin und ihrer Berner Sennehund-/Border-Collie-Hündin sind wir morgens losgefahren um Grizzly abzuholen.

Elf Hunde empfingen uns nach 5 ½ Stunden Fahrt. Bloß die kleine Chow-Hündin nicht. Sie saß oben am Hauseingang und schleckte den dicken Hauskater von oben bis unten ab.

Wir unterhielten uns angeregt mit dem Pflegefrauchen und erledigten alle Formalitäten. Dann ging es ans Heimfahren. Beim Pflegefrauchen flossen viele Tränen, sie hatte insgeheim gehofft, dass sich niemand für  Paulina interessiert und sie sie behalten kann.

Sie gab uns noch mit, dass Paulina wohl schlecht hört, denn sie hört auf ihren Rufnamen kein bisschen.

Unterwegs nannte ich sie bereits Grizzly und beim ersten Gassi Stopp bemerkten wir, dass das kleine Gör sehr wohl und sehr gut hören konnte.

Meine Freundin und deren Hund mochte Grizzly nie leiden. Warum auch immer. Alle meine Hunde davor haben meine Freundin geliebt. Grizzly mag überhaupt keine Menschen. Sie interessiert sich nur für  Tiere, ist aber keine Jägerin. Uli konnte sich gestern davon überzeugen. Wir sahen eine Katze und Grizzly lief zwar kurz in die Richtung. Das war’s dann aber auch schon.

Als Grizzly dann 10 Monate alt war brach sie plötzlich im Wald zusammen,  speichelte und rührte sich nicht mehr.  Das war nach ihrer ersten Läufigkeit. Ich brachte sie in eine Tierklinik. Dort checkte man sie einen Tag lang durch für 435,- € und abends bekam ich sie zurück mit der Diagnose:  der Hund sei total fit und in Ordnung. Am nächsten Tag brach sie abermals zusammen und meine Haustierärztin empfahl mir eine kleine Klinik. Dort stellte man eine Gebärmuttervereiterung fest. Der Eiter war bereits in die Bauchhöhle eingedrungen und Grizzly musste notoperiert werden.

Ach ja, als ich sie in Wien abholte stellte ich fest, dass sie „o-haxert“ ist  „o-beinig“  lief mit den Vorderläufen. Da wusste ich eigentlich schon, dass sie mindestens ED hatte. Das ganze Ausmaß ihrer Arthrose wurde mir leider erst viel später bekannt als sie plötzlich nicht mehr lief bzw. sich alle 10 m hinlegte. Ich stellte Grizzly einem Orthopäden vor. Der sagte mir, dass man bei Grizzly das Operieren gar nicht erst anfangen sollte, da alle Gelenke kaputt bzw. schwer von Arthrose befallen waren. Mit seinem Schmerzmittel wäre mir Grizzly allerdings bereits nach der dritten Tablette fast gestorben. Da hatte ich kein Vertrauen mehr zu dem Arzt und habe nach einem andern Orthopäden gesucht, der Goldimplantate setzte und vor allen Dingen an den Akupunkturpunkten setzte und nicht direkt in die betroffenen Gelenke.

Da stieß ich auf einen Arzt aus Berlin, der Deutschland weit agierte und so kam es das Grizzly dann im November 2014 vergoldet wurde. Die Untersuchung von diesem Arzt ergab, dass die Gelenksarthrosen von einem 8. verkümmert eingewachsenen Lendenwirbel erzeugt wurde. Normalerweise hat ein Hund sieben Lendenwirbel.

Und seitdem geht es „uns“ gut.

Grizzly ist mein vierter Chow. Meinen ersten Rüden hatte ich von einem Züchter 1975. Die erste Hündin dann aus dem Tierheim, welches ich leitete, dazu. Nach den Beiden kam dann ein alter Rüde aus dem Tierheim 1990. Danach zwei Shar-Pei Mädchen von einem Gnadenhof und dann der Rüde wieder aus dem Tierheim Muc.

Wenn Grizzly noch 8 – 10 Jahre durchhält wird sie mein letzter Hund sein, denn dann bin ich wohl  zu alt für einen neuen Hund.

Nun ein paar Bilder.

Von meinen ersten beiden Chow. Das waren in den 70-iger Jahren Langhaar-Chows. Man beachte die schönen Mandelaugen ohne Augenprobleme. Die Hunde mussten nur einmal die Woche gebürstet werden und außer Impfen gab es keine Arztbesuche. Alle wurden 14,5 Jahre alt. Sie bezeichnete man als den „englischen Schlag“ und damals wurden die ersten Hunde aus  Belgien und Holland, die man heute landläufig als Chows kennt gezüchtet. Sie wurden als der Niederländische Typ bezeichnet.

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Mein Rüde wurde übrigens Weltsieger und wenn er in den Ring ging, dann hatte er seinen Auftritt. Er genoss es. Die Bühne gehörte ihm.

Die Hündin hatte ich aus dem Tierheim, welches ich zu dem Zeitpunkt leitete und der letzte Rüde war bereits aus dem Tierheim in Muc.

Und mit Grizzly habe ich nun eine selbstbewusste, kleinwüchsige Chow-Dame, die glaubt eine weißer Golden-Retriever zu sein.

 

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Komisch mehr Bilder hat er nicht angenommen, der PC.

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Grizzly mit ihrer besten Freundin Roka.

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Grizzly mag auch ihre Krähen, die sie am Schwanz zupfen oder eins über die Ohren hauen.

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Mit Freunden aus einem anderen Forum im Urlaub

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Auf der Hundewiese

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Beim Fotoshooting

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Herzlichen Glückwunsch, Grizzly! Bleib' noch ganz lange gesund!  

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Woooooowwww, tolle Fotos!! Und dein roter Rüde - Wahnsinn!!!

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Wahnsinn was du so alles mit deinem Hund hinter dir has, echt irre :klatsch:

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Guten Morgen Uli,

 

Buh-Li war Grizzly im Charakter sehr ähnlich und sich seiner Wirkung auf Menschen  sehr bewusst. Er setzte sich in Szene. Ansonsten ist Grizzly leichtführiger als er war - GsD.

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Herzlichen Glückwunsch der kleinen Spüßen und auf ein laaaanges Leben. Und Du, brana hast Dir schon längst eine Loge im Himmel gesichert bei dem, was Du alles für Grizzly getan hast.....

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Nee, Andrea und Mohammed ich geh lieber in die Hölle. Da ist es schön warm und viel mehr los, denn da habe ich viel mehr Bekannte.

Vor zwei Monaten sind wir umgezogen von München in Bayerns Outback. Hoffentlich verändert sich Grizzlys Verhalten gegenüber fremden Hunden dadurch nicht, denn wo wir früher täglich an die 150 Hunde getroffen haben treffen wir nun "null" bzw. in 300 oder gar 500 m Entfernung biegen sie schnell ab. Muss einer notgedrungen an uns vorbei, wird er an der Leine vorbei gezerrt und geifert uns übelst an. Grizzly ist dann irgendwie irritiert und ich auch. Wir sind die freilaufenden Hundebegegnungen gewöhnt. Aber meistens treffen wir sowieso niemanden.

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