Jump to content
Hundeforum Der Hund
Ibag

Sie meidet meine Anwesenheit

Empfohlene Beiträge

Hallo Zusammen,

Ich bin ganz neu hier und möchte mich kurz vorstellen.

Im September 2014 habe ich mir aus dem Tierheim eine Schäferhund/Collie Hündin geholt. Mir wurde gesagt, dass sie sehr große Angst hat, aber mit allem Verträglich. Dies stimmt so nicht. Sie ist Artgenossen Aggressiv und eine extreme Leinenhexe. Dieses Problem habe ich schon versucht zu beheben und hatte diesbezüglich bereits zwei Trainer die da auch nicht weiter gekommen sind. Mittlerweile versuche ich zu Zeiten zu gehen wo möglichst wenig Hunde unterwegs sind und bei Hundekontakt halte ich sie einfach am Halsband und warte bis die vorbei sind. Ein entspannter schöner Spaziergang ist für mich nicht möglich. Für meinen Hund war das ohnehin nie möglich, da sie einerseits raus möchte, andererseits vor allem Angst hat.

Nun zu meinem Hauptproblem. Zuhause in der Wohnung hat sie sich aber immer wohl gefühlt und war in den Ruhephasen immer in meiner Nähe, aber seit einigerzeit nicht mehr. Mittlerweile ist es so, wenn wir vom Spaziergang zurückkommen frisst sie und legt sich ins Schlafzimmer. Steht erst wieder auf, wenn es zum nächsten Spaziergang geht oder ich essen zubereite (ich lebe mit meinem Hund alleine). Wenn ich abends ins Bett gehe, geht sie aus dem Schlafzimmer ins Wohnzimmer. Sie kommt nicht zum schmusen und wenn ich hingehe genießt sie es meistens, wenn ich sie kraule, aber manchmal auch nicht und sie geht. Bindungspiele wie ich sie kenne kann ich nicht machen da sie überhaupt nicht spielt. Sie spielt nicht mit Bällen, macht keine Zerrspiele und Suchspiele in der Wohnung ist auch langweilig geworden, da zu wenig verstecke. Draußen geht es auch nicht, da sie sich auf so etwas überhaupt nicht konzentrieren kann. Ihr Hauptfutter aus der Hand geht nicht, da ich sie barfe und ich drei Mahlzeiten am Tag mit einem Becher Wasser gebe, da sie nichts trinken möchte auch nicht während der heißen Tage. Trockenfutter verträgt sie nicht davon bekommt sie Durchfall.

Hunde sind doch nicht gerne alleine, heißt es, aber mein Hund möchte nicht in meiner Nähe sein. Kommt Besuch freut sie sich, kommt schmusen, aber bleibt der Besuch länger geht sie auch wieder in ein anderes Zimmer. Im Grunde ist sie den ganzen Tag alleine, außer bei den Spaziergängen und die sind ja Stress für sie. Ich mache mir da echt sorgen um meine Maus, sie kann doch nicht glücklich sein und sie wirkt auch nicht glücklich.

Was meint ihr? Kann ich ihr da irgendwie helfen?

LG Gabi

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hi, hat sie immer noch Angst draußen? Und vor was hat sie Angst? Sie scheint dir nicht zu vertrauen. Ich hab eine Hündin aus dem Ausland, als die ankam, war für sie alles gruselig, Autos, Zäune, vor allem grosse Steine, wie man sie kennt als wegsperre... Wenn am nächsten Tag an unserer Route plötzlich was anders war, und das konnte ein auto sein, wollte sie partout nicht daran vorbei gehen... Menschen die uns entgegen kamen, da hat sie sofort den Rückwärtsgang eingelegt und sich immer wieder fast aus dem Geschirr geschält.... Ich hab sie nie gezwungen, sondern ihr Zeit gelassen, ihre Nase einzusetzen und sie immer an dem gruseligen Gegenständen schnuppern zu lassen bis sie verstanden hatte, dass alles gut ist und das was ich anfasse und wo ich hin gehe alles "ungefährlich" ist.. Das einzigste was sie noch sehr gruselig findet ist der Wald... Sie geht zwar mit, aber sie ist arg gestresst, daher meide ich ihr zu liebe den Wald, also zumindest das hineingehen, dran vorbei läuft ganz gut. Diese Panik vor allem Fremden usw. Hat sich bei ihr relativ schnell gegeben. Vllt. 1-3 Monate... Im ersten Monat war sie allerdings so extrem panisch, dass auch Leckerlies nicht halfen... Im 2. Monat konnte ich viel mit Leberwurst schmackhaft machen, in dem Zeitraum konnte ich sie sogar schon ableinen. Allerdings ist diese Hündin auch nicht der grosse Schmuser... Allerdings ist sie wohl doch gern in meiner Nähe. Sie kommentiert Körperkontakt gerne mit knurren, vor allem bei der anderen Hündin... Inzwischen zeigt sie sogar territoriales Verhalten hier am Haus oder am Zaun meiner Großeltern.

Das mit dem Spielen kennen ich, das ist nur ganz selten bei ihr und animiert bekommen ich sie immer noch nicht...draussen wert ich meist leckerlies, da blüht sie auch auf... Futterbeutel klappt allerdings noch nicht, also das bringen ^^

Bitte lass das mit dem nicht-trinken beim TA checken, denn das ist nicht normal... Hast du es mal mit Regenwasser probiert, meine letzte Hündin mochte das aus der Leitung auch nicht unbedingt. Sie hat immer das Regenwasser aus dem Auffangeimer getrunken...

Ansonsten wuerde ich mir jemand mit nem freundlichen, unterwürfigen aber dennoch selbstbewussten größeren Hund suchen mit dem man zusammen laufen könnte. Vielleicht schaut sie sich ein sicherer es Auftreten von diesem Artgenossen ab und sie lässt sich mehr auf ihre Umwelt ein... Du scheinst selbst nicht sicher im Umgang zu sein, und das überträgt sich auf deine Hündin... Daher scheint auch eure Bindung ein wenig zu wackeln...

Es ist schwierig einen passenden Hunde Trainer zu finden, vor allem bei aengstlichen Hunden, scheint es nicht viel kompetente Leute zu geben, da sich auch jeder Hunde Trainer schimpfen kann... Versuche möglichst mit wenig Druck zu arbeiten, mit viel positiver Bestaerkung, leckerlies oder loben... Wenn du draußen den stress minimieren könntest, wäre auch eine Änderung im Haus möglich...

Darf ich fragen, ob du mehr ländlich oder in der Stadt wohnst?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Halli Hallo,

 

zu dem Problem draußen wird dir sicherlich jemand einen Rat geben können, der damit mehr Erfahrungen hat.

 

Dein Problem im Haus sehe ich nicht als Problem. Hunde sind nicht gerne alleine, das stimmt. Deine Hündin ist ja auch nicht alleine, denn du bist mit ihr in der Wohnung. Dass sie sich nun in Ruhe zurückzieht, sehe ich eher als positiv an. Jetzt vertraut sie dir und fühlt sich in der Wohnung sicher und kann sich deshalb ihren Rückzug gönnen.

 

Meine Hündin zieht sich beispielsweise morgens auch zurück. Wenn wir von der Morgenrunde nach Hause kommen, gibt es Futter und danach legt sie sich auf mein Bett, während ich im Büro bin (also ich habe Zuhause ein Büro). Sie kommt zwischendurch mal kurz gucken, legt sich dann aber meistens wieder irgendwo in Ruhe hin.

 

Dann zum Schmusen: Nicht jeder Hund ist der Schmusebär. Manche Hunde brauchen viele Schmusereien und andere wenige. Das gilt auch fürs Spielen. Ich weiß nun nicht, wie alt deine Hündin ist und ob ihre Vorgeschichte bekannt ist. Meine beiden vorigen Hunde kamen als erwachsene Hunde zu mir. Sie haben wohl nicht gelernt, mit Menschen zu spielen. Unser Rüde fand das einfach nur albern. Er ist sein Leben lang nicht hinter Stock, Ball u.ä. hergerannt und fand es ziemlich doof, Zergelspiele zu machen. Aber jeder Hund hat ja so seine Vorlieben. Die wirst du mit der Zeit herausfinden und dann hast du eine Möglichkeit, dich auf andere Weise - evtl. ohne Hilfsmittel (Ball u.a.) mit ihr zu spielen, mit ihr gemeinsam etwas Tolles zu erleben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Zuhause in der Wohnung hat sie sich aber immer wohl gefühlt und war in den Ruhephasen immer in meiner Nähe, aber seit einigerzeit nicht mehr.

Es ist merkwürdig, dass dieses Verhalten erst später auftrat, es könnte sein, dass sie sich in ihrer anfänglichen Unsicherheit mehr an dich gehalten hat und nun, wo sie in ihrem Umfeld zuhause sicherer wird, die Nähe nicht mehr braucht.

Oder -könnte es sein, dass sie sich von dir bedrängt fühlt? Dass du sie gelegentlich berührst, obwohl es ihr Unbehagen bereitet?

Eine andere Idee wäre, in ihrer frühen Entwicklung zu schauen -wie hat sie ihre ersten Lebensmonate verbracht, weißt du etwas darüber? Vielleicht keinen /zu wenig Menschenkontakt gehabt?

Noch eine Idee, mit welchen Trainingsmethoden arbeitest du?

Das sind nur ein paar Denkansätze.

Ich kenne nur einen Hund, der zuhause die Nähe des Menschen meidet, mir fehlt also die Erfahrung.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erst einmal Danke für eure Antworten.

 

Sie hat immer mal Angst draußen. Am meisten natürlich vor Hunden, aber auch Geräuschen (z. B. wenn eine Eichel runterfällt oder ein Eichhörnchen im Baum frisst). Das mit den Steinen, Autos oder auch Plastiktüten kenne ich, ich habe sie auch immer schnuppern lassen. Sie ist jedesmal unsicher, aber an manchen Tagen weniger und dann wieder extrem stark. Sie hat auch Angst im Wald, aber auch auf dem freien Feld. Auf dem freien Feld dreht sich ihr Kopf ständig rundherum, im Wald geht sie nur langsam und zögerlich. Im dunkeln traut sie sich dann kaum noch raus nur in beleuchtete Straßen.

 

Vor Menschen hat sie keine Angst (das kommt ganz selten mal vor) allerdings lässt sie sich von fremden nicht anfassen was meiner Meinung nach auch okay ist, Kinder liebt sie.

 

Leckerlies werfe ich auch manchmal, aber da sie ja nicht soviel haben darf (sie verträgt es ja nicht) bin ich sehr sparsam, da ich es ja eher für das Training bei den Artgenossen brauche, außerdem lässt sie es ja auch oft einfach liegen und sucht nicht danach. Futterbeutel interessiert sie nicht und als ich noch nicht wusste, dass der Durchfall vom Futter kommt hat sie ja ihre ganze Mahlzeit aus dem Beutel bekommen, da war nur das Problem, dass sie nur dreimal mitgearbeitet hat und dadurch immer dünner wurde.

 

Mit dem souveränen Spaziergang Begleiter habe ich schon versucht, aber in dem Moment ist sie den kompletten Spaziergang überhaupt nicht mehr leinenführig und zieht ohne Pause (auch nach fünf Monaten) außerdem reagiert sie dann noch aggressiver mit anderen Hunden. Was bedeutet Sicherheit im Umgang mit ihr? Ich habe keine Angst, wenn uns ein anderer Hund entgegenkommt, da sie ja nicht wirklich beißt, aber es ist Stress, für uns beide. Da sehe ich nicht mangelnde Sicherheit sondern Verzweiflung, da ja selbst die Trainerin und der Trainer, der auch Verhaltenstherapeut für ängstliche und aggressive Hunde ist, nicht weiter wissen.

 

Beim Tierarzt war ich schon (insgesamt habe ich jetzt fünf verschieden aufgesucht), ihre Harnstoff und Kreatinin Werte waren nicht in Ordnung und seit ich das mit dem Becher Wasser zu jeder Mahlzeit mache sind die Werte wieder in Ordnung. Die Tierärzte meinten, dass das mit dem Nicht trinken nicht gut ist, aber das es ein paar Hunde gibt die halt so sind. Pfützen oder Bachwasser lehnt sie auch ab.

 

Ich wohne in der Stadt mit einer "Überbevölkerung" von Hunden somit kann ich den Stress draußen nicht minimieren.

 

Donjas Vorliebe ist Flitzen, einfach nur loslaufen. Das kann ich ihr nur leider selten bieten wegen den anderen Hunden und weil sie jagt.  

 

Ich finde es auch ungewöhnlich, dass es auf einmal auftrat. Nein bedrängt habe ich sie nie, wenn sie kommt freue ich mich und es wird gekrault. Anfänglich war sie auch immer bei mir im Schlafzimmer. Meine Vermutung ist vielleicht, dass im Sommer mehr Hunde unterwegs sind und ich sie immer zurück nehmen und am Halsband nehmen muss und sie mir das verübelt, aber dies ist einfach nur eine Vermutung.

 

Nein ich weiß nichts über Donjas Vergangenheit. Sie wurde angeleint ausgesetzt ohne Chance sich selber zu retten. Sie war unterernährt und fast dehydriert. Konnte nicht selber von der Stelle gehen und hatte eine schwere Unterleibsentzündung. Sie wird zwischen zwei und drei Jahre geschätzt. 

 

Bei der ersten Trainerin haben wir mit Leckerlies gearbeitet, also so, dass ich versucht habe sie mit Leckerlies abzulenken, wenn ein anderer Hund kommt (hat aber nicht geklappt, da sie ja draußen ohnehin nicht zuverlässig reagiert) zum Schluss (ca. 5 Monaten Training) war die Trainerin der Meinung ein Stromhalsband zu benutzen, da ja nichts hilft. Der letzte Trainer hat auch mit Leckerlies gearbeitet, aber mehr so, dass wenn sie ruhig an einem Hund vorbei geht, gibt es Leckerlies und wenn es nicht ruhig war sollte sie immer wieder dran vorbei (allerdings mit einer sehr großen Distanz also ca. vier Meter) bis sie ruhig war und dann gab es Leckerlies. Das Problem war nur, dass sie in dem Stress keine Leckerlies nimmt und auch das Lob nicht wahrnimmt. Sie ist dann in einem Tunnel. Des Weiteren gehe ich immer wieder mit dem Trainer in einer Hundegruppe (ein bis zweimal die Woche). Dies klappt auch (sie bellt zwar am Anfang die neuen Hunde an, aber nach kurzer Zeit nicht mehr) und nach einer Zeit spielt sie auch mit dem ein oder anderen Hund. Schimpfen tue ich nicht, auch wenn die anderen Gassigänger sagen jetzt treten sie ihrem Hund mal gehörig in den ..., sie würde nur vor mir Angst bekommen.

 

All das ändert aber nichts an der Situation und genau darum frage ich mich warum Donja, außer zu den Spaziergängen, immer allein sein möchte. Dies war bis zum frühen Sommer nicht so.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ein Hund mit "Vertrauensproblem "erlebt die endgültige Bestätigung das sie dir nicht vertrauen darf -Stromhalsband.

Wie dieses Vertrauen wieder geschaffen werden kann ???

Da helfen keine Internet Tips.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich denke du kannst deine Frage selbst beantworten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Black Jack hat völlig recht. Wenn Du Dich tatsächlich darauf eingelassen hast, ein Stromhalsband zu benutzen, dürfte es schwierig werden.

 

Du solltest mal ernsthaft darüber nachdenken, ob Du die Hündin in erfahrene, liebevolle Hände abgeben könntest.

Du bist wahrscheinlich Hundeanfängerin und wohnst auch noch in einer größeren Stadt.

Ich hätte solch einen Hund weder an Anfänger noch in die Stadt vermittelt.

 

Wenn Du Barf fütterst, dann pansch da bitte kein Wasser mehr dazu. Fleisch besteht zu 70-80 % aus Wasser.

Du verdünnst nur die Nährstoffe, die dann ungenutzt ausgepinkelt werden.

 

Gebarfte Hunde trinken nur sehr wenig.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Den Trainer mit dem Stromhalsband kann man "in die Tonne kloppen"!  :kaffee: (ich weiß jetzt nicht genau...aber wie viele Jahre sind die schon verboten?)

 

Zuerst würde ich diesem Hund gar kein Halsband mehr anziehen, also zumindest nicht um den Hund daran fest zu machen. Ich würde ein gut sitzendes Geschirr dran machen, gerne auch eins was auf dem Rücken eine Art Koffergriff hat (zb. Jul**s K*), damit kann man den Hund besser unter Kontrolle halten. Das übrigens unabhängig von der Sache mit dem Teletakt, ganz einfach deswegen weil... wenn sich ein Hund aufregt und sich ins Halsband legt, gibt es einfach Schmerzen. Vor diesen Schmerzen will der Hund flüchten und wirft sich noch mehr ins Halsband. Da beißt sich also die Katze in den Schwanz. 

 

Warum sich der Hund von dir distanziert? Nun da gibt es mehrere Möglichkeiten. Es gibt durchaus Hunde die brauchen keinen engen Kontakt, denen reicht es zu wissen dass man mit der Wohnung ist. Ebenso gibt es Hunde die wollen einfach nicht angefasst werden....lassen es aber "über sich ergehen". Auch ist nicht völlig von der Hand zu weisen dass der Hund vielleicht dich mit dem Teletakt in Verbindung gebracht hat und dir nicht mehr traut. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Mich würde interessieren, was von der Herkunft der Hündin bekannt ist. Ist sie ohne große Umweltreize aufgewachsen. Dann ist sie vielleicht komplett mit ihrer Umwelt überfordert.

 

Und mich würe auch interessieren, ob Du den Training mit Stromhalsband zugestimmt hast. Dann würde ich vermuten,  dass es einen Zusammenhang mit der Verhaltensänderung deiner Hündin gibt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.