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Hundeforum Der Hund
Andrea und ER

Besteigen, Aufreiten - Was bedeutet es?

Empfohlene Beiträge

Man sieht es häufig, man sieht es oft von denselben Hunden: Besteigen, Aufreiten, Rammeln.

 

Die Botschaft hinter dem Rammeln ist dabei nicht immer gleich.

Es mag übersteigerter und fehlgeleiteter Sexualtrieb sein und damit unangemessen (und ich fürchte, auch ererbt, denn es sind auffällig häufig Labrador- und Golden Retriever). 

 

Es mag auch Verwirrung ob des Duftes eines Kastraten sein, dann müsste aber eigentlich die erste, klare, subtile Antwort auch von Bedeutung sein. Ist sie auch bei "gebildeten" Hunden. Bei anderen Hunden löst sie erst recht "Gier" aus. 

 

Es mag spielerisches Dominanzverhalten sein, dann ergibt es sich im Spiel, auch gegenseitig und wird auch wieder gelassen bei entsprechender Reaktion.

 

Manchmal ist es auch das Verhalten eines sehr dominanten Rüden, der platzhirschmäßig erst mal klar machen will, wer hier und überall der Boss ist. Das ist richtig doof, denn das sieht der eine oder andere Bestiegene zurecht nicht ein.

 

Innerhalb einer bestehenden Hundegruppe kann es Rangfolgefragen klären, aber bei spontanen Begegnungen müssen die nicht geklärt werden.  

 

Wie seht Ihr das?

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Oder es ist ein Zeichen von Stress, Überforderung, Unsicherheit, Frust.


Für mich ist so ein Hund,d er "dominant" den Boss raushängen lassen muss, ein extrem unsicherer Kandidat. Ein souveräner Hund (es muss nicht immer der Rüde sein, auch Hündinnen reiten auf) hat dieses Getue nicht nötig.

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Ich nenne so einen Rammler mein eigen. Er bevorzugt es, unkastrierte, sich uns nähernde Rüden mit Rammelei in Schach zu halten. Er selbst ist kastriert. Habe heute zufällig dazu ein Video gedreht, vielleicht lade ich es mal hoch. Die Berammelten lassen sich das leider erstaunlich lange gefallen.

Er rammelt aber auch Hündinnen, die er nett findet.

Interessantes Thema :-)!

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Oder es ist ein Zeichen von Stress, Überforderung, Unsicherheit, Frust.

Für mich ist so ein Hund,d er "dominant" den Boss raushängen lassen muss, ein extrem unsicherer Kandidat. Ein souveräner Hund (es muss nicht immer der Rüde sein, auch Hündinnen reiten auf) hat dieses Getue nicht nötig.

 

Ja, das sehe ich auch so. Wenn es dann noch ein schwerer Riese ist, wird es noch unsicherer.

 

Auch Hündinnen reiten auf, aber das geschieht weit seltener und nicht mit dieser Hartnäckigkeit.

Es sei denn, auf Menschenbeinen... da können auch Hündinnen zur Plage werden.

 

- Stress, Überforderung, Unsicherheit, Frust. -

Stimmt, hatte ich gar nicht auf dem Schirm, dabei ist das vermutlich sogar eine häufige Ursache.

 

Wie reagiert man als Hundehalter, wenn der eigene das ständig bei anderen Hunden macht?

Meine unkastrierten Rüden haben das nie getan. Damit musste ich nicht umgehen.

 

Allerdings wird Oggi sehr häufig bestiegen, was wirklich blöd ist, da er nach einer Unfallverletzung

(Beckenbruch und Muskelverletzung) recht empfindlich ist. Oggi wehrt sich sehr zeitig und deutlich,

aber erfreulich angemessen.

Ich nehme ihn aus solchen Begegnungen raus, indem ich weitergehe, aber manch' Berauschter

folgt ja hartnäckig.

 

Und er selbst rammelt auch gelegentlich andere Hunde beiderlei Geschlechts. Er, der Kastrat.

Meistens aus einem Spiel heraus, manchmal auch, weil ein anderer Hund keine Ruhe gibt.

So jedenfalls meine Wahrnehmung.

 

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Manchmal riechen Kastraten leckerer als jede Hündin, so sehr, dass sogar mein Kastrat (der sich sehr rüdig gibt und auch als solcher wahrgenommen wird, selbst heiße Hündinnen bieten sich ihm an) Interesse an ihnen zeigt. Gott sei Dank bedrängen meine Rüden weder läufige Hündinnen noch diese Kastraten.

Allerdings würde ich es so machen, wie bei Hörnixen. Weitergehen, egal wie lange der Hund folgt (da werden die Hundebesitzer plötzlich mal flott und kümmern sich). Dein Hund lernt,d ass Rückzug letztendlich doch was bringst und du diese Entscheidung zu eurem Besten getroffen hat.

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Das mache ich. Notfalls bugsiere ich horny Hundi auch von meinem runter oder signalisiere ihm deutlich, dass er sich trollen möge. Erkläre ich, warum ich das nicht möchte (wegen Verletzung...), bemühen sich die Leute deutlich engagierter, ihren Hund am Aufreiten zu hindern.

 

Aber mich wundert, dass die Besitzer solcher Rittmeister meistens gar keinen Plan haben, wie dieses Verhalten zu verhindern oder wenigstens in dem Moment abzustellen ist.

Ist sicher auch nicht ganz leicht, da bei vielen Hunden eben bereits eine Art Rauschzustand einsetzt. So sehen sie jedenfalls aus.

Anbrüllen, den Hund wegzerren und dabei brüllen scheint nicht zu wirken. Sieht man aber oft. Lächelnd vom Fremdhund ziehen, dann aber wieder loslassen, nur um ihn Minuten später wieder vom anderen Hund zu ziehen, bringt es auch nicht. Vielen scheint es einfach peinlich zu sein, weil es so sexuell ist oder wirkt. Manchmal höre ich, dass der Hund leider noch nicht kastriert ist. Ich antworte regelmäßig, das sei keine gute Lösung, anschließend würde er dann womöglich bestiegen...

 

Was tut Ihr mir Euren Rammlern?

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Mein Hund macht das bei mir, wenn wir auf dem Boden kuscheln. Sobald ich loskrabbele ist er obenauf. Ich vermute das er entweder nicht damit umgehen kann das ich plötzlich kleiner bin als er oder das er extremen Stress beim kuscheln hat den er dann entlädt. Tippen tue ich auf letzteres. Aber auch das bekommen wir noch hin. :)

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Naik reitet auch bei bestimmten Hunden auf wenn ich ihn lasse. Er rammelt im Übersprung bei sehr distanzlosen Hunden , die er anders nicht ausgebremst bekommt. Ich meide solche Begegnungen. Ist nichts für ihn außer Stress.

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Und zwar hab ich ne junge Hündin. Und bei uns in der Straße wohnen zwei JRT Hündinnen, Mutter und Tochter. Beide glaub ich recht freundlich, wobei die Mutter zurückhaltender ist.

Jedenfalls spielen meine und die Tochter scheinbar ganz gern miteinander, wenn sie sich begegnen, die Mutter aber versucht ohne Unterlass meine zu rammeln. Am Anfang hat meine sich das auch mit Hingabe gefallen lassen. Das war schon einmal ein Bild, sie legt sich auf dem Rücken, die Mutter steigt ganz behutsam auf sie und nagelt und rammelt und da schaukeln sie nun beide und meine guckt ganz grenzdebil...Ich hab immer mal versuvht die Mutter abzubringen, aber wirklivh jetzt: wie?

Na irgendwann gefiel das meiner aber auch nicht mehr und hat sich dann schon gewehrt.

Ich tippe da aber auch auf stress. Da kommt da nu plötzlich so ne dritte in die holde zweisamkeit und spielt mit Tochter und Mutter steht da. Keine Ahnung. Der Besitzer macht da jedenfalls auch nie was außer mal ihren Namen sagen, aber der macht auch nix, wenn die beiden ein Auto ausbremsen, wie zwei Buschräuber. Die sind schon frech. :)

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Marc Bekhoff hat dazu mal einen interessanten Artikel verfasst:

 

 

Während es vielen Menschen peinlich ist, wenn sie einen geliebten vierbeinigen Freund in der Öffentlichkeit aufreiten und rammeln sehen, ist dieses Verhalten ein ganz normaler Bestandteil hundlichen Verhaltens. Sowohl Rüden als auch Hündinnen reiten auf und rammeln. Diese Verhaltensweisen treten zum ersten Mal sehr früh im Hundeleben auf, besonders während des Spiels. Aufreiten und rammeln sollten deshalb nicht als abnormale Verhaltensweisen angesehen werden.

http://www.easy-dogs.net/home/blog/der_hund_zucht_haltung/maria_rehberger/warum_hunde_rammeln_bekoff.html


 

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