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Hundeforum Der Hund
Kania

Jagduntauglich = Mangelnder Jagdtrieb?

Empfohlene Beiträge

Hi,

ich erlebe bei uns im Verein immer wieder Jagdhundhalter, welche mit Hunden zum Training kommen, die von Jägern aussortiert wurden, da sie nicht für die Jagd taugen. Also keine Hunde, welche krank oder so sind, sondern Hunde, die entweder durch die Jagdprüfung gefallen sind oder wo sich schon während der Ausbildung gezeigt hat, dass dieser Hund kein gescheiter Jagdhund mehr wird. Die Meinung der Halter ist die, dass so ein Hund dann ja keinen nennenswerten Jagdtrieb haben dürfte. Und irgendwann stehen sie dann verzweifelt bei unserem Vereinshaus vor der Tür, weil der Hund nichts anderes tut als jagen und schnüffeln

 

 

Kann man wirklich sagen, dass so ein Hund in der Regel weniger Jagdtrieb hat als ein "richtiger" Jagdhund?

 

LG

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Viele Hunde können den Jagdjob nicht machen, weil sie nicht schussfest sind.

Das sagt natürlich rein gar nichts über ihren Jagdtrieb.

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Da schließe ich mich Andrea an.

 

Es sind aber auch alle Anderen Aspekte bei denen auch wir probleme haben nicht zu vergessen. Z.B. Dickköpfe,

oder Jugendheimer also was war das nochmal für ein Befehl ?

 

Apport aha ich soll mich umdrehen und spielen gehen !!!!

 

Um es einfach auszudrücken, es sind Hunde die sich nicht wirklich zur Jagd ausbilden lassen.

 

Haben sie Jagdtrieb ??  Da muss man den Hund kennen um das zu beurteilen würde ich sagen.

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Ein Jagdhund, der sich nicht ausreichend unter Kommando stellen lässt, ist auch kein guter Jagdhund (leider trotzdem oft genug im Einsatz *schüttel*). Neben Jagdtrieb ist ja die Ansprechbarkeit eine Grundvoraussetzung. Ist das eine gegeben, aber das andere nicht, dann wird's lustig. ;) Wie eigentlich bei jedem Hund, der einen "Job" hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Teil der Hunde aus diesem Grund abgegeben wird.

Btw. bin ich kein Jagdhund-Experte, aber den Sibsen wird ja auch immer unkontrolliertes Jagen nachgesagt. Da gibt es auch genug von, aber die will man auch nicht wirklich in einem Team haben. Anprechbar müssen die schon sein. Das sind dann auch oft die, die "in liebevolle Hände abzugeben" sind. Also irgendwie ähnlich.

Wir haben doch aber hier bestimmt noch den einen oder anderen Jäger, der schonmal was mit Jagdhund-Ausbildung zu tun hatte und uns da weiterhelfen kann? :)

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hier werden sie auch jedes Jahr immer wieder fleissig von den Jägern aussortiert, verloren und nicht abgeholt...die zahlreichen Hunde, die sich für die Jagd nicht eignen, weil sie nicht schussfest sind, die Ansprechbarkeit fehlt, oder sie sich gerne (auch mit Kollegenhund) mal in der Pampa verlieren.

 

Natürlich habe viele von diesen Hunden Jadgtrieb, dazu wurden diese Rassen doch vom Menschen geschaffen!

 

Als Beispiel meine Amber: die eignet sich überhaupt nicht für die Jagd, weil sie eben nicht schussfest ist. Allerdings zeigt sie mir immer wieder an, wo der Hase läuft :lol:

Ich ärgere mich jedesmal wieder, wenn ich in den TH-Beschreibungen lese: vom Jäger abgegeben, für die Jagd ungeeignet...und dabei nicht darauf hingewiesen wird, dass der Hund dennoch jagen gehen kann.

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Ja vor allem suggeriert für die Jagd nicht geeignet ja auch was ganz anderes. Und ganz besonders wenn die Ansprechbarkeit fehlt, hat der Hund ja noch weniger was in Privathand zu suchen.

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Kann man wirklich sagen, dass so ein Hund in der Regel weniger Jagdtrieb hat als ein "richtiger" Jagdhund?

 

 

Ganz klar, nein ! 

 

Jagduntauglich hat verschiedene Gründe.

 

Auf Seite des Hundes zum Großteil die Schussfestigkeit, wie hier auch schon geschrieben wurde. Die Schussfestigkeit wird in der Regel vor der Ausbildung geprüft, Hund im Freilauf , 2 Schuss in die Luft mit dem Zwilling (Schrot) im Abstand von max 5 Sekunden. Ist der Hund noch auf dem Platz und verhält sich normal, alles gut. Liegt der Hund zitternd unterm parkenden Auto, einpacken und das wars (Überspitzt dargestellt). 

 

2.Grund ist der fehlende Arbeitswille.

 

Nun jedoch der Hauptgrund:  Überforderte Hundeführer. 

 

Nicht jeder, der die Jagdprüfung besteht hat Ahnung vom Hund / deren Ausbildung. Sie meinen, sie kaufen eine Jagdhunderasse und erhalten das fertige Produkt Jagdhund. Das klappt nicht. Die Ausbildung ist Zeit-Intensiv und man kann mehr falsch als richtig machen. Wenn der Hundeführer dann scheitert, ist der Hund schuld und muss weg. 

Beispiel: Ich hatte im letzten Kurs einen Deutsch Drahthaar zur Ausbildung, der 2 ! Vorbesitzer hatte. Der Hund sei untauglich, hört nicht, knautscht das Wild u.s.w. Der neue Halter hat die VGP ( Verbandsgebrauchsprüfung) mit Bravour bestanden und einen wirklich tollen Hund nun im Einsatz. 

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Naja, Cathleen, das würde ich so auch nicht sagen.

Ein Jagdhund der für die Jagd nicht taugt NICHT in Privathand zu vermitteln ist ja albern - ein Jäger nimmt den nicht und ein Privatmann soll nicht... und nun? Kugel geben? ;)

 

 

Meine Freundin hat einen Viszla aus jagdlicher Zucht, der bei der ersten Sichtung der Welpen nicht ordentlich vorgestanden hat. Das ist für einen Vorstehhund nunmal wichtig ;) Wenn der einfach fröhlich draufloslatscht, ist die Ente dann weg (das wäre dann der ideal Hund für Jagdgegner :D ).

 

Das nicht-Vorstehen sagt aber in der Tat nichts darüber aus, ob der Hund hinter nem Kaninchen herrennt oder so etwas. Im Grunde kann man sagen dass die Aussage "für die Jagd nicht geeignet" lediglich heißt: "Für die Form der Jagd für die der Hund gebraucht wird ist er nicht geeignet".

 

Die Gründe sind wie schon gesagt vielfältig. Kann sein, dass der Hund zu unsicher ist (ist auch Bestandteil der Prüfungen) oder zu aggressiv, dass er tatsächlich gar nicht jagt und wie Ferdinand der Stier nur auf der Wiese Blümchen zählt ;) oder eben unkontrolliert ALLES jagt, vom Bucheblatt bis zum Auto.

 

Schade, wenn die Jäger die solche Hunde abgeben keine Begründung geben. Und noch was - nicht immer stimmt deren Ersteinschätzung auch.

Kiwi, der erwähnte Viszla, steht inzwischen sehr schön vor ;) Die jagt nun Menschen - beim Mantrailing. Ist allerdings - toi toi toi - ansonsten auch im Wald gut abrufbar und eigentlich nicht sehr jagdlich ambitioniert. Hat man ihr aber auhc nie beigebracht, von daher...

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Mir ging es nicht ums Vorstehen oder Schussfestigkeit sondern ganz klar, wenn ein Jagdhund abgegeben wird weil er während der Jagd nicht ansprechbar ist. Damit haben nur Menschen mit einer überdimensional großen Liebe zu solchen Hunden noch irgendwie Spaß würde ich meinen.

Und es gibt tatsächlich Hunde, da würde ich es bevorzugen man erlöst sie, bevor sie 10 Jahre im Tierheimzwinger sitzen oder ein totaler Wanderpokal werden. Das ist aber eine generelle Aussage, die hier eher OT ist und bezieht sich jetzt NICHT auf die Jagdhunde per se.

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Da ich „Betroffener“ bin will ich mal ein paar Zeilen

über Jagdhunde schreiben.

 

Pia hat fast ein Jahr im Tierheim gesessen.

Abgegeben vom Züchter der auch Jäger ist, weil untauglich für die Jagd.

 

Sicher ist Pia schwierig, mit Härte und Unverständnis hatte ich keine Chance.

Seit ich das endlich begriffen habe ist sie ein hervorragender Jagdhelfer.

Leider habe ich sie nicht als Welpen und nicht mit meinem jetzigen Wissen bekommen.

Drahthaartypisch steht der hohe Trieb ihr schon mal im Weg.

Ich habe mit ihr die Brauchbarkeitsprüfung gemacht und wir sind ein gutes Team.

 

Und jetzt zum Thema:

Viele Jäger oder Jagdhundeausbilder haben einfach keine Lust sich mit

schwierigen Hunden abzugeben.

Deshalb wird sofort auf die Anlagen des Hundes geschaut und selektiert.

Aber hier eine richtige Auswahl zu treffen, das können nur absolute Profis.

 

Es ist eigentlich bei Jagdhunden nicht anders als bei allen Hunden.

Es sind Arbeitshunde und sie wollen gefordert werden.

Und Jäger sind hier nicht anders als normale Hundehalter,

wenn es schwierig wird: abgeben.

 

Mit welcher Begründung ist völlig uninteressant, da wird entweder

beschönigt oder aus Unwissenheit falsch beurteilt.

 

Gruß Wolla

 

 

Bei Langeweile:

 

 

http://www.polar-chat.de/hunde/topic/60104-jagdhunde-sind-anders/

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Ich las irgendwo, das ihr Verhalten mit fehlender Bindung zu mir zu tun haben soll. (Heute weiss ich, das das purer Schwachsinn ist) Aber vor 1 Jahr war ich ratlos und saugte jede Information auf die ich bekam. Um die Bindung zu stärken machte ich allerhand Spielchen mit ihr. In diesem einen Jahr ist sie -ohne anzugeben- DSDS-reif. Sie bringt mir Schlüssel und Schuhe, klingelnde Telefone, Leine, Spielsachen, Fressnapf, macht Licht an und aus, springt durch den HullaHupp-Reifen quer über den Wohnzimmertisch u.v.a.m. Versteht mich nicht falsch - mir bedeuten diese ganzen Kunststückchen nichts, -wegen mir braucht dieser Firlefanz kein Hund- aber es trägt letztendlich wohl doch dazu bei, das Beschäftigung die Bindung fördert. Nur eben zum Vergleich: der kleine Rüde kann gar nix! Der ist noch nicht einmal zuverlässig abrufbar, kann kein Platz und Sitz -und ist trotzdem kein Sorgenkind. Er hat hingegen Charakter, macht alles gern und ist absolut entspannt. Die Hündin hat nachts mehr Termine als Angela Merkel.... Aber mittlerweile konnte man mit den Hunden prima durch die Wälder ziehen. Ich war glücklich. Wir spielten viel, warfen Stöckchen, spielten Verstecken, kugelten uns die Abhänge runter und steckten 3 Nasen in Maulwurfshaufen. Wir hatten Spaß! Da war die Hündin ca 8 Monate alt. Bis dahin wusste ich noch nicht einmal das sie eine Stimme hat. Sie hat nie gebellt, sich auch nicht ausgiebig gefreut wenn man kam, war nicht traurig wenn man ging. Sie spielte wenig, kaute statt dessen lieber auf Kaminholz rum. Als der kleine Rüde kam wurde es etwas besser. Er forderte sie oft zu einem kleinen Spiel auf. Draussen spielte sie viel viel zu wild mit ihm. Da er ja körperlich behindert ist, musste ich häufig Einhalt gebieten. Auch mit anderen Hunden spielte sie zwar sanft bis normal, jedoch immer laut knurrend dabei. Die Hundebesitzer wollten das meist nicht und gingen mit ihren Hunden schimpfend weiter.... Ich fand das nie schlimm, denn ich weiss das an diesem Hund nix Böses dran ist und sie eben dieses Geknurre beim Spiel braucht. Draussen widmete sie sich unnatürlich lange weiter mit ihrer Buddelei. Sie buddelte und buddelte - trotz monatelanger Bindungsarbeit achtete sie dann weiterhin nicht auf mich. Ich musste sie immer von ihren Buddellöchern abholen. Das andere Drama fing auch mit ca. 8 Monaten an. Sie haute im Wald einfach ab! Einfach so! Ohne Vorankündigung - ohne Reh oder Wild - einfach so! Sie gab Versengeld und pirschte einfach los. Nach 1 Minute war sie wieder da. Ich war einerseits stumm vor Schreck, andererseits stumm vor Staunen. Was ich da sah, vermisste ich an diesem Hund seitdem er bei uns ist: Ich sah zum aller ersten Mal einen wirklich glücklichen Hund!!! Ich tröstete mich selber, redete mir ein das das sicher nur eine Ausnahme war und überhaupt...jeder Hund rennt gerne durch die Wälder. Und ich hatte ja auch gar kein Wild gesehen - sie ist bestimmt nur des Rennens wegen abgehauen. Tja...was soll ich sagen, ich sollte mich geirrt haben. Von nun an haute sie nur noch ab wann immer sich eine Möglichkeit bot. Wir haben hier kein eigenes Grundstück, kann zum Pipi machen aber die Wiese meines Nachbarn nutzen. Selbst hier am Haus ist es nicht mehr möglich, sie einfach nur zum Pipi machen raus zu lassen. Ich muss sie tatsächlich an die 5-Meter Leine nehmen. Im Wald ist sie nur noch angeleint.Auf Feldern auch. Praktisch hat sie gar keine Auslaufmöglichkeit mehr. Es gibt eine einzige große Wiese hier; dort schmeissen wir Frisbee oder Bälle. Sie spielt 2-3x mit. Sie kann auch apportieren. Mittlerweile fängt sie den Ball, legt sich hin und beisst ihn kaputt. Wir haben monatelang richtig gespielt - jetzt hat sie keine Lust mehr. Ganz bitter ist diese Scannerei. Der Hund kommt auf unseren Spaziergängen nicht zur Ruhe. Sie scannt nur noch. 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Führarbeit, im Sinne von geistig-bei-mir-sein funktioniert praktisch tadellos, - theoretisch erinnert mich das Laufen an der kurzen Leine eher an gelangweiltes Mittratschen. Ich vermisse Eifer, Freude,Wille und Spaß. Außerem passiert es mir immer öfter das sie sich einfach hinsetzt und gar nicht mehr weiter laufen möchte. Eigentlich ist sie nur beim scannen hellwach und begeistert bei der Sache :-( Hier zu Hause ist es ähnlich. Sie macht alles was ich ihr sage. Aber genauso schleppend und bocklos wie sie draussen auftritt. Einzige Ausnahme: wenn sie dürfte würde sie mit Leidenschaft unseren Kater jagen. Wache Augen und einen aufmerksamen Blick hat sie nur, weil sie vermutlich denkt: "wo/wann kommt der Kater? Sie darf ihn nicht jagen und tut es auch nicht,-von daher ist es ja die beste Übung der Impulskontrolle. Aber sie liegt den ganzen Tag auf der Lauer und wartet darauf das er endlich um die Ecke biegt. Und das schon seit 1 Jahr.... 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      in Lernverhalten


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